Er brachte mich in die Quarantäne, jenen Raum, in dem renitente Studenten weggesperrt wurden. Kein Netz, keine Kameras, nur ein Stuhl und ein Tisch, damit man gezwungen war zu lernen.
Er setzte sich mir gegenüber auf den Tisch, eine Gestalt aus bedrohlicher Ruhe. Seine bloße Anwesenheit war eine stumme Herausforderung. Meine Augen huschten zu seinem Gesicht, suchten nach einem Funken Wiedererkennen, doch seine Miene war eine perfekt gebaute Maske, völlig ausdruckslos.
„Wie heißt du?“
„Tatiana. Vance.“
„Tatiana Vance“, begann er. „Wo warst du zur Zeit der X-Nacht-Party?“
Mein Herz hatte im Hörsaal noch schneller geschlagen, auf dem Weg hierher war es langsamer geworden, doch bei seiner Frage raste es wieder los. War er es wirklich? Oder spielte mir mein Verstand einen Streich und wollte das Verbotene mit dem Vertrauten verschmelzen?
Ich schluckte. „Ich… ich war auf meinem Zimmer. Habe gelernt.“
Sein Blick fiel auf meine Handgelenke, dann auf meine Knöchel. „Und die roten Striemen, Frau Vance? An Handgelenken und Füßen? Die sehen verdächtig nach Abdrücken von Handschellen und Fußfesseln aus.“ Seine Worte waren keine Frage, sondern eine Anklage.
Meine Stimme versagte. Ich war stumm. Mein Herz verdoppelte sein Tempo. Er wusste es. Er musste es wissen. Die Fesseln, die Ketten… sie hatten ihn über mich herrschen lassen. Und wenn er es wusste, warum spielte er dann dieses Spiel?
Er beugte sich vor, seine Stimme wurde zu einem tiefen Grollen, blieb aber formell, immer noch der Sheriff. „Was passierte, nachdem du gefesselt und gekettet warst? Wer hat dich befreit?“
Mein Herz hämmerte. Und plötzlich wallte eine Welle von Hitze auf, drängend und tief, in meinem Unterleib. Meine Muschi begann zu zucken, ein langsames, vertrautes Aufblühen. Die Erinnerung an seine Berührung, seinen Mund, den unnachgiebigen Druck flutete meine Sinne und ließ neue Feuchtigkeit entstehen. Und doch hallte die Frage: War er es wirklich?
„Lüg mich nicht an, Tatiana“, sagte er. „Erzähl mir, was passiert ist.“
Ich senkte den Kopf, Scham und Verlangen kämpften um die Vorherrschaft. Ich stammelte, die Worte stolperten übereinander. „Ich… ich war auf der Party. Ich… bin zum Fessel-und-Augenbinde-Platz gegangen. Ich wollte gefesselt und blind sein. Der Aufpasser hat es gemacht. Er hat mir Fußfesseln angelegt und… und Handschellen. Und… und dann die Augenbinde.“ Meine Stimme zitterte, die Demütigung, meine eigenen Entscheidungen zuzugeben, mischte sich mit dem nachklingenden, verbotenen Rausch. „Dann gab es Tumult… dann kam jemand.“ Ich holte zitternd Luft. „Er… er hat mich angefasst.“
Er hörte zu, sein Gesicht blieb unergründlich. „Und was geschah, nachdem er dich angefasst hatte, Tatiana?“, hakte er nach.
„Er… er hat meinen Oberteil geöffnet. Er… hat an meinen Brüsten gesaugt.“ Das Geständnis brannte auf meiner Zunge, doch die ausgesprochenen Worte gaben mir auf seltsame Weise Macht. „Er… hat mir Dinge ins Ohr geflüstert. Sagte, ich würde ihn an seine Frau erinnern, die fort ist.“ Meine Wangen glühten, ein tiefes Rot verriet die Wahrheit, die mein Kopf zu verbergen versuchte. Ich schloss die Augen, floh vor seinem durchbohrenden Blick. Nach langem Schweigen fügte ich flüsternd hinzu: „Ich war gefesselt und blind. Ich hatte keine Wahl.“
„Du hättest es abbeißen können, als er es dir in den Mund geschoben hat.“
Meine Augen rissen auf, mein Blick heftete sich an seinen. Seine Dreistigkeit und die brutale Direktheit raubten mir den Atem. Er wusste es. Er wusste es genau. Er war es.
„Vielleicht hat es dir gefallen“, setzte er nach.
Ich schüttelte den Kopf. Scham begann meine Gedanken zu trüben. Doch tief drinnen erhob sich eine wilde, trotzige Stimme: Ich hoffe, er war es. Ich will Pat damit wehtun. Der Gedanke war unanständig, gefährlich und berauschend.
„Wenn du den Mann finden würdest, der das getan hat“, fuhr er fort, „was würdest du tun? Sag mir die Wahrheit, Tatiana. Was würdest du tun?“
Ich stammelte, die Worte blieben mir im Hals stecken, verheddert mit Verlangen. „Ich würde…“
Er stand auf. Kam näher, seine Präsenz füllte den winzigen Raum zwischen uns aus. Seine Gürtellinie war genau vor meinem Gesicht, der schwere Gürtel, die leichte Wölbung unter der Uniform.
Die Nähe wirkte wie ein Magnet. Mein Blick klebte an seinem Reißverschluss, an der Kontur darunter. War er es? Die Frage brannte.
„Was würdest du tun, wenn du ihn jetzt sehen würdest?“, fragte er noch einmal.
In diesem Moment, ihm gegenüber, ihn so nah spürend, sah ich keinen Grund mehr zu lügen. Die Wahrheit brach sich Bahn. „Ich würde ihn noch einmal lutschen“, gestand ich, meine Stimme kaum hörbar. „Diesmal will ich ihn in mir. Nicht nur im Mund.“
Ich hob den Kopf.
Er stieß die Luft aus, als hätte er seit Ewigkeiten den Atem angehalten. Das Geräusch war wie ein Schlüssel, der ein tiefes Schloss zwischen uns aufsperrte.
Seine Hand bewegte sich. Er öffnete den Gürtel. Dann das leise Surren seines Reißverschlusses, ein Klang, den ich für immer mit verbotener Lust verbinden würde. Er griff hinein und holte ihn langsam, majestätisch heraus. Seinen Schwanz.
Mein Atem stockte. Meine Augen weiteten sich.
„Ich war es, Leckerchen“, flüsterte er. „Ich war es.“
„Du…“ Meine Stimme war nur noch ein Piepsen.
Seine Hand streckte sich aus. Seine Finger streiften mein Kinn, hoben mein Gesicht an. Seine Augen bohrten sich in meine. „Ja, Mädchen. Sei mein Baby. Du darfst mich Zaddy nennen. Du gehörst mir.“
„Zaddy? Ich dachte, ich komme ins Gefängnis.“
„Klar, gleich wirst du wieder gefesselt. Aber in meinem Gefängnis, Baby. Nur bei mir.“
Dann führte er seinen harten Schwanz an meine Lippen, die sich sofort öffneten, angezogen von einer uralten, unwiderstehlichen Kraft. Ich spürte die vertraute Größe, den gewaltigen Umfang, die unverkennbare Beschaffenheit. Kein Zweifel. Er war es.
Plötzlich flog die Tür auf. Ich drehte mich um. Patricia.
„Papa!“, kreischte sie.
Ihre Augen hetzten von dem entblößten Schwanz ihres Vaters zu meinem Gesicht und wieder zurück zu ihm. Ohne ein weiteres Wort wirbelte sie herum und stürmte hinaus.
Ich sprang auf. „Ich… ich wusste nicht, dass sie deine Tochter ist!“ Die Worte überschlugen sich.
Er stand einfach da, reglos, sein Schwanz noch immer frei. Sein Gesicht war eine Maske kalter Entschlossenheit. „Du hast nichts getan“, sagte er ungerührt von Patricias Ausbruch. „Ich regle das mit ihr. Keine Sorge. Wir treffen uns im Crescent-Hotel, Zimmer 145. Dort verurteile ich dich dann endgültig. Du kannst jetzt gehen.“
Meine Beine setzten sich in Bewegung, bevor mein Kopf den Befehl verstand. Ich rannte aus der Quarantäne. Meine Wangen brannten, der Geistergeschmack von ihm lag noch auf meiner Zunge.
Meine Demütigung loderte wie ein Feuer, doch darunter sang ein trotziger Rausch in meinen Adern. Patricias Schrei hallte in meinen Ohren, aber seine Worte – „Du gehörst mir. Nenn mich Zaddy“ – vibrierten tiefer, ein mächtiges Versprechen.
Genau das hatte ich Patricia antun wollen, aber nicht so. Es ging alles viel zu schnell.
Draußen wartete Patricia, das Gesicht eine Gewitterwolke aus Wut, die Arme verschränkt. „Du verdammtes Miststück!“, schrie sie.
Mein erster Impuls war Angst. Würde sie alles verraten? Würde sie mich vor dem ganzen Campus als fette Schlampe bloßstellen? Als Hure des Sheriffs?
Ich wollte betteln, flehen, doch dann blühte eine schockierende Erkenntnis in mir auf. Sie würde nichts sagen. Sie konnte nicht. Nicht nur ich stand bloß da. Er auch. Ihr Vater. Der Sheriff.
Ich blieb stehen und sah ihr direkt ins Gesicht. Meine Scham, einst ein schwerer Mantel, fühlte sich plötzlich an wie ein Superhelden-Umhang. „Du hast die Frechheit?“, zischte Patricia. „Er ist mein Papa!“
„Und er ist mein Zaddy“, schoss ich zurück. „Der Schwanz, der dich gezeugt hat, war gestern in meinem Mund, und ich hab ihn richtig verwöhnt. Du hast mir meinen Freund weggenommen, Pat. Jetzt gehört mir dein Papa.“