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Die Frau des Feindes

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Viktor ist zurückgekehrt, getrieben von einem einzigen, unerschütterlichen Ziel: Rache an Konrad zu nehmen. Sein Plan war es, ihn an einem einzigen Abend am Spieltisch um alles zu bringen, was er besitzt – als Vergeltung für einen alten Verrat und einen Unfall, der Viktors Leben für immer gezeichnet hat.

Doch das Spiel nahm eine völlig unerwartete Wendung, als er auf Elena traf – die junge Frau seines Erzfeindes. Er fand sie in ihrem Hochzeitskleid, am Boden zerstört und verzweifelt auf der Flucht vor einer bitteren Realität. In einem Moment purer Verzweiflung richtete sie eine schockierende Bitte an ihn, die all seine Kalkulationen über den Haufen warf.

In jener Nacht begriff Viktor, dass es nicht ausreichen würde, Konrad nur finanziell zu ruinieren... Er beschloss, ihm auch seine Frau zu nehmen. So beginnt die Geschichte von „Die Frau des Feindes“; die Erzählung eines Einsatzes, bei dem es nicht um Geld ging, sondern um eine Frau, die zwischen zwei Männern gefangen ist, die sich hassen – und von denen einer beschlossen hat, sie zu besitzen, um seinen Krieg zu gewinnen.

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Kapitel 1
Es war 23 Uhr, und die Party hielt keines der Versprechen, die der Vorabend gegeben hatte. Viktor schritt durch die Villa, ein Glas Champagner in der Hand. Er nahm sich Zeit, seinen Gegner zu mustern – mit einer Entschlossenheit, die er hinter einem flüchtigen Lächeln verborg. Niemand schien ihn zu erkennen, und genau das war es, was er wollte. Lange Zeit war Viktor fern von New York und fern von seinem Heimatland gewesen. Er hatte sich in Russland isoliert, weit weg von den Medien und der Presse. Die Geschäfte seiner Familie waren im ganzen Land verstreut, doch sein Gesicht blieb inmitten dieser Menge von Gästen unbemerkt. Ein Zeichen dafür, dass sich seine Entfremdung ausgezahlt hatte. Während der Abend voranschritt, beobachtete Viktor diesen Mann in der Ferne, der bereits betrunken war – ein kleiner Söhnchen von Beruf, der Tausende verprasste, ohne nachzudenken. Er war nicht älter als fünfundzwanzig. Zu wissen, dass seine Ex-Verlobte ihn mit diesem Versager betrogen hatte, hinterließ einen bitteren Geschmack in seinem Hals. Und nun war Konrad verheiratet. Währenddessen hatte er selbst verzweifelt versucht, diesen Verrat und seinen Unfall, der ihn fast das Leben gekostet hätte, zu überleben. Als er sich im Raum umsah, wusste Viktor, dass ihm nichts von dem, was er sah, entgangen war. So kultiviert sie auch sein mochten, das weibliche Geschlecht war ihm völlig gleichgültig. Er wusste jetzt, wonach sie suchten. „Ein Glas?“ Die raubtierhafte, übertriebene Stimme zu seiner Rechten erinnerte ihn daran, wie dumm er einmal gewesen war. Er sah diese Frau an, die die fünfte war, die sich ihm vorstellte, und drückte seinen Ekel durch ein Verziehen des Mundes aus. „Ich passe...“ Seine Kälte ließ sie zurückweichen. Sie rückte ihr Kleid zurecht, um nicht das Gesicht zu verlieren, und drehte sich um. Viktor näherte sich Konrad, der bei seinen ebenso erbärmlichen Freunden saß, während eine Frau ihre Hände über seine Schultern gleiten ließ. Die erste Frage, die er sich stellte, war: Wo war seine Frau? Bisher hatte er sie nicht gesehen. Verschloss sie von Anfang an die Augen vor seinen Untreuen, oder flirtete sie ebenfalls mit einem der anwesenden Männer? Viktor ging nonchalant um sie herum, die Faust in der Hosentasche geballt. Er presste die Kiefer zusammen und versuchte, ihn nicht auf der Stelle totzuprügeln. Als er den Blick von ihm abwandte, erblickte Viktor eine in Weiß gekleidete Gestalt, die am Flur vorbeihuschte. Mit leicht gerunzelter Stirn verließ er den Raum, um der mysteriösen Frau von Konrad zu folgen. Er betrat den Korridor und schlenderte hindurch, dann verstummte der ohrenbetäubende Lärm vom Empfang fast völlig und wurde durch hörbares Schluchzen aus einem Raum direkt zu seiner Linken ersetzt. Viktor stieß vorsichtig die Tür auf und blickte hinein, um die Braut zu sehen, die prostrate an der Badezimmerwand kauerte, die Augen starr ins Leere gerichtet. Ihr Kleid war nichts Besonderes; es hatte nichts, worum man die Schaufenster der Luxusläden beneiden müsste. Und die junge Frau, die es trug, wirkte ebenso verzweifelt wie der zerknitterte Stoff. Doch sie war von einer zarten Schönheit. Ihre vollen Lippen waren perfekt geschminkt, ihr Gesicht – ein perfektes Oval, eingerahmt von ihrem goldenen Haar – war makellos, trotz der Tränen. Die bernsteinfarbenen Augen, die er erblickte, spiegelten wachsende Angst wider. Er ließ seinen Blick über ihre nackten Schultern gleiten, über die Schlankheit ihres milchigen Halses und über ihre Brust, die sich mit jedem ihrer heftigen Atemzüge hob und senkte. Viktor trat vollständig in das Badezimmer und fing ihren Blick ein. Sie schreckte hoch. Als ihre bernsteinfarbenen Augen die seinen trafen, fand Viktor darin einen Schimmer von Besorgnis. „Ist es normal, dass eine Braut an ihrem Hochzeitstag weint?“, fragte Viktor, unfähig, die Kälte in seiner Stimme zu verbergen. Sie richtete sich auf und wischte sich das Gesicht ab. „Oh, ich weine vor Freude“, flüsterte sie und drehte sich weg, um sich zu verstecken. Die Sanftheit ihrer Stimme traf Viktor, und ihre Lüge trieb ihn dazu, näher zu kommen. „Sie lügen...“ Sie drehte sich um und griff nach dem hässlichen Unterrock ihres Kleides. „Sie haben recht, ich weine nicht vor Freude.“ Verschleiert von einem Blick voller Traurigkeit, hob sie die Augen, um ihn anzusehen. „Warum?“, fragte Viktor, während er näher trat. Ihr Mund blieb geschlossen; sie starrte ihn an, während Viktor ihr fruchtiges Parfüm wahrnahm, das seine Sinne berauschte. Er bedrängte sie mit seinem Blick, doch nichts kam über ihre bebenden Lippen. Ihre Frisur hatte keinen Halt mehr, als hätte sie gegen sich selbst gekämpft. Er kannte sie nicht, und er war es nicht gewohnt, Mitleid zu empfinden. Aber ihr verlorener Blick schmerzte ihn. Dann kam sie tollpatschig näher und versuchte, sich aufzurichten, um ihn zu küssen. Viktor packte sie an den Schultern, um sie zu stoppen, und obwohl ihr engelhaftes Gesicht unendlich attraktiv war, weigerte sich Viktor zu glauben, dass eine Verführerin dahintersteckte. „Sie sind verheiratet!“, kommentierte Viktor barsch. „Ich...“ Sie schien wie erloschen und klammerte sich an sein Sakko. „Verhalten Sie sich auch so“, fügte er hinzu, während er wegging. „Nein! Sie verstehen das nicht!“, rief sie und hielt ihn am Arm fest. Viktor senkte den Kopf, um seinen Blick in den ihren zu bohren. „Was verstehen?“, fragte er trocken. Sie schluckte und starrte auf sein Sakko, ihr Atem ging unregelmäßig. „Bitte, nehmen Sie sie.“ Viktor runzelte die Stirn. „Was nehmen?“ „Meine Jungfräulichkeit.“ Viktor wich zurück, als ihn die Schockwelle traf. Sie ließ seinen Arm nicht los, und ihre Augen wurden flehend. „Ich will nicht, dass er sie bekommt“, fuhr sie mit Abscheu fort. „Bitte... ich bin sicher, dass Sie hinter diesem kalten Blick empfänglich für so etwas sind, im Gegensatz zu ihm!“ Die Verzweiflung in ihren Augen löste einen zweiten Stich in seinem Herzen aus. Er war noch nie mit einer solchen Situation und einer solchen Bitte konfrontiert worden. Die Tatsache, dass sie ihm das intimste Geheimnis ihres Körpers anvertraute, entriss ihm einen Schub viszeralen Verlangens, der ihn selbst anwiderte. Doch als sie in einem letzten Akt der Verzweiflung ihren Unterrock hochzog, stoppte Viktor sie, indem er ihr Handgelenk packte. Sie hob den Kopf. „Sie sind viel besser als das“, flüsterte Viktor. Nach und nach wurde der jungen Frau bewusst, was sie gerade getan hatte. Sie erblasste, ihr Mundwinkel begann zu zittern, dann wich sie plötzlich zurück, die Hand über dem Mund. „Oh mein Gott, ich... es tut mir leid, ich weiß nicht, was über mich gekommen ist, ich...“ Panik ergriff sie. Viktor versuchte sich zu nähern, doch sie hielt ihn auf. „Nein! Bloß nicht!“ Sie wirbelte herum und suchte den Ausgang. „Es tut mir aufrichtig leid, ich habe nicht gemeint, was ich gesagt habe!“, beharrte sie, ohne ihn anzusehen. Sie schlüpfte zwischen ihm und der Tür hindurch und rannte fast aus dem Raum. Viktor blieb einen Moment lang regungslos stehen und ging dann hinaus, um zu verstehen. Denn offensichtlich verbarg diese Ehe viele Geheimnisse, besonders unter diesen Umständen... Mit wild klopfendem Herzen flüchtete Elena in eines der Schlafzimmer und schloss die Tür ab, um ihre Schande vor den Augen des Fremden zu verbergen, der ihr gefolgt war.

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