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Wenn die Rollen sich wenden

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Blurb

Zehn Jahre sind vergangen, seit England von der verfluchten Lykanthropen-Rasse übernommen wurde. Manche nennen es einen Fluch – die Wissenschaft spricht von einem Virus, das außer Kontrolle geraten ist. Heute ist das Land das Reich der Wölfe: Menschen sind nur noch Beute, und die Wölfe gnadenlose Jäger.Früher jagten die Menschen die Werwölfe, verbrannten sie wie Hexen oder pfählten sie wie Vampire – als sie noch beherrschbar waren. Doch inzwischen sind die Wölfe stärker, schneller und unberechenbarer als je zuvor. Ein Biss, und du wirst einer von ihnen – oder stirbst sofort.Lucy und ihre Freunde gehören zu den wenigen Überlebenden. Doch selbst für sie wird das Überleben immer gefährlicher, als Lucy entdeckt, dass sie die Gefährtin des gnadenlosen Lykan-Königs ist und unter den Werwölfen leben muss.In einer Welt, in der Menschen gejagt werden, zu Beute und Nahrung für die Wölfe geworden sind, scheint es kaum noch Hoffnung zu geben. Doch eine neue Generation hat die Rollen verändert – die Lykanthropen sind überall wie ein Schwarm wilder Fliegen, und das Ende der Menschheit könnte näher sein, als je zuvor.

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Kapitel 1
„Wir müssen rennen!“, schrie ich Catherine zu, meine Stimme rau vor Panik und Angst. Die Schatten des Waldes lagen um uns, als würden die Bäume selbst sich schließen. Ich packte ihre Hand, doch tief in mir wusste ich, dass sie keine weiteren dreißig Minuten überleben würde. Die Infektion in ihrem Bein breitete sich schnell aus, ihre Haut war bereits blass und schweißnass vom Fieber. Ein fauliger Geruch hing an ihr, und der blutdurchtränkte Verband um ihr verletztes Bein verbarg kaum noch den Schaden. Mir wurde in diesem Moment klar, mit sinkendem Herzen, dass ich einen weiteren Verlust erleben würde – eine weitere Seele, die uns diese grausame, verdrehte Welt entreißt. So sah unser Leben jetzt aus: ein Leben, das wir uns nicht ausgesucht hatten, das uns aber von der Schicksalshand auf einem blutigen Tablett serviert wurde. Catherine wandte ihr Gesicht zu mir, ihre Augen gefüllt mit dem gleichen mitleidigen Ausdruck, den mir meine Familie gegeben hatte, bevor sie von den Kreaturen zerrissen wurden, die wir einst Legenden nannten – jetzt als Werwölfe bekannt. Die Erinnerung an diesen Tag verfolgte mich; ich konnte noch das Knacken hören, die Schreie, die abrupt endeten, das Geräusch von Blut, das auf die Blätter tropfte. Catherines bitteres Lachen schnitt durch meine Gedanken, ein scharfer Laut, der sich mit ihren Tränen vermischte. Sie sah auf ihr verstümmeltes Bein und dann wieder zu mir, Resignation auf ihrem blassen Gesicht geschrieben. „Geh“, krächzte sie, ihre Stimme kaum hörbar. „Sie sind hier. Sie werden dich finden. Wohin soll ich so gehen?“ Ihre Stimme erhob sich zu einem Schrei, roh und voller Qual. „Ich bin so gut wie tot, Lucy! Geh einfach!“ Ich zögerte nur eine Sekunde, das Gewicht ihrer Worte sickerte in mich wie ein Stein in einen dunklen Brunnen. Dann rannte ich. Ich blickte nicht zurück. Ich konnte es mir nicht leisten. Ich war daran gewöhnt, ohne zurückzuschauen zu rennen, die Menschen loszulassen, die mir wichtig waren, einer nach dem anderen, während sie mir von der gnadenlosen Hand des Schicksals entrissen wurden. Ich sprintete durch den Wald, die Äste kratzten an meinem Gesicht wie knochige Finger. Das Echo von Catherines Schreien hallte hinter mir, eine schreckliche Symphonie aus Schmerz und Angst, die langsam verstummte, bis nur noch das Rascheln der Blätter und mein eigener keuchender Atem blieb. Wir hätten es nicht tun sollen. Wir hätten nicht alles für ein paar Brocken Essen riskieren sollen. Aber welche Wahl hatten wir? Verhungern oder durch die Bestien sterben – eine Entscheidung, die uns von einer Welt aufgezwungen wurde, die längst jede Gnade verloren hatte. Und jetzt war meine beste Freundin ihre Beute geworden. Ironisch, wirklich – wie wir kämpften, um uns selbst zu ernähren, nur um gesund zu sein, wenn die Werwölfe endlich kamen, um uns zu fressen. Unser Tod war unvermeidlich. Wir waren alle nur Beute, wartend auf die Zähne des Todes. Es war nur eine Frage der Zeit, bis sie uns alle erreichten. Ich stolperte zurück in unser Versteck, keuchend, meine Lungen brannten, als wären sie voller Feuer. Ich hatte kaum Zeit, Luft zu holen, da stürmte Jake auf mich zu. Sein Gesicht verzerrt vor Wut, die Augen wild vor Trauer. Der Schlag kam hart und schnell, ein scharfes Krachen, das die Stille durchbrach. Meine Wange brannte, doch ich zuckte nicht. Ich hatte es verdient. „Wo ist sie?“ schrie er, seine Stimme brach vor Verzweiflung. „Wo ist Catherine, Lucy?“ Er wusste. Er musste es wissen. Der Blick in seinen Augen sagte mir, dass er es tat, aber er wollte es von mir hören, wollte bestätigen, was sein Verstand längst befürchtet hatte. „Du hast sie verdammt noch mal zurückgelassen!“ Er wusste, dass sie sie erreicht hatten – dass sie nun nur eine weitere Opferseele der hungrigen Kreaturen war, die uns wie Schatten verfolgten. Er machte einen Schritt vorwärts, die Faust erhoben, als wollte er mich schlagen, doch er stoppte abrupt. Wir hörten es dann beide: das tiefe, gutturale Knurren. Der Ton erfüllte die Luft und schickte einen Schauer über meinen Rücken. Es war ein Geräusch, das nur eines bedeutete – der Tod war nah. Die Knurrlaute wurden lauter, begleitet vom Knacken der Äste und dem Rascheln der Blätter unter schweren Pfoten. Ihre gnadenlosen, hungrigen Augen glühten in der Dunkelheit, ein krankes Orange, das durch die Schatten wie zwei Flammen stach. Sie umzingelten uns, der Wald lebendig mit dem Glanz ihrer Augen, wie Dämonen, die aus der Hölle krochen. Ich konnte den Speichel an ihren Zähnen glitzern sehen, im Mondlicht wie Perlen – schön, wenn man nicht wüsste, dass er von den Menschen stammte, die man liebte. Jakes Brust hob und senkte sich schnell, sein Atem kam in kurzen, scharfen Stößen. Ich konnte fast den schnellen Schlag seines Herzens hören, wie er pure, ungezügelte Angst beschleunigte. Er begann zu schreien, die Stimme hoch und erfüllt von der rohen Angst eines Menschen, der wusste, dass er sterben würde. Sein Schrei verstummte abrupt, als das erste Tier nach ihm sprang. Es war ein Schlag, und Jake fiel zu Boden. Blut klebte, doch es war mehr die Gefahr, die wir spürten, nicht die Szene selbst. Ich konnte nicht wegsehen. Ich war wie gelähmt, sah zu, wie das Tier ihn packte. Ich wartete. Ich wusste, dass ich die Nächste sein würde. Ich hatte immer gewusst, dass dieser Moment kommen würde. Es gab kein Entkommen, keinen Retter, kein Wunder. Ich stand als Nächste auf der Liste des Schlachtens. Mein Herz pochte in meiner Brust, jeder Schlag ein Countdown zum Unvermeidlichen. Alles, was ich tun musste, war zu schreien. Aber ich tat es nicht. Ich stand da, taub und leer, starrte in die orange leuchtenden Augen des Todes, der sich auf mich zubewegte. Und in diesem Moment wusste ich: So endet es für uns alle.

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