bc

Der Alpha, der mich gerettet hat

book_age4+
0
FOLLOW
1K
READ
dark
forbidden
reincarnation/transmigration
family
HE
system
fated
second chance
shifter
badboy
kickass heroine
drama
bold
werewolves
detective
mythology
pack
cheating
disappearance
rejected
love at the first sight
addiction
assistant
like
intro-logo
Blurb

Sie sollte eigentlich keine Hilfe brauchen. Drei Monate lang hat Mara sich selbst eingeredet, dass alles in Ordnung ist. Die Schlösser sind ausgetauscht. Die Nummer ist gesperrt. Die blauen Flecken verblassen. Sie kommt zurecht – zumindest redet sie sich das ein, wenn sie nachts viermal den Riegel kontrolliert und trotzdem nicht schlafen kann.

Dann findet Daniel sie trotzdem. Auf einer regennassen Straße, um elf Uhr abends, ohne Ausweg, hält ein schwarzer SUV neben ihr. Ein Mann, den sie noch nie gesehen hat, steigt aus und stellt sich zwischen sie und alles, vor dem sie geflohen ist. Er stellt keine Fragen. Er macht keine Versprechungen. Er steht einfach nur da – ruhig, unbeweglich und beängstigend gelassen – und sagt zwei Worte, die alles verändern. „Steig ein.“ Damien Cole kümmert sich nicht um persönliche Angelegenheiten. Er kümmert sich um Schutz. Fünfzehn Jahre Militärdienst und private Auftragsarbeit haben ihm genau gezeigt, wie er Menschen beschützt und wie er sich selbst davon abhält, sich um sie zu kümmern. Dafür hat er Regeln. Dafür hat er Systeme. Er hat ein sauberes, spärlich eingerichtetes Versteck im Osten der Stadt und eine professionelle Distanz, die er noch nie jemandem unterbrechen ließ.

Dann hält er im Regen in der Birch Street und hört einen Mann vierzehn Mal den Namen einer Frau rufen.

Er hat mitgezählt.

Jetzt lebt Mara in seinem Haus, zeichnet still ihre Bilder, stellt ihm behutsame Fragen und reißt jede Mauer ein, die er um sich errichtet hat, ganz mühelos. Und Damien tut das Einzige, was er fünfzehn Jahre lang unbedingt vermeiden wollte.

Er beginnt, Gefühle zu entwickeln.

Aber Daniel ist noch nicht fertig. Und sich um jemanden zu sorgen, weiß Damien besser als die meisten, ist nichts anderes als etwas zu verlieren. „Der Alpha, der mich rettete“ ist eine sich langsam entwickelnde, moderne Liebesgeschichte über zwei Menschen, die sich beide auf unterschiedliche Weise in ihrem eigenen Leben verstecken – und darüber, was passiert, wenn die Welt zu klein wird, um sich noch länger zu verstecken. Es ist eine Geschichte über die Kosten des Schweigens, den Mut zum Neuanfang und die beängstigende, aber notwendige Arbeit, sich jemandem zu öffnen, nachdem man sich jahrelang unsichtbar gemacht hat.

Die Rettungsaktion findet im ersten Kapitel statt.

Alles danach ist die eigentliche Geschichte.

chap-preview
Free preview
Die Nacht, in der alles zerbrach-1a
Der Regen kümmert sich nicht darum, dass ich blute. Er prasselt kalt und schwer herab, durchnässt meine Jacke, klebt mir die Haare platt ins Gesicht und rinnt mir in kleinen Rinnsalen den Nacken hinunter. Meine Turnschuhe sind schon ruiniert – ich spüre, wie das Wasser bei jedem Schritt zwischen meinen Zehen quillt –, aber ich bleibe nicht stehen. Ich kann nicht stehen bleiben. Anhalten hieße, mich umzudrehen. Umdrehen hieße, zu sehen, wie nah er ist. Und ich weiß schon, dass er nah ist. Ich kann ihn hören. „Mara.“ Seine Stimme durchdringt den Regen, als gehöre er ihm. Als gehöre ihm alles, sogar der Klang meines Namens. „Mara, tu das nicht.“ *Tu das nicht.* Als ob ich etwas falsch gemacht hätte. Als wäre ich das Problem hier, renne ich um elf Uhr abends durch die Straße, meine linke Wange pocht, mein Herz hämmert so heftig gegen meine Rippen, dass ich es im Hals spüre. Das haben mir die vier Jahre mit Daniel beigebracht – dass, wenn etwas nicht stimmte, es irgendwie immer an mir lag. Ich biege in die Birch Street ein und verhakte mich mit dem Fuß an der Kante eines kaputten Gullydeckels. Ich stürze hart – mit dem Knie zuerst auf dem nassen Asphalt, beide Hände schrammen über den Boden, der Inhalt meiner Tasche ergießt sich in einer kleinen, traurigen Explosion nach vorn. Lippenbalsam. Ein Bleistift. Mein Skizzenbuch, aufgeschlagen und den Regen aufsaugend, als wäre es durstig. „Nein –“ Ich greife zuerst danach. Ich denke gar nicht nach, ich schnappe mir einfach das Skizzenbuch, ziehe es an meine Brust und rappele mich auf. Mein Knie schmerzt. Meine Hände brennen. Ich sehe sie nicht an. „Da bist du ja.“ Ich drehe mich langsam um. Nicht, weil ich es will. Weil mein Körper mir schon sagt, dass es keinen Sinn mehr hat zu rennen. Er steht drei Meter entfernt im orangefarbenen Licht einer Straßenlaterne, die Hände locker an den Seiten, den Kopf in dieser typischen, geduldigen, fast sanften Haltung geneigt – eine Haltung, die mir früher Sicherheit gab und mir jetzt ein flaues Gefühl im Magen bereitet. Daniel ist gutaussehend. Das war schon immer das Problem. Er hat dieses Gesicht, das sofort Vertrauen weckt, mit seinen klaren Gesichtszügen und dem gewinnenden Lächeln, und genau dieses Gesicht setzt er jetzt ein – sanfte Augen, ein leicht verletzter Ausdruck, die Fassade eines Mannes, der einfach nur reden will. „Du bist gestürzt“, sagt er und nickt auf mein Knie. „Mir geht’s gut.“ „Dir geht’s nicht gut, du bist klatschnass und blutest.“ Er macht einen Schritt auf mich zu. „Lass mich mal sehen.“ „Lass es.“ Das Wort klingt härter, als ich es beabsichtigt hatte. Eher wie eine Mauer als eine Bitte. Er bleibt stehen. Etwas verändert sich hinter seinen Augen – nur für einen Augenblick, nur ein kurzes Aufblitzen – und ich sehe es. Das, was sich hinter dem sanften Gesicht verbirgt. Das, was ich mir zwei Jahre lang eingeredet habe, ich würde es mir nur einbilden. „Ich will nur reden“, sagt er. „Mehr verlange ich nicht. Fünf Minuten.“ „Das hast du vor meiner Wohnung gesagt, und dann hast du …“ Meine Stimme bricht. Ich hasse es, dass sie bricht. Ich presse die Lippen zusammen und versuche es erneut. „Ich will nicht mit dir reden, Daniel.“ „Das meinst du nicht so.“ „Doch.“ „Du bist aufgebracht.“ Er macht einen Schritt weiter. „Du sagst immer Dinge, die du nicht so meinst, wenn du aufgebracht bist, und dann gibt es morgen …“ „Es gibt kein Morgen.“ Meine Stimme zittert jetzt, und ich kann sie nicht mehr unterdrücken. „Es ist aus. Seit drei Monaten. Lass mich in Ruhe.“ Er lacht. Es ist ein leises, schreckliches Lachen. „Dich in Ruhe lassen.“ Er sagt es, als wäre es das Lustigste, was er die ganze Woche gehört hat. „Mara. Schatz. Du meinst doch nicht etwa …“ „Sie hat gesagt, lass sie in Ruhe.“ Die Stimme kommt von hinten. Leise. Monoton. Nicht ein bisschen lauter, ohne jegliche Betonung – einfach eine Tatsache, die wie ein Stein ins Wasser fällt, mitten in den Regen. Ich drehe mich um. Ein schwarzer SUV steht am Bordstein, den ich nicht hatte anhalten hören. Die Fahrertür ist offen. Ein Mann steht im Spalt zwischen Tür und Auto und sieht Daniel mit einer Art von Stille an, die sich gar nicht wie Stille anfühlt. Es wirkt, als würde etwas ganz bewusst festgehalten. Wie der Moment, bevor eine Tür zuschlägt.

editor-pick
Dreame-Editor's pick

bc

Der verratene Hybrid: Die Rache

read
1K
bc

DER FLUCH DES ALPHAS: DIE LETZTE LUNA, DIE NOCH STEHT.

read
1K
bc

Vermählt mit dem Lykanerkönig

read
1.4K
bc

Die verfluchte Braut des dunklen Alphas

read
1.2K
bc

Der Alpha Will Mich

read
5.2K
bc

Die Saga des bösartigen Alphas: ZWISCHEN KRONE UND HERZ

read
1K
bc

Versklavt vom Alpha

read
4.1K

Scan code to download app

download_iosApp Store
google icon
Google Play
Facebook