Kapitel 22: Opfer und Vergeltung

1779 Words

Eine tiefe Ruhe erfüllte Avernus, während er der Witterung durch den dunklen Wald folgte. Die Bäume verschwammen in seiner Geschwindigkeit, flogen wie Schatten an ihm vorbei, und der Nachtwind zerzauste sein dichtes Fell. Dies war seine Welt – sie verlieh ihm die Art von Selbstvertrauen, die nur ein Jäger besaß, der sich seiner Fähigkeiten völlig sicher war. Doch diese Nacht war anders. Die Beute würde keine Beute sein. Sein Lauf beschleunigte sich, als er die Hütte erspähte. Mayas Geruch lag wie ein unsichtbarer Schleier über dem Ort, ein Duft, der ihn fast ehrfürchtig innehalten ließ. Die Luft über der Hütte schien zu flimmern, von einem heiligen Licht durchdrungen – oder war es nur seine eigene verzerrte Wut? Hinter dem Fenster erkannte er drei Schemen, die sich langsam durch den Raum

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