Gabriel Die aufgehende Sonne taucht das Innere unseres Zimmers in ein weiches Gelb und Orange und lässt den frisch gefallenen Schnee draußen in einem fast goldenen Licht erstrahlen. Es ist irgendwann gegen halb sieben, und Raquel schläft noch tief und fest. Sie liegt da wie ein Engel, ausgebreitet auf dem Bett, ihr weiches Haar umrahmt ihren Kopf wie ein Heiligenschein, fließt über ihre Schultern und auf das Kissen wie kleine Bäche. Im Licht des frühen Morgens sehe ich alle Spuren, die ich auf ihrem Körper hinterlassen habe. Liebesbisse an ihrem Hals, an ihren Brüsten, an den Innenseiten ihrer Schenkel. Leichte Abdrücke meiner Hände dort, wo ich sie fest an der Taille gepackt und als die Meine beansprucht habe. Schuldgefühle verdrehen mir die Eingeweide zu unmöglichen Knoten. Ich bereue

