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1647 Words
ANN „Du hast keinen blassen Schimmer, wie sehr ich dich will.“ Er biss mich hart, als würde er die Beherrschung verlieren, und ich schrie auf, während mein Kopf nach hinten schlug. „Ahh.“ Wer auch immer Yvette war, sie konnte zur Hölle fahren. Das redete ich mir zumindest ein. Er warf mich zurück aufs Bett und riss eine Kondompackung mit den Zähnen auf. Er spuckte die Hülle aus, streifte sich den Schutz über und kroch über mich. „Mach auf“, formten seine Lippen lautlos. Ich tat, worum er bat, und er hob meine Beine an, bis sie über meinen Schultern lagen. „Vorsichtig“, flüsterte ich. Sein Gesichtsausdruck wurde weicher. „Baby.“ Er küsste mich zärtlich. „Ich werde dir nicht wehtun.“ Mein Herz krampfte sich zusammen. Es fühlte sich fast sicherer an, wenn er grob war. Zumindest hatte ich dann noch einen Rest Widerstandskraft. Er ließ sich auf die Knie zurückfallen und strich mit der Spitze seines Glieds zwischen meiner geschwollenen, feuchten Weiblichkeit hin und her. Ich schauderte, als er damit über meine Klitoris rieb. Ich war so kurz vor dem Orgasmus, dass es fast schon schmerzhaft war. Oh Gott… Er hielt inne. Er schob die Spitze ein wenig hinein und stieß auf Widerstand. Sein Kiefer hing locker, während er beobachtete, wie unsere Körper aufeinandertrafen. „Lass mich rein. Schenk mir deine Feuchtigkeit und lass mich rein.“ Er drückte ein Stück weiter, und mein Körper schien ihn regelrecht aufzusaugen. Er wollte das hier. Verdammt… wir wollten es alle. Langsam schob er sich vor, und mein Kopf fiel in den Nacken. Er hielt meine Beine in der Luft, während er sich zentimeterweise in seiner vollen Länge in mich hineindrückte. Er legte seine Hand auf meinen Unterbauch und presste unsere Körper eng aneinander, damit ich mich an seine Größe gewöhnen konnte. In meinem Inneren flatterte alles. Das war zu gut. Er war zu gut – und ein verdammter Herzschmerz, der nur darauf wartete, zu passieren. „Rian.“ Ich griff nach ihm. Seine Lider hingen schwer herab; er wirkte völlig verloren in seiner eigenen Welt der Lust und war unfähig, auf meinen Ruf zu antworten. Ich richtete mich auf, um ihn zu packen und zu mir herunterzuziehen. Ich brauchte ihn näher bei mir. Er drückte meine Beine noch höher und stieß kreisend tief in mich hinein. Wir stöhnten beide vor Vergnügen auf. „Verdammt, ja… Vianne“, flüsterte er an meinem Ohr. „Spürst du, wie tief ich in dir bin? Weißt du, wie oft ich es mir diese Woche allein bei dem Gedanken an deine wunderschöne, feuchte Muschi selbst besorgt habe?“ Er biss mir hart ins Ohr, und eine Gänsehaut breitete sich über meinen Rücken aus. „Ich will so verdammt hart in dir kommen… immer und immer wieder.“ Oh Gott. Ich warf einen Blick in den Spiegel an der Wand, um uns so zu sehen. Seine kräftigen Oberschenkel waren weit gespreizt, seine dunkle Haut war von Muskeln durchzogen. Der Anblick war eine Reizüberflutung, und ich schrie auf, als ein Orgasmus wie ein Güterzug durch mich hindurchraste. Er lächelte düster, während er mich durch den Höhepunkt hindurch weiter nahm, dann änderte er seine Position, packte meine Knöchel und spreizte meine Beine noch weiter. „Umschließ mich“, keuchte er und stieß kraftvoll zu. Das Bett schlug unaufhörlich gegen die Wand. „Saug meinen Schwanz richtig ein, Baby.“ Unsere Blicke waren ineinander verhakt, und ich klammerte mich eng um ihn. Seine Lippe kräuselte sich anerkennend. „Härter.“ Ich spannte mich noch fester an, und sein Kopf flog nach hinten. Meine Hände lagen auf seinen Schenkeln, und die rohe Kraft darunter vernebelte mir den Verstand. Seine Hände sanken auf die Matratze; er stützte sich mit durchgedrückten Armen ab und gab es mir nun richtig. Das Geräusch, mit dem unsere Haut aufeinanderklatschte, hallte durch den ganzen Raum, und dann begann er zu stöhnen. Es war ein tiefes, kehliges, fast animalisches Geräusch. Er verzog das Gesicht und stieß ein letztes Mal hart zu. Ich spürte, wie sein Glied zuckte, als er tief in mir kam. Wir bewegten uns noch langsam gemeinsam weiter, um seinen Orgasmus auszukosten, während sich unsere Lippen erneut fanden. Unser Kuss war zärtlich, und eine unerwartete Intimität entstand zwischen uns. Dann hielt er inne. Seine gequälten Augen suchten meine. Aus irgendeinem Grund verspürte ich das Bedürfnis, ihn zu trösten. „Es ist alles gut, Baby“, flüsterte ich und strich ihm die Haare aus dem Gesicht. „Ich bin hier.“ Er legte seinen Kopf auf meine Brust und schmiegte sich zwischen meine Brüste. Unsere Herzen rasten noch immer, während er sich an mich klammerte, als ginge es um sein Leben. Ich hielt ihn fest umschlungen und küsste ihn auf den Kopf, doch ein Gefühl von Unbehagen machte sich in mir breit. Irgendetwas stimmte nicht. Er hielt mich noch fester, und ich erwiderte den Griff. Irgendetwas sagte mir, dass Mr. Kronfeld eine schwer beschädigte Seele war. Es war stockfinster, während ich eine traumhafte Szene vor Augen hatte. Erregung durchströmte meinen Körper, und ich lehnte mich zurück, um es zu genießen. Es fühlte sich gut an. Ich mochte diesen Traum. Sehr sogar. Meine Beine öffneten sich weiter, und ich lächelte vor mich hin. Ich spürte einen Kuss auf meiner Innenseite der Oberschenkel, und meine schläfrigen Augen flatterten auf. Meine Hand glitt unter die Decke, und ich spürte dort eine Bewegung. Moment… was? Eine breite Zunge strich durch meinen Schoß, und ein wohliger Schauer durchlief mich. Das hier war echt. Ich war immer noch mit Rian im Escape Room. Dieser Mann war unersättlich. Wir hatten letzte Nacht dreimal s*x gehabt, bevor wir eingeschlafen waren, und jetzt wachte ich so auf. Ich schlug die Decke zurück, und im fahlen Mondlicht, das durch das Fenster fiel, sah ich, wie Rian mich leckte, als hänge sein Leben davon ab. Ich lächelte mit einem scharfen Einatmen und nahm sein Gesicht in meine Hände. Seine Augen fixierten meine, während er meine Weiblichkeit mit offenem Mund küsste. „Absacker“, flüsterte er. Ich spreizte die Beine noch weiter. „Bitte… fühl dich wie zu Hause.“ Er leckte mich immer tiefer, und mit jedem Stoß wuchs meine Erregung. Mein Rücken begann sich vom Bett abzuheben, auf der Suche nach noch mehr Nähe. „Komm hoch zu mir, Kronfeld.“ Er lachte leise, während er über meinen Körper kroch, meine Lust glänzte auf seiner Haut. Als er mich küsste, schmeckte ich mich selbst an ihm. „Du bist ein echter Streuner“, flüsterte ich. Er lächelte gegen meine Lippen, während er sich ein Kondom überstreifte. „Die Versuchung bei dir ist einfach zu groß.“ Ich schlang meine Beine um seine Taille, und er glitt tief in mich hinein. Mein Körper bebte um ihn herum. „Du bist perfekt“, flüsterte ich ihn ehrfürchtig an. Er lächelte sanft. „Und du bist voller Illusionen.“ Ich grinste, als er mich leidenschaftlicher küsste. Ohne Witz: Rian Kronfeld war die männliche Perfektion. Ich wollte niemals, dass diese Nacht endete. „Ich muss los, Süße.“ Ich rollte mich zur Seite und blinzelte gegen das Licht, um wieder klarzusehen. Rian trug bereits seinen Anzug und band sich gerade die Krawatte um. Ich stützte mich auf meine Ellbogen. „Wo gehst du hin?“ „Ich habe ein Meeting.“ Er beugte sich vor und küsste mich sanft, wobei er mir die Haare aus der Stirn strich. „Ich bin sowieso schon spät dran.“ „Na ja…“ Ich hielt inne und ließ mich zurück in mein Kissen fallen. „Wann sehe ich dich wieder?“ Er trat vor den Spiegel und rückte seine Krawatte zurecht. „Ich bin mir nicht sicher.“ Ich starrte seinen Rücken an. Er suchte im Spiegel Augenkontakt mit mir, sah dann aber wieder weg. „Kommst du mich im Café besuchen?“, fragte ich. Ich wusste, dass ich quengelig klang, aber letzte Nacht war etwas Besonderes gewesen, und ich wusste, dass er das auch gespürt hatte. „Nein.“ Er richtete seine Manschettenknöpfe aus, ohne mich anzusehen. „Nein?“, ich runzelte die Stirn. „Einfach so? Nein?“ „Ich werde dich hier draußen nicht sehen, bis…“ Seine Stimme verstarb. „Bis was?“ „Bis du kündigst.“ Ich schenkte ihm ein gequältes Lächeln; na ja, das war immerhin besser als nie, schätzte ich. „Nur noch zwei Schichten.“ Er zog eine Augenbraue hoch, während er ins Badezimmer ging. „Wir werden sehen“, hörte ich ihn unter seinem Atem murmeln. Ich hörte das Geräusch beim Zähneputzen, und dann tauchte er wieder auf. Er trat ans Fußende des Bettes, schlug die Decke zurück und packte mich am Fuß. Er zog mich ans Ende der Matratze, und ich lachte laut auf. Er beugte sich vor und küsste meinen Schoß. „Letzte Nacht war fantastisch“, flüsterte er, bevor er mich auf den Oberschenkel küsste. Mein Herz schwoll an, während ich ihn beobachtete. „Das war sie, nicht wahr?“, lächelte ich. Er küsste mich erneut im Schritt. „Ich muss wirklich gehen. Hör auf, mich abzulenken.“ Ich kicherte und setzte mich auf. „Ich sage doch gar nichts.“ Er drehte sich um und hob die Brauen. Ich krümmte den Finger. „Komm her.“ Er stürzte sich über mich aufs Bett, drückte meine Hände über meinem Kopf fest und spreizte meine Beine mit seinem Knie. „Bis zum nächsten Mal“, flüsterte er und sah auf mich herab, sein Gesicht nur Millimeter von meinem entfernt. Mein Magen kribbelte. „Bis zum nächsten Mal.“ Er küsste mich zart, stand dann auf und ging zielstrebig den Flur entlang. Ich hörte das Klicken der Haustür und starrte mit einem debilen Lächeln an die Decke, während ich die Augen vor Vorfreude fest zusammenkniff. Bis zum nächsten Mal.
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