Die Wahrheit tut weh

1170 Words

Aria starrte mit zitternden Händen auf die verschlossene Schublade im Arbeitszimmer ihres Vaters. Das Mondlicht, das durch das schmutzige Fenster fiel, ließ alles wie aus Geistern gemacht erscheinen. Sie gehörte nicht hierher. Markus würde sehr wütend sein, wenn er sie beim Durchwühlen seiner persönlichen Sachen erwischte. Aber sie brauchte Antworten. Die Träume von Elena wurden schlimmer – jede Nacht sah sie das Gesicht ihrer Schwester unter dunklem, wirbelndem Wasser, hörte ihre Schreie immer wieder in ihrem Kopf. Dieser schreckliche Tag vor zehn Jahren war auf keine Weise richtig gewesen. Die Schublade ließ sich nicht bewegen. Aria griff sich einen Brieföffner vom Schreibtisch und setzte ihn in das Schloss. Nach mehreren Versuchen gab es schließlich nach. Drinnen lagen vergilbte Papi

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