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1492 Words

Ich war direkt in die Arme der Jäger gerannt. Und die Falle war endgültig zugeschnappt. Das Kleid war wunderschön und zugleich eine Lüge. Ich stand vor dem raumhohen Spiegel in der Penthouse-Suite und starrte eine Fremde an. Seraphina hatte das Kleid aus ihrer Reisegarderobe geholt … ein bodenlanges, schimmerndes Seidenkleid, das sich wie flüssiges Quecksilber um meine Füße legte. Es war rückenfrei, der Ausschnitt gefährlich tief und schmiegt sich mit beängstigender Präzision an jede Kurve meines Körpers. Es war die Art von Kleid, die Reichtum ausstrahlte und sagte: „Ich gehöre hierher.“ Doch meine Hände, die aus den Seidenmanschetten ragten, waren rot und rissig von der Kälte. Meine Fingernägel waren kurz und unlackiert. Meine Augen, die mich aus dem Spiegel anstarrten, waren weit

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