Wenn Wölfe weinen

1319 Words

Die Welt war zu still. Zu leise. Zu falsch. Aria hatte sich nicht vom Ritualkreis gerührt. Die Blutflecken auf dem Stein waren nicht verblasst, und der Geruch von verbrannter Magie hing noch immer in der Luft. Ihre Knie waren von zu langem Knien blau, ihr Hals wund vom Schreien von Calebs Namen. Doch er war nicht zurückgekommen. Er war in den einstürzenden Kreis gesprungen, um Mara aufzuhalten. Um sie zu schützen. Um Elena zu retten. Und nun war er fort. Elena lebte – knapp – und ruhte im Heiligtum unter Solenes wachsamen Augen. Mara war mit Caleb verschwunden, ins Geisterreich gerissen, als das Ritual zurückschlug. Aber das alles spielte für Aria keine Rolle. Die Bindung, die einst zwischen ihr und Caleb summte, war nun still. Nicht zerrissen – aber entfernt. Dünn. Wie ein Atemzu

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