Kapitel 2: Das Flüstern und die Gier

1451 Words
Die tiefe Männerstimme schnurrte erneut: „Mein Gott, du bist so verdammt geil.“ Dann schloss sich wieder eine besitzergreifende Hand um meine Brüste. Mein Atem stockte genau in dem Moment, als ich erneut betteln wollte. Ein langsames, absichtliches Streicheln folgte, dann erkundeten Finger den weichen Hügel, die Rundung und die empfindlichste Spitze meiner Brustwarze. Mein Verstand schrie – ein stummer Aufschrei gegen die Übergriff –, doch mein Körper zuckte vor einem unbekannten Rausch zusammen. Angst war eine kalte Faust um meine Kehle, aber ein anderer, heißerer Strom jagte durch meine Adern. „Hilfe!“, fand ich endlich wieder meine Stimme. Er schien sich keinen Deut darum zu scheren. Er brachte mich nicht zum Schweigen. Ich spürte das langsame Herabgleiten meines Reißverschlusses, bis meine Brüste plötzlich der kühlen Luft ausgesetzt waren, völlig entblößt. „Was tust du? Das ist nicht richtig. Bitte hör auf.“ „Ich kann nicht“, antwortete er. „Was! Wer bist du?“ Ich spürte seine Wärme. Er war ganz nah. Sein Atem streichelte warm mein Ohr. „So gut“, raunte er mit dieser rauen, kiesigen Stimme, die mir Schauer über den Rücken jagte wie eine Handvoll zerstreuter Eissplitter. „So unglaublich gut.“ Mein Atem ging im Takt meines Herzschlags. Dann wich seine Wärme von mir. Gerade als ich zu einem neuen Schrei ansetzte, umschloss plötzlich eine warme Feuchtigkeit meine Brustwarze, ein sanftes Saugen. In der kurzen Atempause glitten seine Hände hinter meinen Rücken, legten sich auf meine Taille und zogen mich enger an ihn heran. Er saugte an mir, zog mit einer überraschenden Zärtlichkeit. Ich presste meinen Rücken gegen den Pfahl, sehnte mich nach Flucht. Mein Schrei wurde zum gefangenen Vogel in meiner Kehle, verwandelte sich in ein Keuchen, dann in ein erschrockenes Ausatmen. Ich wünschte, meine Hände wären frei, um ihn wegzustoßen. Doch das Brennen der Handschellen war etwas ganz anderes, etwas, das ich nicht erklären konnte; vielleicht Schmerz, vielleicht Lust. Meine Brustwarzen, immer meine schwächste Stelle, explodierten vor Empfindung in einem plötzlichen, blendenden Blitz der Lust, der durch mich hindurchschoss. Mein Körper zuckte unkontrolliert, und ich brachte heraus: „Bitte… lass mich frei.“ Die Worte waren rau, kaum hörbar. Er hörte nicht auf. Er saugte weiter, sein Mund ein gieriger Strudel, zog und zerrte, als hätte er jahrelang darauf verzichten müssen, als hätte man ihm seit Kindertagen jeden Tropfen Lust vorenthalten. „B…“ Ich wollte „bitte“ sagen. Ich wünschte, ich könnte meine Hände benutzen. Ich würde… ich wusste nicht, was ich tun würde. Ihn vielleicht noch näher ziehen oder wegstoßen. Er wechselte zur anderen Brust, dasselbe beharrliche Saugen, derselbe berauschende Druck. Ich presste die Lippen zusammen, eine schmale, feste Linie, weigerte mich, die Wellen der Lust anzuerkennen, die über mich hereinbrachen, weigerte mich zu zeigen, dass ich diese tiefe, verbotene Übergriff genoss. Endlich ließ er von mir ab, ein leises Plopp brach das sinnliche Vakuum. Sein Atem ging stoßweise, ein Beweis für sein eigenes dringendes Verlangen. Dann fand ich meine Stimme wieder, nachdem meine Knie nachgegeben hatten. „Bitte… bitte… bitte…“ „Bitte was?“, fragte er. Mein Kopf war ein Schlachtfeld widerstreitender Begierden. Ein Teil von mir schrie nach Flucht, nach der kalten Klarheit der Wirklichkeit, doch ein anderer, tieferer Strom, ein dunkler Fluss aus Sehnsucht, wollte, dass seine Berührung niemals aufhörte. „Soll ich weitermachen, oder soll ich dich freilassen?“, fragte er, wieder in dem früheren Abstand, vor mir, sein Körper fest gegen meinen gedrückt. Ich spürte seine harten Kanten und seinen Kiefer an meinem Kopf. Er musste mich überragen, wenn ich ihn nur sehen könnte. Er war ein Mann, nicht nur körperlich, so männlich. Die Frage zerschnitt meine widerstreitenden Wünsche. Mein Schweigen war ein donnerndes Ja zu meiner Unentschiedenheit. Ich blieb stumm, erstarrt zwischen Sehnsucht und Angst. Dann hörte ich es – das leise Schaben eines Gürtels, dann das unverkennbare Ratschen eines Reißverschlusses, seines Reißverschlusses. Mein Atem stockte erneut. „Ich brauche etwas von dir“, flüsterte er. „Du hast etwas in mir geweckt, jetzt hilf mir, es zu entlassen.“ Dann spürte ich es: einen warmen, festen Druck an meinem Oberschenkel, der sich dann langsam, provozierend meine Innenschenkel hinaufschob. Er war d**k und hart, unmissverständlich männlich. Er war steif. „Danach lasse ich dich frei“, schloss er. Ich wusste, was er meinte. Ich wusste um die unausgesprochene Forderung. Ich wusste, was er als Preis für meine Freiheit wollte. Aber tief in mir, in diesem ursprünglichen, eben erst erwachten Ort der Sehnsucht, wollte ich gar nicht frei sein. Freiheit fühlte sich kalt an, eine Rückkehr in die sterile Welt aus Urteilen und Scham. Die Dunkelheit, die verbotene Berührung, war auf seltsame Weise befreiend. Seine Hände kehrten an ihre frühere Stelle zurück und umfassten diesmal meinen Hintern, hoben mich leicht an. Seine Finger spreizten sich, kneteten das Fleisch, erkundeten Rundung und Fülle. Ich konnte nur in seinen Hals keuchen. Bei manchen meiner Zuckungen streiften meine Lippen seine, stachen von seinem Bart. Mein Verstand wurde taub. Ich vergaß, wo ich war. Ich vergaß das Flehen um Freiheit. Ich wollte gefesselt bleiben. In meinem Kopf war nur noch: Wo wird er als Nächstes zugreifen?, denn jede Berührung ließ mich mehr von mir selbst erkennen. Er berührte mich überall – meine Hüften, meinen Bauch, die empfindliche Haut meiner Innenschenkel, eine Spur aus Feuer hinter sich herziehend. Seine Berührung war ein Erdbeben, das jahrelange Selbstzweifel und das Gefühl, zu viel, zu weich zu sein, abschüttelte. Jedes Streifen seiner Haut an meiner war ein Blitz, der schlafende Nervenenden entzündete und meine Muskeln vor sehnsüchtigem Schmerz zucken ließ. Ich wollte mehr. Mein Körper wurde zur ausgedörrten Wüste, und seine Hände zu einem plötzlichen, unerwarteten Regen. „Du bist so… üppig“, flüsterte er, die Stimme rau vor Erregung. „So perfekt… lecker. Du erinnerst mich an meine Frau, bevor… bevor sie mich verließ. Du bist so prall, so reichlich. Und ich bin nicht der Typ, der sich mit weniger zufriedengibt.“ Der derbe Satz traf mich mit seltsamer Resonanz und brachte meine Gedanken wieder in Gang. Lecker. Üppig. Reichlich. Noch nie hatte jemand meinen Körper so beschrieben, nicht mit dieser unverfälschten Wertschätzung, dieser rohen Gier. Mein sonst so kritischer Verstand klammerte sich an seine Worte, kostete sie aus. Er war nicht von der Uni. Es war nicht die flüchtige Lust irgendeines Studenten. Es war… etwas anderes. Aber wer war er? Mein Kopf schwirrte vor Fragen, doch die Fragen verblassten bald, ersetzt durch eine einzige, mächtige Neugier: Was wird er als Nächstes tun? Er drückte mich sanft, aber bestimmt nach unten. Meine Knie knickten ein, und ich fand mich auf dem Boden wieder, auf Knien. Ich spürte ihn erneut, warm und hart, diesmal an meinem Gesicht. Sein Schwanz. Er war unvorstellbar d**k, ein Schwergewicht, das gegen meine Wange drückte. „Lutsch mich“, befahl er. Er fragte nicht. Er befahl. Ich zögerte nur den Bruchteil einer Sekunde, doch mein Körper, der nicht mehr mir gehörte, reagierte. Meine Lippen öffneten sich, angezogen von einer unwiderstehlichen Kraft, und ich nahm ihn auf. In diesem Augenblick murmelte er irgendwelche Worte. Seine Haut war heiß an meinem Mund, ein lebendiges, pulsierendes Ding. Ich saugte, zuerst zögernd, dann mit wachsendem Selbstvertrauen, einer neu entdeckten Macht. Ich spürte die samtige Beschaffenheit, den harten Schaft, die geschwollene Eichel. Er stöhnte, ein tiefes, animalisches Geräusch, das durch mich hindurchvibrierte, durch den Boden, durch die Luft selbst. Ich spürte, wie sein Körper zitterte, und hörte sein keuchendes Atmen über mir schneller werden. „Oh!“ Endlich fand er seine Stimme wieder und hielt meinen Kopf fest. „Du… du bist so gut.“ Meine Wangen schmerzten, mein Kiefer wurde müde, doch eine seltsame Befriedigung breitete sich in meinem Innersten aus, während ich spürte, wie er noch härter wurde, sich in meinem Mund ausdehnte. Ich konnte ihn nicht sehen, aber ich hätte mein Leben darauf verwettet: Er war größer als Kyle, größer als jeder, den ich je gesehen hatte. Ich machte weiter, zog und leckte, bis ich einen plötzlichen Ruck spürte und dann eine warme, dicke, klebrige Flüssigkeit mein Gesicht überzog. Sein Höhepunkt. „Oh!“, keuchte er. Ich spürte seinen Rückzug. Hörte sein stoßweises Atmen. Und nach einigen Sekunden das Klicken von Schnallen, das Ratschen von Reißverschlüssen. Dann ein Klick. Die Handschellen an meinen Handgelenken sprangen auf. Ein weiteres Klick, und meine Fußfesseln waren frei. Ich rappelte mich hoch. Als ich die Augen öffnete, lag die Welt nicht mehr in der erdrückenden Dunkelheit der Augenbinde. Der Saal war noch immer ein Gewirr aus Bewegung und gedämpftem Licht, aber er war fort. Verschwunden. Der Platz, an dem er gestanden hatte, war leer, zurück blieben nur der verweilende Geruch seines Moschus und die klebrige Nässe auf meinem Gesicht.
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