Kapitel 11: Das Lied der Ruinen

1005 Words

Freya Die Stille ist ein Meer. Ein schwarzes, weites Meer, ohne Ufer. Und in diesem Meer treibe ich. Zwischen zwei Schlägen. Zwischen zwei Schreien. Zwischen dem, was ich war... und dem, was ich gerade werde. Dann atme ich ein. Die Luft strömt wie eine Klinge in mich hinein. Jeder Atemzug zerreißt mich, erinnert mich daran, dass ich noch lebe. Dass ich nicht vollständig verbrannt bin. Noch nicht. Unter meinen Fingern ist der Boden Asche. Glatt, warm, fast sanft. Und dort, über mir, der Himmel. Eine gespaltene Obsidian-Decke, durchzogen von Rissen, durch die ein seltsames, blasses, unwirkliches Licht dringt. Wie eine Erinnerung an die Dämmerung in einer Nacht, die niemals endet. Der Thron ist nicht mehr. Das Herz des Heiligtums schlägt im Nichts. Ich richte mich auf. Meine Glieder sc

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