Die Luft war schwer vor Anspannung, als Aria auf dem Kamm stand und die feindliche Armee unten wie eine kurz davor stehende Flut anschwellen sah. Die Fackeln brannten rot gegen die Nacht und warfen flackernde Schatten über knurrende Wölfe und dunkel gewandete Gestalten. Maras Präsenz hing wie Gift in der Luft. „Sie greifen noch nicht an“, sagte Caleb neben ihr, seine Stimme leise. „Sie warten.“ „Sie warten darauf, dass der Blutmond steigt“, sagte Solene düster. „Wenn er seinen Höhepunkt erreicht, wird ihre Macht am stärksten sein.“ Elena trat an die andere Seite von Aria. Ihre silbernen Augen spiegelten das Mondlicht, noch immer gezeichnet, aber klar. „Dann haben wir bis zum Mondhöhepunkt Zeit, uns vorzubereiten.“ Aria ballte die Fäuste. Ihr Geisterwolf regte sich in ihr, ein Lichtpuls

