Kapitel 3

205 Words
Der Blutmond kündigt Unheil an Seraphina verschränkte die Arme, trat näher an ihn heran. Sie wollte jede Regung sehen, jedes unbewusste Zeichen von Aggression. Doch Kael stand still. Wachsam. Beherrscht. „Warum bist du hier?“, fragte sie. „Weil der Blutmond steigt“, antwortete er. „Und weil etwas erwacht ist, das selbst wir fürchten und wir Hilfe brauchen.“ Sein Blick wanderte kurz zu den Fenstern, hinter denen sich der Himmel langsam rötlich färbte. Seraphina spürte ein Ziehen in ihrer Brust. „Mein Wald ist geschützt.“ „Noch,wer weiß wie lange“, sagte Kael ruhig. „Aber die Fäulnis breitet sich aus. Nicht nur hier. Überall.“ Sie sah ihn scharf an. „Und du glaubst, ich helfe einem Werwolf? wieso sollte ich das tun ?“ Er hielt ihrem Blick stand. „Ich glaube, dass du helfen wirst, weil du nicht wegsehen kannst.“ Die Worte trafen sie unerwartet. Er sah sie wirklich. Draußen ging der Blutmond auf. Sein Licht kroch durch die Ritzen der Hütte und legte sich wie ein Omen auf ihre Haut. Seraphina wusste in diesem Moment: Diese Begegnung würde alles verändern. Aber sie war sich noch nicht sicher ob zum Vorteil oder zum Nachteil.
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