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Sein Gift: Der Milliardär Alpha

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Blurb

In der Nacht, als ihr Schicksalsgefährte sie zurückwies, verlor sie alles: ihr Rudel, ihre Magie und ihr Leben.Verraten von dem Alpha, dem sie vertraute und den sie im Namen der Macht ermordete, stirbt sie als Spielfigur … und wird als Waffe wiedergeboren.Durch uralte Blutmagie erhält sie eine zweite Chance. Sie kehrt mit Erinnerungen an ihren Tod und einer Wahrheit zurück, die niemand hätte ans Licht bringen sollen: Ihr Gefährte hat sie nicht nur verraten, er hat ihre Macht gestohlen, um sich selbst zum Alpha zu krönen.Diesmal wird sie nicht betteln.Sie wird nicht vergeben.Und sie wird nie wieder schwach sein.Während der Alpha, der sie tötete, unter der Last seiner gestohlenen Stärke zu zerbrechen beginnt, tritt eine weitaus gefährlichere Gestalt in ihr Leben: ein Mann, der ihre Macht fürchtet, ihre Dunkelheit begehrt und sich weigert, ihr Herz zu fesseln.Verbunden durch Blut. Gejagt vom Schicksal. Sie wird sich zurückholen, was ihr genommen wurde…selbst wenn es bedeutet, die Seelenbindung und das Rudel… dem Erdboden gleichzumachen.

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Kapitel 1.
Kapitel 1. Cressidas POV. „Scheiße, Scheiße, Scheiße.“ Ich rannte. Meine Lungen brannten, während meine Füße auf den Waldboden schlugen, scharfe Steine rissen meine Haut auf. Ich spürte es kaum noch. Der Schmerz war zu etwas Entferntem verschwommen, übertönt vom Klang meines eigenen keuchenden Atems. Der Regen stach wie Hagel, durchnässte meine Kleidung und klebte mein Haar an mein Gesicht. Jeder Schritt fühlte sich schwerer an als der letzte. Ich biss die Zähne zusammen und machte eine scharfe Linkskurve. Etwas keuchte und biss in den Boden, genau dort, wo ich noch vor wenigen Augenblicken gestanden hatte. „Verdammter, hartnäckiger Bastard.“ Ich atmete aus, stolperte, hörte aber nie auf zu rennen. Egal wie sehr ich versuchte, meinen Atem zu beruhigen, meine Brust brannte und meine Sicht verschwamm vor Erschöpfung. Ein tiefes Knurren hallte hinter mir wider. Ich duckte mich schnell unter einem herannahenden Ast hindurch und sprang dann über einen Felsen, meine Muskeln schrien vor Protest. Ich holte systematisch ein kleines Stück Stoff aus meiner kleinen Tasche hervor. Noch immer rennend versuchte ich, meine Konzentration zwischen den darauf gezeichneten Symbolen und den Büschen um mich herum aufzuteilen. „Bitte funktioniere, bitte funktioniere.“ murmelte ich, während ich die Beschwörung begann. „Oh, strahlendes Licht des gesegneten Mondes. Bitte scheine heute mit deiner Strahlkraft der Geburt auf mich…“ Qual explodierte durch meinen Körper. Etwas hatte mich von hinten gerammt und mich daran gehindert, die Beschwörung zu beenden. Die Welt drehte sich heftig, als ich auf dem Boden aufschlug. Ich musste nicht sehen, wer es war; ich wusste es bereits. Kael Nightfang, Alpha des Nightfang-Rudels. „Kleines Fu—.“ Meine Augen waren zu schwer, um offen zu bleiben. --- Ich öffnete langsam die Augen, Schmerz explodierte durch meine Adern. Mein Kopf pochte vor Schmerz. Ich setzte mich auf; die Ketten, die meine Hände und Beine an die Wand banden, klirrten, als ich versuchte, mich zu bewegen. Der metallische Geschmack von Blut lag noch immer in meinem Mund. „Ah, endlich wach.“ sagte er und lümmelte in seinem Stuhl wie ein König im Hof. „Es wäre schade gewesen, mit der Anhörung fortzufahren, ohne dass du sie miterleben kannst.“ Seine kalte, spöttische Stimme erklang. Er hatte hellblondes Haar und blaue Augen; seine einst unwiderstehliche Schönheit und sein perfektes Gesicht wirkten nun widerlich und abstoßend auf mich. Sein Beta stand zu seiner Rechten, Beta Eric. Neben ihm standen einige Mitglieder des Wolfsrates. Menschen, die ich einst Familie genannt hatte, Menschen, die ich zutiefst geliebt hatte und für die ich alles getan hätte, jagten mich nun aktiv und versuchten, mich zu töten. „Ich habe schon immer gewusst, dass du eine Hexe bist.“ knurrte einer von ihnen. „Zu denken, sie würden eine einsame Hexe schicken, um mit einem Alpha verpaart zu werden. Die Gerüchte müssen wahr sein; die Hexenzirkel müssen am Ende sein.“ höhnte ein anderer. „Erbärmlich“ Meine Kehle brannte. Ich versuchte zu sprechen. Nichts kam heraus. Die unterbrochene Beschwörung hatte meine Stimme zerstört. „Wie die Mächtigen gefallen sind. Eine Hure bleibt immer eine Hure, egal wer versucht, ihr zu helfen.“ Isolde Frostpaw trat vor, ihre weißen Augen glänzten vor Genugtuung. Sogar meine einst sogenannte beste Freundin war nun gegen mich, eine der Hauptverursacherinnen meines Unglücks. Ich versuchte zu fluchen, aber alles, was ich zustande brachte, war ein finsterer Blick. Obwohl ich nicht sprechen konnte, war ich mir verdammt sicher, dass sie jede Spur von Feindseligkeit riechen konnten, die ich ihnen gegenüber empfand. Einen unstillbaren Hass. „Sei vorsichtig, Liebling, ich könnte dir den Kopf abreißen.“ Und sie meinte das wörtlich. Schließlich war sie ein weißer Wolf und Kaels neue Gefährtin. „Du hast sie hierhergebracht, Kael; kümmere dich um dein Chaos,“ sagte ein anderer Wolf. Sie gingen kurz darauf, ihr Lachen hallte wider, als sich die Käfigtüren schlossen. Zurück blieben nur Kael, Eric und Isolde im Wolfskäfig. „Was wirst du mit ihr machen, Boss?“ fragte er. Kaels Grinsen wurde breiter, als er mich ansah. Sein Blick war kalt und unbarmherzig, ohne jegliche Wärme. „Hast du schon einmal vom Aufstiegsritual gehört?“ sagte er und sah Eric an. „Nicht wirklich, Boss,“ antwortete er. Kael fuhr ruhig fort. „Es ist ein Mythos, dass das Blut einer Hexe für uns Übernatürliche giftig ist; das ist nur die Oberfläche. In einer mondlosen Nacht wie dieser verleiht uns eben jenes Blut, das in ihrem Herzen sitzt, besondere… Fähigkeiten.“ Mein Blut gefror. „Ich habe dir einmal gesagt, dass ich dein Herz will, Cressida,“ murmelte er. „Du hast nur nicht verstanden, wie wörtlich ich das meinte.“ Kael hatte mich verraten, aber es scheint, als hätte er mich nie angelogen; er war immer ehrlich gewesen, was er wollte. Er war hinter meinem Herzen her, wie er immer behauptet hatte. Mein tatsächliches Herz, buchstäblich, nicht irgendeine dumme metaphorische Darstellung von Liebe. Ich hätte es wissen müssen; ich war immer vor Kael gewarnt worden, ein wahrer Alpha in jeder Hinsicht und derzeit eine der größten Bedrohungen für die Menschheit. Seine Gerissenheit, seine manipulativen Taktiken und seine Täuschungen waren glasklar, aber ich entschied mich, sie zu übersehen. Ich entschied mich zu lieben. Er hatte meisterhaft alles über mich gewusst; rückblickend wurde mir klar, dass ich sehr wenig über ihn wusste. Er ging mit anmutigen Schritten auf mich zu. Er beugte sich vor und flüsterte mir ins Ohr. „Danke für alles, Cressida. Du warst ein sehr wertvolles Versuchssubjekt. Schade, dass deine Nützlichkeit ein Verfallsdatum hat.“ Schmerz, wie ich ihn noch nie gekannt hatte, riss durch mich. Ich blickte mit der wenigen Kraft, die mir noch blieb, nach unten; in einem morbiden Déjà-vu grub sich seine anmutige Hand mühelos in meine Brust und riss mein noch schlagendes Herz heraus. „Scheiße, ich habe es richtig vermasselt.“ dachte ich. War das das Ende? Würde ich meine Mutter nie wiedersehen? Wie traurig sie sein würde, die Nachricht von meinem Tod zu erhalten. Wenn ich doch nur auf sie gehört hätte. Wenn ich doch an ihrer Seite gekämpft hätte. Wenn es so etwas wie eine zweite Chance gäbe, würde ich alles ohne Zögern niederbrennen. Ich würde jeden einzelnen von ihnen auf die grausamste Weise töten. Ich würde es ihnen zehnfach heimzahlen. Meine Augen fühlten sich schwer an; langsam verblasste alles um mich herum zu Schwarz.

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