Ich hatte längst aufgehört zu zählen, wie viele Stunden ich schon aus Brandon’s Wohnzimmerfenster gestarrt hatte. Die Dächer gegenüber, der gleichmäßige Strom des Londoner Verkehrs, das gedämpfte Grau des Himmels – irgendwann verschwamm alles zu einem einzigen Bild. Aber hier war es sicherer, das wusste ich. Sicherer, als mich irgendwo sonst blicken zu lassen. Jeden Morgen verließ er die Wohnung mit dieser stillen Entschlossenheit, die er wie ein Schild trug, und jeden Abend kam er zurück mit Gerüchten, Halbsätzen und Bruchstücken des täglichen Chaos. Der Betrug meiner Eltern war explodiert, offen für alle, und die Stadt summte von nichts anderem. „Sie haben die Konten eingefroren“, sagte er am nächsten Abend, warf seine Krawatte mit einem Seufzer aufs Sofa. „Interpol ist jetzt eingesch

