Mayas Sicht Die Kammer knisterte noch immer vom Echo unseres Kampfes. Meine Hände zitterten unaufhörlich. Nicht vor Angst. Nicht mehr. Sondern vom puren Adrenalin, das ich verspürte, als ich den Teil von mir tötete, den sie im Labor erschaffen hatten. Sie war schneller. Klüger. Sauberer. Aber ich war wütend. Und Wut schlägt immer Programmieren. Lukas zog mich in einen Seitengang, weg von der Leiche, und schlug die Luke zu. Das Licht flackerte über sein Gesicht – er wirkte hin- und hergerissen zwischen Erleichterung und etwas anderem. Etwas Hungrigeres. Wir sprachen nicht. Unsere Augen schon. Wortlos drückte er mich gegen die Wand, die Hand in meinem Nacken, als fürchtete er, ich würde verschwinden. Mein Atem stockte, und es war mir egal, dass ich blutete. Dass meine Knie kaum st

