08

1414 Words
Ich glaub's nicht! Er ist es wirklich! Ich schnappe nach Luft. Atmen, Amy, atmen. Wie soll man atmen, wenn vor einem Nikolay Jonas steht und dabei so gut aussieht?! Ich sehe wir er meinen Dad erblickt und lachend auf ihn zu geht. Und zum ersten Mal bin ich froh, Tochter eines Musikproduzenten zu sein. Sofort springe ich auf und mache mich auf den Weg zu meinem Dad. Das muss ich jetzt ausnutzen. Als ich bei ihnen ankomme, lachen sie gerade über etwas, was mein Dad gesagt hat. "Liebes." Ich lächele ihn an und mein Blick schweift zu Nikolay, dessen Augen meinen Körper studieren und dann an meinem Gesicht hängen bleiben. Er lächelt mich an und ich glaube, ich falle gleich um. Normalerweise bin ich kein Mädchen, dass fangirlt und in einer Hoffnung lebt, den Star, den man liebt zu treffen und zu heiraten oder so'n kack. Aber wenn es um Nikolay geht, kann ich mich nicht beherrschen! Ich meine, wer kann das schon?! "Deine Tochter?", fragt er meinen Dad, ohne unseren Augenkontakt zu unterbrechen. Er hat schöne Augen, dennoch vermisse ich dieses wunderschöne Grün... Sofort sehe ich nach rechts, wo eben Haden noch stand und mit Ashton am Reden war, doch da ist keiner. Einerseits bin ich froh, dass er nicht mitbekommt, wie Nikolay meine Hand nimmt und einen zarten Kuss draufplatziert und andererseits frage ich mich, wo er schon wieder ist. Und ich hoffe, dass er nichts Dummes macht. "Sie war schon immer ein Fan von dir und weißt du noch, damals als ich dich angerufen hatte, damit wir uns treffen können?", lacht Dad und ich glaube, er hat heute Abend schon etwas zu viel Sekt gehabt. "Ist das so?", Nikolay grinst mich an und ich merke, wie rot ich schon wieder werde. "Ja, aber irgendwie ist doch etwas mit dem Dreh dazwischen gekommen, aber das kann man ja nachholen." Nikolay zwinkert mir lächelnd zu, was ich erwiedere und ich schmelze wahrhaftig dahin. "Darf ich denn deinen Namen erfahren, Schönheit?" Bevor ich überhaupt meinen Mund öffnen kann, zerplatzt mein Traum, in dem ich mich gerade noch befand. Ich erkenne an seiner Stimme, dass er nicht für ein Kaffeekränzchen hier ist. Und dass genau, in dem Moment Cassie kommt und meinen Dad entführt, macht es nicht besser. Oh, nein. "AMY!" Ich spühre Haden's Präsenz neben mir und wie er seine Finger in meine Seite bohrt und mich so an sich zieht. Ich will mich etwas losreißen, doch keine Chance. Sein Griff ist zu fest. Er starrt Nikolay an, als würde er jeden Moment auf ihn springen und ich merke, dass er seinen Kiefer anspannt, da seine Ader an seiner Schläfe stark hervortritt. Normalerweise fände ich es süß, aber im Moment bin ich echt nur genervt und wütend. Erstens wegen dieser Einladungsscheiße mit Van, zweitens, weil er meinen, auch wenn nur kleinen Flirt mit Nikolay unterbrochen hat und drittens weil es gar keinen Grund für ein solches Auftreten besteht. Nikolay blickt von Haden zu mir und verweilt etwas an Haden's Griff um meine Hüfte. "Steel, richtig?" "Jonas, richtig?", kontert Haden und Nikolay fängt an zu lachen. Oh, mein Gott, ist das peinlich! Nikolay sieht Haden amüsiert an, der vor Wut kocht, was ich dank seines harten Griffes an meiner Hüfte spühre. Und ich hoffe, er hält sich unter Kontrolle. Auch wenn's mir schwerfällt, bevor Haden auf ihn losgehen kann und mich endgültig blamiert, sollte ich mich verabschieden. "Ich denke, wir sollten gehen", lächele ich an Nikolay gewandt, doch der hat wohl andere Pläne. "Aber ich wollte dich zu einem Tanz einladen, als Entschädigung für das nicht arrangierte Treffen." Oh, Gott, er schaufelt sich echt sein Grab. "Oder hattest du vor mit ihr zu tanzen?" Nikolay sieht Haden an, der sein Kiefer anspannt. Er schaut weg, als er antwortet. "Ich tanze nicht." Ich richte meinen Blick stur auf eine Serviette, die in der Nähe auf dem Boden liegt und versuche den Schmerz und Nikolay's Blick zu ignorieren. Ich tanze nicht. Warum? Warum kann er nicht etwas für mich tun? Mich einfach um einen Tanz bitten? Warum versuche ich ihm immer alles Recht zu machen und er mir nicht? Warum muss alles immer nach seiner Nase tanzen? Ich hole tief Luft und obwohl ich weiß, dass ich gerade einen Krieg beginne, befreie ich mich ruckartig aus Haden's Griff und greife nach Nikolays's Hand. "Aber ich will tanzen, als komm." Ich lächele Haden gespielt zu, der mich mit dunkelgrünen Augen und geballten Fäußten ansieht und ziehe den überraschten Nikolay auf die Tanzfläche. Ich spühre Haden's Todesblicke auf mir, jedoch drehe ich mich nicht noch einmal zu ihm um. Soll er doch machen, was er will. Ich bin Nikolay dankbar dafür, dass er keinen weiteren Kommentar über Haden verliert und bewege mich mit ihm im Takt der Musik. Er ist ein guter Tänzer und seien wir mal ehrlich, die Vostellung ist unmöglich: Haden auf der Tanzfläche! Als ob er tanzen könnte! Ja, ich bin echt genervt. Haden P.O.V. "Sind Sie sicher, dass Sie noch einen vertragen, ich meine, dass ist jetzt Ihr-" "Ja, man! Hör auf zu labern und bring mir noch'n Vodka!" Ich bin richtig angepisst und exe es einfach hinunter. Es ist mir scheißegal, dass ich mich in einer Villa unter vielen Prominenten betrinke und dass manche schon 2 Köpfe haben. Aber ich muss mich auf andere Gedanken bringen und das geht nur mit Alkohol. Sie tanzt einfach mit diesem schwulen Jonas?! Wa soll der Scheiß, verdammt nochmal! Am Liebsten würde ich ihm so richtig fett eine auf's Maul geben. Was findet sie an dem?! Und wie kann sie mich einfach so da stehenlassen?! "Hey, heute Abend schon etwas vor?" Ich sehe irgendeine Frau vor mir. Sie hat 4 Augen und ihr Haare sehen aus wie Schlangen. "Keine Interesse." Schnaubend macht sie sich davon. Ich weiß nicht mal, warum ich sie wegschicke. Mein Weib vergnügt sich mit jemand anderem, also dürfte ich das wohl auch, oder?! Aber dieses Mädchen gibt meinem Kopf keine f*****g Ruhe. Wäre Simon nicht hier, hätte ich ihm längst eine verpasst. Fuck, alter. Stöhnend greife ich nach dem neuen Glas vor mir. Plötzlich setzt sich Luke neben mich. "Na, Steel? An deiner Stelle würde ich heute Abend auch tief ins Glas blicken. Mir auch einen, bitte." Er sieht mich bemitleidend an. Eigentlich kann ich ihn gut leiden, doch ich habe gerade keinen Schimmer wovon er redet. Als er meinen fragenden Blick sieht, klopft er mir auf die Schulter. "Ich meine, sein Mädchen für heute Abend teilen zu müssen, muss hart sein." "Ich teile nichts mit niemanden." Mein Griff um das Glas wird fester. Er Nikolayt und sieht mich unglaubwürdig an. "Nimm's locker, Bruder. Es gibt tausend andere Weiber-" "Ich will sie", presse ich hervor. "Klar, klar, aber wenn sie dich nicht will, kannst du nichts machen. Ich meine, so wie sie sich der Öffentlichkeit zeigt, war sie ja nie ganz dein Typ und wenn er ihr mehr gefällt-" Ich versuche die Wut in mir zu unterdrücken und spühre wie meine Muskeln sich anspannen. Der Alkohol hilft mir nicht gerade. Überhören, Steel, überhören. "Vielleicht wollte sie ja das genau erreichen. Durch dich an ihn rankommen. Das sind Frauen, sie-" Ich merke, wie das Glas in meiner Hand in Scherben zerspringt. AMY P.O.V. "Danke, für den Tanz." Ich merke, wie ich rot werde. Oh, mein Gott, ich habe wirklich mit Nikolay Jonas getanzt! Er grinst mich an und gibt mir noch einen Kuss auf den Handrücken. "Es hat mich sehr gefreut, Amy. Ich wünschte, das Treffen hätte stattgefunden, ich meine, ich dachte, du wärst auch eine von vielen, die auf mich springen und meine damahligen Locken rausreißen vor Freude." Ich stimme mit in sein Lachen ein, breche aber ab, als ich sehe, wie Noah aufgeregt zu Zack, Lewis und Lou stürmt und ihnen etwas erzählt. An ihren Gesichtern erkenne ich, dass es nichts gutes ist, denn alle stehen sofort auf und hetzen hinein in die Villa. Ich unterbreche Nikolay, dem ich nicht mal richtig zugehört habe. "Tut mir Leid, ich sollte gehen." Er folgt meinem Blick. "Natürlich, könnte ich vielleicht dennoch deine Nummer bekommen?" Als ich sehe, wie auch Ashton reinhetzt, wird mir schlecht. "Ich muss wirklich los. Danke, trotzdem." Obwohl es total unverschähmt ist, lasse ich ihn da stehen und laufe in die Richtung, in die, die Jungs verschwunden sind. Auch wenn ich wütend auf ihn bin und mit einem anderen heißen Star getanzt habe, galten meine Gedanken nur diesem einen Lockenkopf. Haden. So sehr ich es auch hasse, so sehr liebe ich ihn.
Free reading for new users
Scan code to download app
Facebookexpand_more
  • author-avatar
    Writer
  • chap_listContents
  • likeADD