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VERKAUFT AN DEN MILLIARDÄR-TEUFEL

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Blurb

„Wem gehörst du, Püppchen?“, seine heisere Stimme verschmolz mit der dichten, sinnlichen Luft. Hilflos bäumte ich mich auf, als seine Handfläche auf meine Haut traf; das scharfe Brennen schickte einen Schauer durch meine Wirbelsäule.

„Antworte mir, kleines Püppchen.“ Ein weiterer Schlag. Ein gebrochener Schrei entglitt meinen zitternden Lippen.

„Bitte, ich...“

„Antworte. Mir.“

Der Befehl kam mit einem weiteren festen und unerbittlichen Schlag.

„Ich... Ihnen“, brachte ich hervor, meine Stimme bebte. „Ich gehöre Ihnen... Master.“

Seine Finger lockerten sich um meine Kehle, und ein langsames, gefährliches Lächeln umspielte seine Lippen. „Gut.“ Sein Blick glitt über den dünnen Stoff, der an meinem Körper klebte – dunkel und besitzergreifend. „Jetzt leg dich auf mein Bett... und beweise es.“

Ich wurde totenblass.

~~~~~

Alessandra hatte ihr ganzes Leben damit verbracht, für Sünden zu bezahlen, die niemals die ihren waren – Schulden ihres gewalttätigen, alkoholsüchtigen Vaters. Gerade als sie dachte, das Schicksal hätte seinen Tiefpunkt erreicht, klopfte der Teufel an die Tür.

Er war kein Mann, mit dem man verhandelte. Er war eine Schuld, die weder mit Geld noch mit Worten oder Tränen jemals beglichen werden konnte.

Von ihrem eigenen Vater verkauft, findet sich Alessandra in einem goldenen Käfig wieder, gebunden an ein Monster, das sie fürchten sollte... und nach dem sie sich dennoch verzehrt.

Er ist die Dunkelheit. Sie ist sein Besitz; etwas, das man bricht, formt und für sich beansprucht.

Und je tiefer er sie in seine Hölle zieht,

desto mehr will sie mit ihm verbrennen.

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KAPITEL1
ALESSANDRA Heute war der Tag, von dem jeder arbeitende Bürger träumte. Es war Zahltag, und eigentlich sollte ich glücklich sein. Endlich verdiente ich genug, um damit zu beginnen, den Berg an Schulden abzutragen, der mich lebendig zu begraben drohte. Ich kam der Freiheit ein Stück näher – der Freiheit von der erstickenden Last der Krankenhausrechnungen, Nebenkosten und der dubiosen Schulden, die mein Vater in meinem Namen angehäuft hatte, noch bevor ich alt genug war, um einen Scheck zu unterschreiben. Ich starrte mein Spiegelbild im fleckigen Badezimmerspiegel an. Ich sah aus wie der Geist des Mädchens, das ich einmal gewesen war. Meine Augen waren eingefallen, meine Augenbrauen spärlich, und meine Wangenknochen wirkten scharf genug, um Papier zu schneiden. An einem guten Tag, wie heute, sah ich lediglich erschöpft aus. An schlechten Tagen konnte der Puder das melierte Lila der geprellten Haut oder den Riss in meiner Lippe, der einfach nicht heilen wollte, nicht verbergen. Ich holte zittrig Atem und strich meine Schürze glatt. Nicht heute. Heute keine Zusammenbrüche. Ich musste drei Schichten überstehen, und zu Hause wartete ein Vater auf seinen „Anteil“. Ich warf einen Blick auf die fettverschmierte Uhr: 14:05 Uhr. „Ales! Tisch neun stirbt vor Durst! Beweg dich!“ Ich wurde in die Realität zurückgerissen. Die Bar war ein feuchter, lauter Käfig aus klirrendem Glas und abgestandenem Schweiß. Hier zu arbeiten, hatte nichts mit dem filmischen Glanz zu tun; es war eine langsame Erosion der Seele. Es war ein Kreislauf aus dem Schlichten von Schlägereien, dem Ertragen der gaffenden Blicke von Männern, die glaubten, ein Trinkgeld erkaufe ein Stück von mir, und dem Ausweichen vor wandernden Händen. Letzte Woche hatte ich eine Bierflasche auf dem Kopf eines Mannes zertrümmert, weil er mich bei den Fässern in die Enge getrieben hatte. Mein Chef, ein Mann, der Moral in Centbeträgen maß, war „verständnisvoll“ genug gewesen, mich nicht zu feuern – vorausgesetzt, ich akzeptierte einen saftigen Abzug von meinem Gehalt für den „Inventurverlust“. Ich balancierte das schwere Tablett mit Whiskey und fettigem Hähnchen und schlängelte mich durch die überfüllten Tische. Es war viel zu früh, um schon so betrunken zu sein, aber für die Stammgäste im The Rusty Anchor war Zeit nur eine Empfehlung. Ich beendete die Auslieferung und zog mich in die Küche zurück, wo die Luft d**k vom Geruch alten Frittieröls war. „Ales, bedien Tisch sieben und vier, bevor du ausstempelst“, bellte der Manager, ohne von seinem Klemmbrett aufzusehen. „Meine Schicht endet in zehn Minuten“, protestierte ich mit heiserer Stimme. „Ich muss quer durch die Stadt zu meinem nächsten Job.“ Er zeigte nur mit dem Finger auf die Bestellungen. Ich biss mir so fest auf die Zunge, dass ich Kupfer schmeckte. Tisch sieben bediente ich mit roboterhafter Effizienz, aber die Bestellung von Tisch vier – ein Steak und zwei doppelte Bourbons – schien eine Ewigkeit zu dauern. 14:15 Uhr. Panik begann unter meiner Haut zu jucken. Verspätung bei meinem zweiten Job bedeutete eine Lohnkürzung, die ich mir nicht leisten konnte. „Kann jemand die Vier übernehmen?“, fragte ich die Köche. Sie starrten mich mit Augen voller kalter Boshaftigkeit an. Für sie war ich der „Liebling“, weil ich die meisten Stunden arbeitete, obwohl ich nur versuchte, den Kopf über Wasser zu halten. „Die Bestellung ist fertig“, flüsterte Quinn und schob mir den Teller zu. Sie war die Einzige, die mich nicht ansah, als wäre ich ein Streikbrecher. „Geh. Beeil dich.“ Ich griff nach dem Tablett und wirbelte herum, doch als ich durch die Schwingtüren zurück in die Bar trat, hatte sich die Atmosphäre verändert. Das Gebrüll der Menge war zu einem leisen, zackigen Murmeln abgefallen. Die Luft fühlte sich schwer an, geladen mit der Art von Statik, die einem Blitzeinschlag vorausgeht. Die Leute lehnten sich von der hinteren Ecke des Raumes weg, ihre Blicke klebten an einer einzigen Gestalt, die in Schatten gehüllt war. Mein innerer Alarm schrillte, aber mir lief die Zeit davon. Ich steuerte auf Tisch vier zu. Der Mann, der dort wartete, war ein Berg von einem Menschen, seine Haut bedeckt mit verblassten Tätowierungen aus schwarzer Tinte, die wie Ranken seinen Hals hinaufkrochen. Sein kahler Kopf reflektierte das grelle Neonlicht, während er mich beobachtete. Sein Blick wanderte an meinem Körper hinunter und verharrte auf dem Saum meines Uniformkleides mit einem Hunger, bei dem sich mir der Magen umdrehte. Ich stellte den Bourbon ab, meine Hände zitterten. „Hab keine Angst, Süße“, lallte er, sein Atem roch nach billigem Tabak und Fäulnis. „Ich tu dir nicht weh. Nicht viel.“ Er lehnte sich zurück, seine Augen verschlangen die Länge meiner Beine. Ich hasste dieses Kleid. Ich hasste die Art, wie es an mir klebte. Aber vor allem hasste ich die Notwendigkeit davon. „Was macht so ein hübsches Ding wie du in einer Absteige wie dieser?“ Er streckte die Hand aus, sein Arm schwang in einem langsamen, bedächtigen Bogen auf mich zu. Ich zuckte zusammen und schloss die Augen. Ich wappnete mich für das vertraute Brennen einer Handfläche auf meiner Haut, die demütigende Hitze der Berührung eines Fremden. Doch die Berührung kam nie. Ein widerliches Knacken hallte durch die Bar, gefolgt von einem Brüllen vor Schmerz. Ich öffnete die Augen. Der Riese am Tisch war zusammengesackt, sein Gesicht zu einer Maske aus purem Entsetzen verzerrt. Jemand hatte seinen Arm abgefangen. Ich blickte auf – und mir stockte der Atem. Er war ein Titan. Gekleidet in einen anthrazitfarbenen Anzug, der mehr gekostet haben musste als das Haus meines Vaters, stand er da, mindestens 1,90 Meter groß. Sein dunkles Haar war perfekt gestylt, bis auf eine rebellische Locke, die über eine Stirn fiel, welche in kaltem, mörderischem Zorn gefaltet war. Seine Augen waren nicht menschlich; sie hatten die Farbe eines Wintermeeres – sturmgrau und eiskalt. Er verdrehte das Handgelenk des Belästigers um einen weiteren Zentimeter. Das Geräusch von brechenden Knochen war ekelerregend deutlich zu hören. „Scheiße! Mann, hör auf! Es tut mir leid!“, schrie der Mann. Der Fremde sah den Mann nicht an. Er sah mich an, seinen Kiefer so fest zusammengepresst, dass ich dachte, seine Zähne könnten zersplittern. Er ließ den Arm des Mannes los, als wäre er Abfall. „Fass noch einmal an, was mir gehört“, die Stimme des Fremden war ein tiefes, vibrierendes Knurren, das in meiner Brust widerhallte, „und ich ziehe dir die Haut von den Fingern, während du noch wach genug bist, um dabei zuzusehen.“ Was mir gehört? Ich starrte ihn an, mein Herz hämmerte gegen meine Rippen wie ein gefangener Vogel. Ich kannte diesen Mann nicht. Mein Gedächtnis war eine zerbrochene Sache – das Resultat jahrelanger Traumata – aber an ein Gesicht wie seines hätte ich mich erinnert. Er war umwerfend. Er war ein Raubtier in einem maßgeschneiderten Anzug. Ohne ein Wort zu mir wandte er sich um und ging zurück zu seinem Tisch, wobei seine bloße Präsenz den gesamten Sauerstoff im Raum zu beanspruchen schien. Mein Handy vibrierte in meiner Tasche. Mein Wecker. Ich war spät dran. Der Bann brach. Ich wirbelte auf den Absätzen herum, ignorierte den wimmernden Mann an Tisch vier und sprintete zur Umkleidekabine. Ich riss das Kleid herunter, zog meine abgetragenen Jeans und einen schwarzen Hoodie an und stürmte aus der Hintertür. Die nächsten sechs Stunden waren ein verschwommener Nebel aus Erschöpfung. Im *Moonlight Restaurant* war die Kundschaft wohlhabender, aber die Arbeit war genauso seelenzerstörend. Um **21:00 Uhr** waren meine Hände verkrampft und meine Beine fühlten sich an wie Blei. „Machst du Feierabend, Ales?“, fragte Joel, der Barkeeper, ohne von seinem Handy aufzusehen. „Hast du dein Geld bekommen?“ „Ja. Alles gut“, log ich. Nichts war gut. Zahltag war der gefährlichste Tag des Monats. Es war der Tag, an dem sich mein Vater von einem erbärmlichen Säufer in ein verzweifeltes Monster verwandelte. Ich ging durch die beißende Nachtluft nach Hause, der Mond ein kalter Beobachter über mir. Meine Gedanken rasten und probten die Lügen, die ich ihm erzählen würde, falls das Geld nicht reichte. *Der Chef hat zwanzig Prozent einbehalten. Die Steuern sind gestiegen. Ich musste eine Strafe für eine kaputte Flasche zahlen.* Ich erreichte unser baufälliges Haus, doch meine Füße erstarrten in der Einfahrt. Ein eleganter, schwarzer BMW stand mit laufendem Motor am Bordstein. Wir hatten keine Besucher. Wir hatten nur Geldeintreiber. Ein kalter Knoten zog sich in meinem Magen zusammen. Ich stieß die Haustür auf. Das Wohnzimmer war dämmrig, nur von einer einzigen flackernden Lampe beleuchtet. „Vater?“, flüsterte ich. Mein Vater kniete in der Mitte des Raumes. Er weinte nicht; er lächelte – ein manisches, furchteinflößendes Grinsen. „Da ist sie ja!“, rief er mit brüchiger Stimme. Er blickte zu dem Schatten in der Ecke. „Nehmen Sie sie! Bitte, vergessen Sie einfach meine Schulden! Nehmen Sie sie, sie gehört Ihnen!“ Die Gestalt in der Ecke trat ins Licht. Mein Herz blieb stehen. Meine Sicht verschwamm an den Rändern. Er war es. Der Mann aus der Bar. Er sah meinen Vater mit äußerster Abscheu an, bevor er seinen Blick auf mich richtete. Ein langsames, dunkles Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus – der Blick eines Mannes, der endlich seine Beute gefunden hatte. Als er sprach, klang seine Stimme wie Samt, der um eine Klinge gewickelt war. „Willkommen zu Hause, meine kleine Schlampe.“

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