Kapitel achtundzwanzig: Therapeut

1207 Words

Amelias Sicht Marcus ging nicht ran. Der Klingelton lief durch – hohl, endlos, unpersönlich –, bevor er in Stille verstummte. Kein Klicken. Keine Stimme. Nur das kraftlose Ende eines Versuchs. Ich nahm das Handy langsam vom Ohr. Die Wohnung war wieder zu still. Ich starrte auf seinen Namen auf dem Display, als könnte allein der Druck eine Reaktion hervorrufen. „Okay, rufen wir nochmal an“, seufzte ich. Ich tat es. Diesmal ging es direkt auf die Mailbox. „Hey, hier ist Marcus. Hinterlassen Sie eine Nachricht.“ Die Aufnahme brach ab. Ich konnte nichts hinterlassen. Mein Daumen schwebte, dann glitt er durch die Kontaktliste. Nancy. Ich zögerte diesmal länger. Früher riefen sie ohne nachzudenken an. Dreimal klingeln, Gelächter schon vor dem „Hallo“. Jetzt fühlte sich meine Brust schon

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