06

1413 Words
Haden P.O.V. Sie erwiedert zögernd mein Lächeln und hält mir die Coke hin. "Danke, Prinzessin." Ich ziehe sie zu mir und presse kurz meine Lippen auf ihre, was sie lächelnd erwiedert. "Alter, macht das zu Hause." Genervt drehe ich mich zu Lewis um, der immernoch abgefuckt ist und seine Schuhe in die Mülltonne wirft. Lou holt sie wieder raus und hält sie hoch in die Luft, als wären sie heilig. Fehlt nur noch das Hallelulja-Gesinge. "Für die würde man töten, Lewis!" Er tut gespielt empört und macht eine übertriebene Handbewegung, die auf die Schuhe zeigt. Lewis zeigt ihm unseren besten Freund, den Mittelfinger und ich muss lachen, weswegen ich einen tadelnden Blick von Amy bekomme. Van steht neben der Eingangstür und wünscht uns einen schönen Tag. "Wir sehen uns morgen." Sie wirft Amy einen intensiven Blick zu, den sie standhält. Die dicke Luft ist deutlich spührbar und ich lege einen Arm um Amy, doch sie erwiedert mein Lächeln nicht und starrt einfach auf den Boden. Habe ich etwas falsch gemacht? Auch die ganze Fahrt über sagt sie kein Wort. Nur als Lou sie gefragt hat, ob wir nicht super tanzen, hat sie gelacht und mit einem Ja geantwortet und ist dann wieder in ihre eigenen Gedanken versunken. Ich frage mich, was in ihrem kleinen Kopf vor sich geht. Und irgendwie irritiert mich das. Ich meine, mich hat es noch nie interessiert, was ein Mädchen gedacht hat. Doch bei Amy ist es anders und das treibt mich in den Wahnsinn. Wir kommen am Appartement an und ich halte sie auf, bevor sie zu den anderen in den Fahrstuhl steigen kann. "Ist alles in Ordnung?" "Ja, klar. Ich bin nur etwas müde." Sie guckt mir nicht in die Augen und das geht mir gewaltig auf die Nerven, weswegen ich nur nicke und wir still in den Fahrstuhl treten. Wäre sie nicht so drauf und ich angepisst, würde ich sie jetzt gegen diese Fahrstuhlwand drücken und einfach nur f*****g küssen. Ich sehe im Spiegel, dass sie mit ihrem Lippenpiercing spielt und das turnt mich extrem an. Vorallem wenn sie wie jetzt ihre Lippe zwischen ihre Zähne nimmt. Beherrschen, Haden. Bevor die Wohnungstür überhaupt aufgehen kann, hören wir Geschrei von drinnen und Amy und ich sehen uns verwirrt an. Die Tür geht auf und vor uns erscheint ein Szenario, was mich aufstöhnen lässt, vorallem weil sich alle Blicke auf uns richten. Sophia. Sie steht gegenüber von Lewis und höchstwahrscheinlich haben sie diesen Krach veranstaltet. Die anderen Jungs stehen unbeholfen im Wohnzimmer rum und schauen dem Spektakel zu. Nur Noah versteckt sich hinter Lou vor Sophia's Katze, die Yumyum heißt. Hatte ich erwähnt, dass er Angst vor Tieren hat? Aber, warte mal, ich sehe Koffer?! Sie will doch nicht bleiben?! Sie haben sich doch gar nicht vetragen?! Völlig verdutzt stehen wir mit Amy im Raum, bis Sophia endlich die Stille bricht. "Steel." "Smith." Sie verdreht nur die Augen. Ja, so prächtig verstanden wir uns noch nie. Im Gegensatz zu El, kam sie einfach nicht mit meiner Lebensweise klar und meinte sich andauernd in mein Liebesleben einmischen zu müssen, dass ich die Frauen nicht ausnutzen soll und bla bla. Doch das ist jetzt alles Geschichte. Sie guckt von mir zu Amy. "Eine Neue in deiner Sammlung?" "Meine feste Freundin", sage ich stolz und fasse nach Amy's Hand. Sie blickt jedoch nicht zu mir, sondern zu unseren ineinander verschränkten Hände. Was ist ihr Problem? Sophia zuckt nur mit den Schulter und folgt Lewis, der genervt die Treppen hinuntersteigt. Armer Kerl. Erst macht sie mit ihm Schluss und hat dann noch die Nerven hier aufzukreuzen. Ich meine, würde Amy so etwas machen, könnte ich ihr nicht verzeihen, oder? Das verletzt den Stolz eines Mannes. Klar, bei Amy ist dein Stolz schnell vergessen, Steel. Bevor meine innere Stimme mich auf die Palme bringen kann, lasse ich mich auf die Couch fallen und beobachte, wie Amy die Katze auf den Arm nimmt und sie krault, was sie zum Schnurren bringt. Natürlich unter Beobachtung von Noah, der sie nicht aus den Augen lässt. Sie will auf mich zukommen, doch ich blocke ab. "Komm nicht mit diesem Fellknäul hierher." Ich hasse Katzen. Sie verdreht nur genervt die Augen und setzt sich neben Zack. Gemeinsam streicheln sie die Katze und ich spanne mein Kiefer an. Ich merke, wie ich langsam wütend werde. Man, hat die heute vielleicht Nerven. "Ich brauche ein Bier." Genervt stehe ich auf und verlasse das Wohnzimmer. Als ich wiederkomme, ist Amy nicht mehr da. "Sie ist kurz duschen", teilt mir Lou mit und Mahour sieht mich durchdringend an. Warum hat sie nichts gesagt? Ich habe nichts falsch gemacht. Also nicht, dass ich wüsste, also werde ich ihr ganz bestimmt nicht hinterherrennen. Ich laufe keinem hinterher. Alter, fuckt mich das gerade alles ab. Und ich lasse mich einfach auf die Couch fallen und trinke mein Bier. AMY P.O.V. Ich steige die Treppen hinunter und betrete das Wohnzimmer. Ich war eben sehr kalt zu ihm, obwohl ich eigentlich keinen Grund hatte. Doch ich bin verwirrt und ach ich weiß auch nicht. Es ist anstrengend mit einem Star in einer Beziehung zu sein und ich meine, nur weil Van solche Sachen gesagt hat, heißt das ja nicht, dass Haden auch so denkt, oder? Aber die Wahrscheinlichkeit ist groß. Wie auch immer. Er sitzt auf der Couch und schaut sich irgendsoeinen 3D-Film an. Also, Amy. Mal sehen, wie gut du schleimen kannst. Ich kuschele mich einfach an seine Schulter und schließe meine Augen. Am Anfang regt er sich nicht und schnaubt nur. Ich will gerade wieder meine Augen aufmachen, als er seufzend seinen Arm um mich legt. Und so bleiben wir den ganzen Abend lang liegen. _ Ich steige aus der Dusche und binde meine nassen Haare zu einem Dutt zusammen. Schnell schlüpfe ich in meine Jogginghose und Adidasjacke und mache mich runter auf den Weg in die Küche. Nach dem Frühstück versuche ich El zu erreichen, jedoch geht nur ihre Mailbox ran. Super. Ich brauche wirklich einen Rat für heute Abend. Was soll ich anziehen? Wie soll ich da aufkreuzen? Werde ich Haden gefallen? Sollte ich Nancy anrufen? Aber dann muss ich ihr die ganze Geschichte erzählen und darauf habe ich keine Lust. Ich brauche echt mehr Freundinnen. Seufzend lasse ich mich auf mein Bett fallen und da fällt mir eine Person ein. _ Ich sprinte hinunter ins Wohnzimmer und erblicke Noah der auf dem Tisch steht und Salzstangen hochhält?! Vor dem Tisch sitzt Yumyum und miaut ihn an. "Geh weg, du Tiger! Lass mich in Ruhe!" Er tretet in die Richtung von Yumyum, doch die schaut ihn nur durch ihre grünen Augen an. "Mensch, Noah, gib ihr doch einfach eine Salzstange! Und dann ist gut", seufzt Zack. "Neeein! Die sind meine!" Während Noah um seine Salzstangen kämpft, stopfen Lou und Haden sich mit Popcorn voll und schauen gespannt auf den Fernseher. Als ich sehe, was sie sich anschauen, klappt mir die Kinnlade runter. Man sieht tatsächlich Lewis und Sophia, die sich in Lewis's Zimmer anschreien. "Ich setze 50 Mäuse darauf, dass Lewis, die p***y, nachgibt", Haden hält Lou die Hand hin. "Niemals, er hat sie heute auf der Couch schlafen lassen." Lou schlägt ein und plötzlich bemerken sie auch mich. "W-wie, w-was..?!" "Lewis's Pudding, den er immer in seiner Schublade versteckte, ist immer wieder auf mysteriöser Weise verschwunden, also hatten wir eine Videokamera angebracht und herauskam, dass es Noah war." Lou zuckt mit den Schultern und es überrascht mich auf keinster Weise, dass Noah es war. Dennoch schüttele ich den Kopf. Die sind unglaublich! Ich meine das ist Privatsphäre! Was ist wenn sie.. "Auch in deinem Zimmer ist eins angebracht", grinst Lou und erhält dafür von Haden einen Schlag auf den Hinterkopf. "War'n Scherz", grummelt er und ich verdrehe genervt die Augen. "Nimmt sie weeeeeg!" Noah strampelt mit den Füßen und Zack versucht Yumyum, die sich an Noah's Jeanshose festkrallt, wegzunehmen. Oh man, ich fühle mich, wie im Affenhaus. Wir werden durch das Öffnen der Tür unterbrochen und Sally kommt herein. "Sally, du bist meine Rettung!", kreischt Noah, wie ein Mädchen und Zack, der nun Yumyum fest in den Armen hält, guckt ihn empört an. Sally kichert und gibt ihm einen kurzen Kuss, bevor sie mich umarmt. "Ich bin nicht für dich da." Lachend ziehe ich sie in Richtung Treppe. "Hey, kriege ich gar keinen Kuss?" Haden sieht mich bittend an. "Tut mir Leid, Steel, ich habe zu tun. Später." Und somit lassen wir die verdutzten Jungs alleine. "Also, Sally, Jeansoutfit oder doch Kleid?"
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