Kapitel 21

1064 Words

Sie lehnte draußen vor der Sporthalle an einem Getränkeautomaten, als ich herauskam, als hätte sie genau dort auf genau mich gewartet. „Wo geht er dienstags hin?“ Ich blieb stehen. „Wie bitte?“ „Sebastian. Dienstags.“ Val löste sich nicht vom Automaten. Die Arme vor der Brust verschränkt, musterte sie mich auf diese Art, wie man etwas betrachtet, über das man längst eine Antwort hat und nur noch auf die Bestätigung wartet. „Früher hat er jeden Dienstag mit meiner Familie zu Abend gegessen. Seit Wochen ist er nicht mehr aufgetaucht.“ „Ich verfolge seinen Tagesplan nicht.“ „Tust du das nicht doch?“ Sie stieß sich vom Automaten ab und verringerte langsam und bewusst den Abstand zwischen uns. „Ihr zwei hängt in letzter Zeit praktisch ständig zusammen.“ „Wir sind Stiefbrüder, Val.“ „Klar

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