Kapitel dreiundzwanzig

435 Words

Nicht alles war einfach. Das wäre gelogen – und ich hatte mir geschworen, in dieser Geschichte keine Lügen mehr zu erzählen, weder mir selbst noch irgendjemand anderem. Es gab Momente, in denen die Vergangenheit zurückkehrte. Nicht mit voller Wucht – sie schlich sich leise, durch die Hintertüren zurück. Einmal: Lila rief an, und ich saß neben Kael auf seinem Sofa. Als ich seinen Namen sagte – beiläufig, ganz selbstverständlich, als lebten wir drei in einer Welt ohne Ecken und Kanten –, spürte ich, wie etwas in mir innehielt. Ein Zögern. Als hätte mein Körper noch nicht vergessen, was es einst bedeutete: Kaels und Lilas Name im selben Satz. Einmal: Wir trafen einen gemeinsamen Bekannten von Kael und Lila in einem Café. Der Mann sah uns an. Er nahm wahr, was er sah. Und dann dieses kurze, un

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