9.

940 Words

Die Tage nach unserem Ausflug in den Wald vergingen schnell. Der Schnee schmolz langsam in der Wintersonne, und das Dorf begann sich auf das bevorstehende Frühlingsfest vorzubereiten. Überall hingen Lichterketten, und es duftete nach frisch gebackenen Brötchen und Tannenzweigen. Simon war weiterhin fast täglich bei uns. Er half Lily mit ihren Schulaufgaben, baute mit ihr einen Vogelhäuschen-Bausatz zusammen und war immer zur Stelle, wenn sie eine helfende Hand brauchte. Ich bemerkte, wie sehr sie ihn in ihr kleines Universum aufgenommen hatte, und das machte mir einerseits Angst, andererseits wärmte es mein Herz. Eines Abends, als Lily bereits schlief und ich in der Küche abwusch, kam Simon herein. Er lehnte sich gegen den Türrahmen und beobachtete mich, ohne etwas zu sagen. „Was ist?“

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