57.

1429 Words

Kapitel 57: Die Schwelle der Erkenntnis Die ersten Sonnenstrahlen brachen zaghaft durch den dichten Nebel, der über dem verfallenen Anwesen hing. Es war ein kühler Morgen, an dem sich die Welt zwischen Traum und Realität zu befinden schien. Anna stand am zerbrochenen Fenster der alten Kapelle, die letzten Worte des Buches – das Grimoire – noch immer in ihrem Geist nachhallend. Der Raum roch nach feuchtem Moder und verbranntem Papier, doch in dieser trostlosen Umgebung lag ein Funke Hoffnung, ein Versprechen auf Erlösung oder zumindest Klarheit. „Anna, bist du wach?“ „Ja, ich … ich bin hier.“ Simons Stimme war noch immer leise, beinahe unsicher. Er trat vorsichtig hinter sie und legte seine Hand sanft auf ihre Schulter. Sein Blick war müde, und die Risse in seinem Gesicht verrieten die

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