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Der verfluchte Alpha der Moonlight High Academy

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Als Ellas Vater, der Beta des Rudels, ermordet wird, führen seine letzten Worte sie an den letzten Ort, an dem sie jemals sein sollte. Moonlight High. Eine angesehene, reine Jungenschule für Werwölfe. Eine Welt, für die sie nie bestimmt war.Also schneidet sie sich die Haare, bindet ihre Brust ab und wird zu Elliott.Sich anzupassen ist schon schwer genug. Doch als Ella entdeckt, dass der mächtige Schulpräsident kein anderer ist als Alpha Alex — derselbe mürrische, maskenlose Alpha, den sie versehentlich im Rudelhaus blamiert hat — wird das Überleben um einiges komplizierter.Er erkennt sie nicht. Sie muss es so bleiben lassen.Gemeinsam decken sie einen gefährlichen Kult auf, der im Verborgenen der Akademie operiert, eine Verschwörung, die bis ins Herz ihres Rudels reicht, und eine Wahrheit über den Tod ihres Vaters, die alles verändert.Je näher sie der Wahrheit kommen, desto näher kommen sie einander. Und desto schwerer wird es, sich daran zu erinnern, warum sie ihn niemals herausfinden lassen darf, wer sie wirklich ist.Wie lange kann ein Mädchen sich vor aller Augen verstecken — besonders wenn der Junge, vor dem sie sich versteckt, sich langsam wie ein Zuhause anfühlt?

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Chapter 1
KAPITEL 1 Ellas Perspektive Die Morgensonne schlich sich durch mein Fenster und stach mir in die Augen, als hätte sie einen persönlichen Groll gegen mich. Ich kniff die Augen zusammen und stöhnte, als jemand laut an meine Tür klopfte. Wer klopft denn so morgens? Ich murrte und drehte mich zur Seite des Bettes. „Steh auf, Ella. Du hast ein Paket bekommen." Vater kam herein, eine Schüssel Pudding in der Hand, mit einer zerknitterten Schürze um die Hüfte. Seine Haare sahen aus, als hätte er sie mit einer Gabel gekämmt. Er ist der Beta unseres Alphas, erfüllt aber trotzdem seine väterlichen Pflichten. Gerüchte im Rudel besagen, dass er Alpha hätte werden sollen, nachdem der letzte gestorben war, doch jemand anderes wurde stattdessen gewählt. Vater beschwerte sich nie. Er schien aufrichtig glücklich damit, Beta zu sein, also hinterfragte ich es nie. Ich rollte mich aus dem Bett, schlurfte ins Badezimmer, wusch mir das Gesicht, putzte mir die Zähne und schleppte mich dann ins Esszimmer. Der Duft von Vaters besonderer Pasta erfüllte das gesamte Haus. Wenn der Himmel einen Geruch hätte, wäre es dieser. „Die Schachtel steht im Regal," sagte er und zeigte mit seinem Löffel darauf. „Ich werde an einem Treffen mit den benachbarten Rudeln teilnehmen." Ich seufzte und ging hinüber, um das Paket herunterzunehmen. „Worum geht es diesmal bei dem Treffen? Sollte der Alpha das nicht alles selbst erledigen? Du nimmst an seinen Treffen teil und erledigst die ganze schwere Arbeit, während er von einer Party zur nächsten hüpft." „Ella, sag das nicht. Er ist unser Alpha. Du musst ihn respektieren." Ich verdrehte die Augen und griff nach einem Messer, um das Siegel aufzuschneiden. „Es ist ein Umschlag," murmelte ich. „Da steht— Moonlight High." Vater stand sofort auf und riss ihn mir aus der Hand, bevor ich ihn öffnen konnte. Verdächtig? „Komm essen," sagte er mit einem viel zu strahlenden Lächeln. Ich starrte eine Weile auf den Umschlag, den er gerade in seine Tasche gesteckt hatte. Vater benahm sich gerade ziemlich seltsam — war das Paket nicht für mich bestimmt gewesen? Ich setzte mich und zog meine Schüssel näher heran. „Haben sie meinen Namen aus Versehen auf das Paket geschrieben?" murmelte ich mit vollem Mund. Vater griff nach einem Taschentuch und wischte mir den Mund ab. Mit neunzehn Jahren. Neunzehn. Nicht mal Welpen werden so abgewischt. „Außerdem," sagte ich, „Moonlight High? Ist das nicht eine Schule für Männer?" Vater nickte und aß langsam. Moonlight High war die größte rein männliche Einrichtung für angehende Alphas. Die Männer in unserem Rudel durften dort hingehen, aber Frauen wie ich besuchten gemischte Schulen wie Howling Hills oder die Lycan Academy mit neunzehn Jahren. Männer konnten mit achtzehn eintreten, da sie ihren Wolf meist früher bekamen. „Ich werde später mit Lydia zum Rudelhaus gehen. Sie sagte, die Mutter des Alphas möchte alle Töchter der ranghohen Mitglieder sehen. Irgendetwas davon, eine Gefährtin für den Alpha zu finden." Ich zuckte mit den Schultern. „Du solltest dort nicht hingehen," sagte Vater scharf. „Ach komm schon. Ich habe nicht einmal meinen Wolf. Es gibt keine Möglichkeit, dass ich als seine Luna ausgewählt werde." Ich schnaubte. „Machst du dir Sorgen, dass ich Luna werde?" Seine Stimme wurde leise. „Ich will nicht, dass du irgendetwas mit der Familie des Alphas zu tun hast." Ich hielt inne. Sein Gesichtsausdruck hatte sich verändert — ernst, verschlossen. In dem Moment, als ich den Brief herausgezogen hatte… war er steif geworden. Was in aller Welt stand in diesem Umschlag? Vater ging zum Treffen, und ich machte mich auf den Weg zu Lydia. Ihr Vater ist Ältester Kael — der Dritte im Rang. Nach dem Alpha, dann Vater, dann Ältester Kael. „Glaubst du, ich werde als Gefährtin des Alphas ausgewählt?" fragte Lydia, während sie zum fünften Mal ihr Spiegelbild betrachtete. Sie trug mehr Lipgloss auf, spitzte die Lippen und wandte sich mir dramatisch zu. „Wie sehe ich aus?" „Wie jemand, der das seit dem Mutterleib geprobt hat," murmelte ich und lehnte meinen Kopf ans Fenster, während ihr Fahrer uns zum Rudelhaus brachte. Der Alpha war jemand, um den ich mich nicht gekümmert hatte. Ich hatte ihn vielleicht fünfmal gesehen. Er trug immer eine Maske. Niemand wusste warum. Manche sagten, es sei eine Narbe; manche sagten, er sei hässlich. Lydia schwor, er sei geheimnisvoll und „herzzerreißend gutaussehend." Sie sagte es mit dem Ernst von jemandem, der eine heilige Wahrheit bekennt. „Wir sind da!" quietschte sie. Wir stiegen aus und eilten hinein. „Beeilen wir uns," sagte sie — eben dieses Mädchen, das dreißig Minuten damit verbracht hatte, perfekt auszusehen. Während wir uns bewegten, mich Lydia wie eine Geisel hinter sich herziehend, lief eine Magd in mich hinein und verschüttete Wein über mein Kleid. „Es tut mir so leid! Ich reinige es sofort!" Sie geriet so in Panik, dass sie ihr Gewand zerriss, um einen Lappen daraus zu machen. Ich ergriff schnell ihre Hand. „Nein, nein, ich kümmere mich darum. Ihr Kleid hat genug gelitten." Ich lächelte. „Also gut, beeil dich, Ella," sagte Lydia und eilte voraus. Es war das erste Mal, dass ich im Rudelhaus war. Vater hatte mich nie herkommen lassen. Immer dieselbe Warnung — er wollte mich nicht in der Nähe der Familie des Alphas haben. „Wo ist die Toilette?" murmelte ich, nachdem ich denselben Korridor zum fünften Mal umrundet hatte. An diesem Punkt war das Rudelhaus vielleicht gebaut worden, um Menschen zu verwirren. Die Magd hatte angeboten, mich zu führen, aber nein — die große Ella hatte gesagt: „Ich finde es selbst." Zehn Minuten später: verloren. Absolut verloren. Ich ging den Nordflügel entlang und sah eine Holztür am anderen Ende. Das musste sie sein. Ich öffnete sie und fand… eine weitere Tür. Seltsam. Ich stieß sie auf und fand — noch eine Tür. „Im Ernst?" flüsterte ich. Die dritte Tür öffnete sich in ein gleißendes Licht. Ich schirmte meine Augen ab, bis die Helligkeit nachließ, und dann — Mein Kiefer fiel herunter. Es sah aus wie eine andere Welt. Ein verborgenes Paradies im Inneren des Rudelhauses. Üppig, hell, unwirklich. Ich hatte noch keinen einzigen Schritt gemacht, als etwas Scharfes an meinen Hals gedrückt wurde. „Keine Bewegung." Eine Stimme kam von hinter mir. Und das war natürlich der Moment, in dem ich es bereute, die Hilfe der Magd abgelehnt zu haben.

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