Ich erzählte Sebastian nicht, dass ich gehen würde. Ich sagte mir, es läge daran, dass ich mich noch nicht vollständig entschieden hatte, obwohl die Nachricht auf meinem Handy etwas anderes sagte, obwohl neun Uhr bereits so nah war, dass die Lüge weniger wie eine Entscheidung und mehr wie etwas wirkte, das ich bereits in dem Moment getan hatte, als ich auf „Senden“ gedrückt hatte. Er schrieb mir, während ich noch mit den Einkäufen an meiner Küchenzeile saß, die zur Hälfte ausgepackt waren. Sebastian: Soll ich dich zu deiner Schicht bringen? Ich: Heute ist alles gut. Ich nehme mir heute Abend frei und bleibe zu Hause. Sebastian: Du nimmst dir nie einen Abend frei. Ich: Ich brauche einen. Langer Tag. Sebastian: Okay. Ruf mich an, wenn du deine Meinung änderst. Ich komme auch so vorbei

