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1349 Words

Der Sonntagmorgen brach nicht an; er traf mich wie ein blauer Fleck. Ich schreckte auf und stieß einen Schrei aus … mein Herz hämmerte wild und unregelmäßig gegen meine Rippen. Die Bettlaken waren um meine Beine gewickelt, feucht von kaltem Schweiß. Einen Moment lang wusste ich nicht, wo ich war. Das Zimmer war zu still, die Luft zu steif. Dann berührte ich meinen Hals, um den Obsidianwolf darin zu spüren … Er pulsierte nicht mehr wie letzte Nacht, als ich die Tagebücher gelesen hatte, sondern war kalt und leblos. Ich setzte mich auf und rieb mir das Gesicht. „Nur ein Mensch“, flüsterte ich und wiederholte die Lüge, die ich meinem Spiegelbild letzte Nacht erzählt hatte. „Ganz normal.“ Doch als ich den Stapel Stiefel vor meinem Kleiderschrank sah … hinter dem die Schachtel mit der A

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