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Der Preis des Besitzes

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Für die Welt ist Elias Thorne ein Geist – der rücksichtslose CEO eines globalen Söldnerimperiums, das mit Blei und Blut handelt. Für Clara Vance ist er der Mann, der ihr Leben gekauft hat, um die Spielschulden ihres Vaters zu begleichen. Der Vertrag ist einfach: Sie stellt ihm einen Erben und ein gepflegtes öffentliches Image zur Verfügung, und ihre Familie bleibt am Leben.Elias ist ein Mann mit unstillbarem Appetit und null Gefühlen. Er glaubt nicht an Liebe; er glaubt an Disziplin und Dominanz. Er verbringt seine Nächte damit, sie mit einer ursprünglichen Intensität zu beanspruchen, die die Grenzen zwischen Hass und Bedürfnis verwischt, aber sein Herz bleibt eine gefrorene Einöde. Clara ist entschlossen, sein Bett zu überleben, ohne ihre Seele zu verlieren, doch als sie das Trauma hinter seinen kalten Augen aufdeckt, wird ihr klar, dass das Gefährlichste an Elias Thorne nicht seine Gewalt ist, sondern die Sucht, die er nach der einen Frau entwickelt, von der er geschworen hat, dass er sie niemals lieben würde.

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Kapitel Eins
Die Seidenlaken waren das Einzige im Raum, das sich nicht wie eine Waffe anfühlte. Sie waren anthrazitgrau und fühlten sich kalt auf Claras Haut an, ein starker Kontrast zur strahlenden Hitze des Mannes, der über ihr aufragte. Elias Thorne hat nichts langsam gemacht. Er glaubte nicht an den Luxus der Zeit; er glaubte an die Effizienz der Eroberung. Er bewegte sich mit der geübten, räuberischen Anmut eines Mannes, der fünfzehn Jahre damit verbracht hatte, Abzüge zu betätigen und Leben zu vermitteln. Seine schwieligen und schweren Hände hielten Claras Handgelenke über ihrem Kopf fest, sein Griff war eine stille Erinnerung an die Machtdynamik, die er seit dem Moment, als die Tinte auf ihrem Ehevertrag trocknete, durchgesetzt hatte. „Schau mich an, Clara“, befahl er, seine Stimme war eine tiefe, raue Vibration, die sich tief in ihren Knochen festsetzte. Sie gehorchte. Sie gehorchte immer. Seine Augen waren wie Feuerstein – hart, grau und völlig ohne Wärme. Nach seiner dreitägigen Operation in Prag gab es kein „Du hast mir gefehlt“. Es gab kein „Wie geht es dir?“ Es gab nur eines: das ursprüngliche, dringende Bedürfnis, das zurückzugewinnen, was er besaß. Die Luft im Schlafzimmer war d**k und schwer vom Duft seines teuren Eau de Cologne – Sandelholz und Schießpulver – und dem Moschus eines Mannes, der an seine körperlichen Grenzen gebracht worden war. Er nahm, was er wollte, mit unersättlicher Intensität, seine Bewegungen waren rhythmisch und fordernd. Jede Berührung war eine Geltendmachung seiner Rechte. Er küsste sie nicht zärtlich; Er schmeckte sie wie ein Mann, der am Verhungern ist, seine Zähne streiften die empfindliche Haut ihres Halses, bis sie einen keuchenden Keuchen ausstieß. Für Elias war das keine Liebe. Es war eine Entladung. Nur so wusste er, wie er die Geister der Männer zum Schweigen bringen konnte, die er in dieser Woche getötet hatte. Er nutzte ihren Körper als Zufluchtsort und Ventil, sein Verlangen war hoch und unerbittlich und trieb sie zu einem Abgrund der Empfindungen, der sie für ein paar fieberhafte Minuten vergessen ließ, dass sie den Boden, auf dem er ging, hasste. Als die hektische Hitze des Augenblicks zunahm, gruben sich Claras Finger in die Muskeln seiner Schultern. Sie hasste sich selbst für die Art und Weise, wie ihr Körper sie verriet, für die Art, wie sie sich ihm näherte und genau die Reibung suchte, die sie an diesen vergoldeten Käfig fesselte. Elias stieß ein leises, kehliges Knurren aus, sein Tempo beschleunigte sich zu etwas Verzweifeltem und Dunklem, bis sich die Welt in einen Wirbel aus scharfen Atemzügen und angespannten Muskeln auflöste. Die darauf folgende Stille war lauter als der Lärm. Elias rollte sofort von ihr herunter. Der Übergang vom intimsten Akt, der möglich war, zur völligen emotionalen Isolation war ein Schleudertrauma, an das sich Clara nie gewöhnt hatte. Er stand auf, seine große, narbige Gestalt zeichnete sich als Silhouette vor den raumhohen Fenstern ihrer Schweizer Festung ab. Er blickte sie nicht an. Er griff nach seinem Seidengewand und band es mit einem scharfen, entschlossenen Ruck zu. „Das Auto wird um sechs Uhr morgens fertig sein“, sagte er, seine Stimme hatte wieder ihren professionellen, eisigen Glanz angenommen. „Sie haben eine Wohltätigkeitsgala in Zürich. Versuchen Sie, weniger wie ein Opfer, sondern eher wie ein Thorne auszusehen.“ Clara setzte sich auf und zog die Bettdecke an ihre Brust. Die postkoitale Kälte setzte ein. „Bin das alles, was ich für dich bin, Elias? Eine Requisite für dein Image und ein Ort, an dem du dein Adrenalin ablassen kannst?“ Elias drehte sich leicht um, sein Profil war scharf genug, um zu schneiden. „Wir haben die Konditionen besprochen, Clara. Du wolltest deinen Vater aus diesem Loch in Macao herausholen. Das emotionale Gewicht seiner Worte traf sie härter als jeder körperliche Schlag. Es war derselbe Kreislauf: Er würde sie mit einem Verlangen, das sich wie Besessenheit anfühlte, bei lebendigem Leibe verbrennen und sie dann mit Grausamkeit einfrierendas fühlte sich wie Sport an. Sie sah ihn an – sah ihn wirklich an – und sah den hohlen Mann, den sie geheiratet hatte. Sie fragte sich, ob noch etwas in ihm steckte oder ob er nur noch eine Rüstung voller Schatten war. „Ich bin kein Requisit“, flüsterte sie, ihre Stimme zitterte vor einer Mischung aus erschöpfter Leidenschaft und wachsender Wut. „Ich bin ein Mensch. Ich hatte ein Leben, bevor du dich entschieden hast, mich zu kaufen.“ „Du hattest Schulden“, korrigierte er kalt. „Jetzt haben Sie einen Meister. Lernen Sie den Unterschied und Ihr Leben wird viel ruhiger. “ Er ging zur Tür, seine Gedanken schienen bereits meilenweit entfernt zu sein, wahrscheinlich wieder bei der Logistik seines Söldnerimperiums. Er griff nach der Klinke, hielt jedoch inne, als ein scharfer elektronischer Glockenschlag durch den Raum hallte. Es war sein privates Terminal – das mit einem dreischichtigen militärischen Code verschlüsselt war. Elias runzelte die Stirn. Er bekam auf dieser Leitung nur selten Pings, es sei denn, es handelte sich um einen Notfall der Klasse A. Er tippte auf den Bildschirm und sein Gesicht verdunkelte sich, als er den entschlüsselten Text las. Clara beobachtete ihn, ihr Herz hämmerte gegen ihre Rippen. Sie sah, wie sich sein Kiefer zusammenzog und wie eine Ader an seiner Schläfe hervortrat. Er blickte sie an und zum ersten Mal seit Monaten sah sie etwas anderes als kalte Gleichgültigkeit in seinen Augen. Es war ein Aufflackern echten, unverfälschten Schocks. "Was ist das?" fragte sie und rutschte zur Bettkante. Elias antwortete lange nicht. Er schaute auf den Bildschirm, dann zurück zu Clara, sein Griff um den Türrahmen wurde fester, bis seine Knöchel weiß wurden. „Dein Bruder“, sagte Elias, seine Stimme war kaum ein Flüstern. „Derjenige, den wir bei der Razzia in Jakarta vor zwei Jahren für tot gehalten haben.“ Clara hörte auf zu atmen. „Julian? Was ist mit ihm?“ Elias drehte den Bildschirm zu ihr. Es handelte sich um ein körniges Wärmebildfoto aus einer Sicherheitsübertragung in einem Geheimgefängnis. Der Mann auf dem Foto war hager, bärtig und voller Narben, aber der Trotz in seinen Augen war unverkennbar. „Er ist nicht gestorben“, sagte Elias und seine Stimme sank auf eine gefährlich tiefe Oktave. „Und laut diesem Bericht ist er derjenige, der gerade einen Anschlag auf mein Leben genehmigt hat. “ Der Raum wurde eiskalt. Clara starrte auf den Geist ihres Bruders, dann auf den Mann, mit dem sie gerade ihren Körper geteilt hatte – den Mann, den ihr Bruder nun zu töten versuchte. „Elias…“, begann sie, aber er bewegte sich bereits und sein Blick richtete sich wieder auf den tödlichen Fokus eines Kommandanten. „Zieh dich an“, fauchte er, der flüchtige Moment der Verbindung schlug zu wie ein Tresor. „Und halte dich von den Fenstern fern. Der Vertrag hat sich gerade geändert, Clara. Dein Bruder ist kein Geist mehr – er ist ein Ziel.“

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