Das Crescent Hotel roch nach altem Geld und noch älteren Geheimnissen. Zimmer 145 lag am Ende des Flurs, versteckt wie ein Geständnis, das niemand hören sollte. Ich stand länger vor der Tür, als ich es hätte tun sollen, das Herz hämmerte so stark, dass ich es in meiner Kehle spürte, in meiner Klitoris, in meinen Fußsohlen.
Was tue ich hier?
Ich fragte mich das immer und immer wieder, wie eine kaputte Schallplatte.
Er ist Patricias Vater.
Er ist der Sheriff.
Er ist doppelt so alt wie ich und er ist auf meinem Gesicht gekommen, während der ganze Campus zugesehen hat, wie ich an einem Pfahl gefesselt war wie ein kurviges Opfer.
Und ich klopfte trotzdem.
Die Tür öffnete sich, bevor meine Knöchel den zweiten Schlag beendet hatten.
Thomas Sterling füllte den Rahmen aus (Uniform weg, weißes Hemd halb aufgeknöpft über einer Brust, die mit dunklem Haar gesprenkelt war, Ärmel hochgekrempelt, um Unterarme freizulegen, die so d**k waren wie meine Waden). Seine Augen waren dasselbe dunkle, raubtierhafte Braun, das ich aus der Dunkelheit der Augenbinde erinnerte.
„Komm rein, Yummy“, sagte er, die Stimme tief, amüsiert, schon mein Eigentümer.
Ich trat an ihm vorbei. Das Klicken der zufallenden Tür fühlte sich endgültig an.
Das Zimmer war dämmrig, Vorhänge halb zugezogen, nur das goldene Licht einer Nachttischlampe. Ein Kingsize-Bett beherrschte den Raum, die Laken schon zurückgeschlagen, als hätte er gewusst, dass ich kommen würde. Mein Magen drehte sich um.
Er sprach zuerst nicht. Er schaute nur (langsam, bedächtig, wie ein Mann ein Mahl betrachtet, nach dem er gehungert hat). Ich spürte jeden überflüssigen Kilo an mir unter diesem Blick, jede Kurve, die man mir beigebracht hatte zu hassen, und zum ersten Mal fühlte es sich nicht wie Scham an. Es fühlte sich wie Macht an.
„Du denkst zu viel“, murmelte er und trat näher. „Ich sehe die Räder drehen. Rede mit mir.“
Ich schluckte. „Patricia weiß Bescheid.“
„Ich weiß.“ Er blinzelte nicht einmal.
„Sie hat… alles gesehen. Sie wird es dem ganzen Campus erzählen. Sie wird mich ruinieren. Sie wird dich ruinieren.“
Er lachte leise und dunkel. „Meine Tochter droht mir seit ihrem fünfzehnten Lebensjahr mit Ruin, seit ich ihr das Handy weggenommen habe, weil sie sich rausgeschlichen hat. Sie wird kein Wort sagen.“ Er schloss die Lücke, bis die Hitze seines Körpers gegen meinen drückte. „Denn wenn sie es tut, ruiniere ich sie gleich mit. Vertrau mir, Baby. Sie hält den Mund.“
Ich musterte sein Gesicht. „Also halten wir das geheim?“
„Nein.“ Seine Hand hob sich, der Daumen strich über meine Unterlippe. „Ich mache keine Geheimnisse, wenn ich entschieden habe, dass etwas mir gehört. Und ich habe entschieden, dass du mir gehörst, in dem Moment, als dein Mund mich auf der Bühne umschlossen hat.“
Mein Atem stockte. „Die Leute werden reden—“
„Sollen sie.“ Seine Stimme wurde zu einem Knurren. „Ich habe genug von mageren Mädchen, die so tun, als wären sie Frauen. Ich will weich. Ich will Fülle. Ich will dich meinen Namen schreien hören, laut genug, dass die ganze verdammte Stadt weiß, wem du gehörst.“
Hitze durchflutete mich, Scham und Verlangen so eng verflochten, dass ich sie nicht auseinanderhalten konnte.
Er umfasste mein Gesicht, hob es an. „Aber jetzt will ich dich einfach nur wieder spüren. Bin hart, seit gestern, wenn ich an diese Lippen denke.“
Sein Mund prallte auf meinen, bevor ich antworten konnte. Der Kuss war schmutzig (Zunge stieß tief, Bart schabte an meinem Kinn, Zähne knabberten an meiner Unterlippe, bis ich in ihn hineinwimmerte). Seine Hände waren überall: glitten unter mein kurzes Hoodie, umfassten meine schweren Brüste, als hätte er von ihrem Gewicht geträumt. Daumen kreisten um meine Nippel durch den Spitzenstoff, bis sie schmerzten und ich mich schamlos an ihn drückte.
Er unterbrach den Kuss nur, um das Hoodie über meinen Kopf zu zerren. Mein BH folgte Sekunden später. Dann starrte er einfach nur, Augen schwarz vor Hunger.
„Jesus, schau dich an.“ Er fiel auf die Knie (der Sheriff des Countys auf den Knien für Fat-Tat) und vergrub sein Gesicht zwischen meinen Brüsten, atmete mich ein, als wäre ich Sauerstoff. Sein Mund saugte sich an einem Nippel fest, saugte hart, Zunge schnalzte, Zähne streiften gerade genug, um mich aufschreien zu lassen. Er wechselte zum anderen, gierig, stöhnte wie ein Besessener.
Ich fuhr mit den Fingern durch sein Haar, hielt ihn dort, Hüften kreisten gegen nichts, weil ich schon durchnässt war.
Er zog sich gerade so weit zurück, um zu krächzen: „Auf das Bett. Auf den Rücken. Ich brauche diesen Mund wieder.“
Ich gehorchte, bevor mein Gehirn mitkam.
Er stand am Rand der Matratze, schnallte langsam auf, bedächtig. Als sein Schwanz hervorsprang (d**k, gerötet, ein Tropfen Vorsaft perlte schon am Schlitz), lief mir instinktiv das Wasser im Mund zusammen. Er kletterte über mich, Knie umrahmten meine Schultern, und schob sich Zoll für Zoll zwischen meine Lippen.
Ich nahm ihn tief auf, Wangen hohl, Zunge folgte jeder Ader. Er fluchte über mir, Hüften wippten sanft, fickte meinen Mund mit kontrollierten Stößen. Eine Hand stützte sich am Kopfteil ab, die andere vergrub sich in meinem Haar, lenkte, aber zwang nicht.
„So ist’s gut, Baby… genau wie am Pfahl… mein perfektes Mädchen…“
Ich stöhnte um ihn herum, die Vibration ließ ihn zucken und wieder fluchen. Ich konnte schmecken, wie nah er schon war, salzig und dringend. Ich wollte es, wollte jeden Tropfen von dem Mann schlucken, der mich vor allen beansprucht hatte, ohne dass sie es wussten.
Er zog sich plötzlich heraus, Faust pumpte einmal, zweimal, und dann kam er (dicke Stränge malten auf meine Zunge, meine Lippen, tropften über mein Kinn auf meine Brüste). Er stöhnte meinen Namen wie ein Gebet und einen Fluch.
Ich lag keuchend da, leckte ihn von meinen Lippen, sah zu, wie er mich ansah, mit etwas Wildem und Zärtlichem zugleich.
Er wurde nicht lange weich.
Innerhalb von Minuten war er wieder hart (unmöglich hart), streichelte sich zurück zur vollen Länge, während seine Augen über meinen Körper wanderten.
„Muss in dir sein“, knurrte er. „Brauche diese Muschi, Yummy. Habe vierundzwanzig verdammte Stunden davon geträumt.“
Ich schüttelte den Kopf, schmeckte ihn immer noch. „Noch nicht.“
Er erstarrte, Kiefer angespannt. „Tatiana—“
„Ich sagte noch nicht.“ Meine Stimme war zittrig, aber fest. „Ich will dich verzweifelt danach. Ich will dich betteln hören, wenn es endlich passiert. Ich will wissen, dass du die Welt ruinierst, um in mich zu kommen.“
Seine Augen loderten. Ein langsames, gefährliches Lächeln krümmte seinen Mund.
„Dann benutze mich stattdessen“, flüsterte ich. „Berühr mich. Kost mich. Mach mich kommen, bis ich meinen eigenen Namen vergesse. Aber du kommst nicht rein (nicht heute Nacht).“
Er sah aus, als wollte er widersprechen, mich festhalten und nehmen, was er wollte. Stattdessen atmete er aus, rau und ehrfürchtig.
„Christus, du bringst mich um.“ Er glitt meinen Körper hinunter, spreizte meine Schenkel weit, hakte meine Beine über seine Schultern. „Aber ich sterbe glücklich.“
Sein Mund fand meine Klitoris, als hätte er in einem anderen Leben eine Karte von mir studiert. Zunge flach und gnadenlos, dann schnalzend, dann saugend, bis mein Rücken sich vom Bett wölbte und ich ins Kissen schrie. Zwei dicke Finger schoben sich in mich, krümmten sich, streichelten diesen Punkt, der meine Glieder zu Flüssigkeit machte. Er ließ nicht nach (leckte, fingerte, knurrte schmutziges Lob gegen meine Muschi), bis ich so hart kam, dass meine Sicht weiß wurde, Schenkel um seinen Kopf klemmten.
Er machte weiter. Ein zweiter Orgasmus krachte über mich, bevor der erste verblasst war. Dann ein dritter, langsamer, tiefer, bis ich seinen Namen schluchzte, Finger in die Laken krallten.
Erst dann kroch er wieder hoch, küsste mich, damit ich mich selbst auf seiner Zunge schmecken konnte, sein Schwanz heiß und steif gegen meinen Bauch.
„Bitte“, flüsterte er gegen meine Lippen, Stimme zerfetzt. „Lass mich rein.“
Ich umfasste sein Gesicht, Daumen folgte dem Bart, der meine Schenkel wund gerieben hatte.
„Noch nicht, Zaddy“, hauchte ich. „Aber bald. Wenn ich es sage.“
Er stöhnte lang und gebrochen und brach neben mir zusammen, zog meinen weichen Körper an seinen harten, Schwanz nistete zwischen meinen Schenkeln wie ein Versprechen und eine Drohung.
Draußen schlief der Campus.
Drinnen in Zimmer 145 hielt mich der Sheriff wie ein Besessener, und ich ließ es zu.
Denn zum ersten Mal in meinem Leben war ich nicht zu viel.
Ich war genau genug, um einen Mann wie ihn in die Knie zu zwingen.
Und ich war noch nicht fertig damit, ihn betteln zu lassen.