07

1186 Words
Ich betrete das Wohnzimmer und das Erste was ich sehe sind grüne Augen. Wie sie meinen Körper entlangleiten, hinunter und wieder hoch, und dann wieder in meinen Augen verharren. Und ich lächele stolz. Das wollte ich erreichen. Haden gefallen. Sally und ich haben gute Arbeit geleistet. Ich habe ein hautenges weißes Kleid an, dessen Ärmel aus Spitze sind und mein Rücken komplett frei ist. Meine Haare fallen lockend über meine eine Schulter und ich bin dezent geschminkt. Ich trage sogar High Heels und habe mein Piercing rausgenommen und das soll schon was heißen. Jedoch frage ich mich, wie Haden wohl reagiert hätte, wenn ich mit Beanie oder Cap aufgekreuzt wäre. Denn wenn er mich wirklich liebt, müsste ich ihm auch so gefallen oder nicht? Es sollte ihm egal sein, was ich anziehe oder verlange ich zu viel? Ich sitze im Wagen neben Haden und unsere Knie berühren sich, was bei mir innere Stromschläge auslöst. "Du siehst wundervoll aus, beautiful und wäre dein Vater nicht hier, ich schwöre bei Gott, ich würde dich so gut fühlen lassen, das glaubst du gar nicht. Ich beherrsche mich schwer", flüstert er mir mit rauer Stimme ins Ohr, was bei mir eine Gänsehaut verursacht. Ich fühle, wie meine Wangen sich erhitzen und Haden lehnt sich zufrieden zurück, während eine Hand von ihm auf meinem Oberschenkel verweilt. "Ist dir jetzt schon warm? Wir haben das Auto nicht mal gestartet", fragt mich Noah, der sich neben mich setzt. Ja, Noah. Mir ist warm, aber aus einem anderen Grund und als Haden mit seiner Hand noch etwas höher rutscht, denke ich, ich sterbe. Er macht das extra. Er quält mich absichtlich. Ich fahre bei den Jungs im Van mit. Paul fährt uns, während Charlie meinen Dad und Cassie fährt. Während der Fahrt nervt uns Noah, in dem er übertriebenermaßen fangirlt. Ich meine, der ist ja schlimmer, als ich in meiner Pubertätszeit! Damals war Nick Jonas mein Ein und Alles. Dad wollte mir ein Treffen mit ihm organisieren, doch er kam nicht dazu und nach der Sache mit Ben habe ich endgültig aufgehört mit dieser Pronischeiße. Bis jetzt. Jetzt lebst du mittendrin. Gar nicht! Es ist immernoch nicht meine Welt. "Was meint ihr, wen wir alles treffen? Wer wird alles wohl kommen? Ooh, ich bin so aufgeregt!" Noah's Augen strahlen und als Antwort bekommt er von allen ein Augenverdrehen und Paul stellt das Radio lauter, was aber dazuführt, dass Lou und Noah lautstark mitsingen und in dem Moment ist es echt nur nervig. "Twinkleee, twinkleee, little staaaar .." Zack und Lewis haben die Köpfe in ihren Händen vergraben und Haden stöhnt genervt auf. Ach ja, hatte ich erwähnt, dass die Jungs in ihren Anzügen einfach nur heiß aussehen? Vorallem Haden. Sein enganliegendes weißes Hemd steckt in seiner Hose, dass er mit einem Gürtel schmückt. Passend dazu ein Jacket und die Haare etwas nach hinten gegelt. Ich muss mich echt beherrschen, um nicht zu sabbern. Als wir ankommen, steigen wir aus dem Wagen und betreten eine riesige Villa, in dem wir in den Garten geführt werden, der so groß wie ein Footballfeld ist?! Das ist doch kein Garten mehr! Ich halte meinen Atem an. Es sind überall Tische aufgestellt, die schön vornehm gedeckt sind und Rosen und Kerzen verleihen eine wunderschöne Atmosphäre. Im Hintergrund spielt ein angenehmes Stück von einem Orchester und es ist einfach nur sehr schön eingerichtet. Doch als ich einen Blick auf die Leute werfe, die hier sind, merke ich wieder, wie falsch ich hier bin. Überall Promis und reiche Leute. Mein Kleid und Auftreten ist neben ihnen ein Nichts. Bevor ich genau ausfindig machen kann, wer alles hier ist, führt uns ein Kellner zu einem Tisch. Haden's Hand berührt meine nackte Haut an meinem Rücken, als wir dem Kellner folgen und die Gänsehaut macht sich wieder bemerkbar. Ich weiß, dass Haden es auch bemerkt hat, denn ich spühre seinen Blick deutlich auf mir. Als wir uns setzen, lasse ich meinen Blick erstaunt durch die Gegend schweifen und erkenne viele Stars. Andere an meiner Stelle würden jetzt hyperventilieren und vielleicht sogar in Ohnmacht fallen, doch irgendwie juckt mich das herzlich wenig. Du wohnst ja auch mit der heißesten Boyband der Welt unter einem Dach. Wie wahr, wie wahr. "Sie ist hier", flüstert Noah verträumt und sieht in Richtung Rihanna, was mich kurz Auflachen lässt. Ich meine, er müsste das alles doch schon gewohnt sein, oder nicht? Als ich mich zu meiner rechten wende, bemerke ich, wie Haden mich beobachtet. Wie lange tut er das schon? "Ist was?", frage ich ihn und richte etwas meine Haare. "Nein, beautiful", sagt er nur, bevor er mein Gesicht in seine Hände nimmt und mich küsst. Ich werde rot, was sein wundervolles Lachen herbeizaubert. Unser Moment wird von einer Person unterbrochen und glaubt mir, am Liebsten würde ich auf sie springen, so wie sie Haden ansieht. Van steht vor uns und begrüßt alle am Tisch. Wie immer verweilt ihr Blick länger bei Haden. Sie hat ein dunkelblaues, trägerloses Kleid an, welches hinten etwas länger ist. Ihre Haare sind geglättet und ich frage mich, was sie überhaupt hier macht. "Danke für die Einladung", sagt sie lächelnd an Haden gewandt, der ihr nur kurz zunickt und dann die Serviette vor ihm studiert, als hätte er so etwas noch nie gesehen. Ich beiße mir auf meine Unterlippe und vermisse mein Piercing. Warum ladet er auch ausgerechnet sie ein? Haden weiß auch immer wieder, wie er meine Laune verschlechtern kann. Am Liebsten würde ich ihn anschreien und zur Rede stellen, doch ich will jetzt keinen Aufstand machen, vorallem da mein Dad am Tisch sitzt und Miss. Diva, natürlich, da ja kein anderer Platz an diesem Tisch frei ist, sich genau gegenüber von Haden setzen muss. Man beachte bitte meinen Sarkasmus. Unsere Aufmerksamkeit bekommt Beyoncé, die von ihrer Terrasse im 4. Stock, die unendlich lange Treppe auf einem roten Teppich hinunterkommt. Jeder fängt an zu klatschen und nach einem mahnenden Blick meines Dad's, tue ich es ihnen gleich. Sie hält eine Rede, wie dankbar sie doch sei, dass wir erschienen sind und wünscht uns einen angenehmen Abend. Und somit beginnen wir mit dem Festmahl. Nach dem Essen, in dem ich mich schwer beherrscht habe, den Schädel von dieser b***h nicht in ihr Essen zu tunken, da sie es nicht lassen konnte, vor meinen Augen mit Haden zu flirten, beginnen die Leute sich von ihren Tischen zu erheben und miteinander eine Unterhaltung zu führen. Haden hat mich gefragt, ob es mir gefällt und ich habe nur mit einem Mmh geantwortet, da ich immernoch wütend bin. Eigentlich müsste er ja wissen, dass solche Veranstaltungen nichts für mich sind, doch da habe ich mich wohl getäuscht. Während Van sich mit Haden über das Tanzen und was weiß ich was unterhaltet hat, habe ich mich Zack gewidmet, der vor mir saß. Natürlich wusste Zack genau was ich denke. "Nicht deine Welt, was?", hatte er mich gefragt und wieder mal frage ich mich, warum Haden so etwas nicht bemerkt. Gelangweilt sitze ich nun hier, während Haden kurz einen Tisch weitergegangen ist. Doch plötzlich bleibt mein Blick an einem Gesicht in der Menge hängen und mir stockt der Atem
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