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TAGSÜBER PRAKTIKANTIN, NACHTS SEINE OBSESSION

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Ein wildes Wochenende in München hätte nichts bedeuten sollen.

Eine einzige hemmungslose Nacht. Ein Mann, den sie nie wiedersehen wollte.

Fünf Jahre später steht Hannelore Lehmann endlich dort, wovon sie immer geträumt hat: Ihre kardiologische Famulatur in Sachsen beginnt – unter der Leitung des brillanten und gnadenlosen Dr. Kilian Peters.

Des Mannes, dem sie ihre Unschuld gab.

Zunächst scheint er sie nicht zu erkennen.

Oder vielleicht genießt er einfach den Moment, in dem er sie in der Abstellkammer in die Enge treibt und ihr ins Ohr knurrt: „Ich habe dich gesucht."

Doch Hannelore verbirgt weit mehr als eine vergessene Nacht.

Sie verbirgt einen dreijährigen Sohn – mit Kilians Augen.

Und ein zweites Leben im Scheinwerferlicht – sie tanzt unter falschem Namen, um die Miete zu zahlen und die Inkassobüros auf Abstand zu halten.

Sie rechnet nicht damit, dass er eines Nachts den Club betritt.

Und schon gar nicht damit, dass er sich einen Privattanz bestellt – von der Frau, die er eigentlich nicht erkennen dürfte.

Als die Wahrheit ans Licht explodiert, wird Kilian nicht einfach nur wütend.

Er schlägt zurück.

Er beantragt das Sorgerecht – obwohl er immer geschworen hat, keine Kinder zu wollen.

Obwohl er stets betont hat, dass Familie nichts für ihn ist.

Doch dieser dunkle, besitzergreifende Blick erzählt eine ganz andere Geschichte.

Er will nicht nur seinen Sohn.

Er will sie. Unter seiner Kontrolle. Als die Seine. An ihn gebunden – auf jede Art, der sie einst entkommen ist.

Nun muss Hannelore um ihre Selbstbestimmung kämpfen, um ihre Karriere und um ihr Kind.

Und Kilian muss sich der Angst stellen, die ihn seit Jahren beherrscht – der Angst davor, etwas zu wollen, das er nicht kontrollieren kann –, bevor sie ihn das Einzige kostet, von dem er nie wusste, dass er es braucht.

Manche Geheimnisse zerstören.

Manche Lieben detonieren.

Wie weit wird sie gehen, um ihren Sohn zu schützen?

Und wie viel ist er bereit zu zerbrechen, um die Familie für sich zu beanspruchen, die er nie wollte – bis jetzt?

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Hanni Das konnte doch nicht wahr sein. Der Flur kippte, und für einen Moment war ich mir nicht sicher, ob es das Gebäude war oder mein Puls, der verrücktspielte. Nein. Auf gar keinen Fall. Dieses Lächeln. Dieses leichtsinnige, wahnsinnig machende Ich-red-mich-aus-allem-raus-Lächeln, das ich aus jeder Menschenmenge herausgefunden hätte, aus jeder Stadt, aus einem ganzen Leben. Er konnte es nicht sein. Aber dann drehte er sich ganz um und kam den Krankenhausflur auf uns zu, als wäre es ein ganz normaler Dienstag und nicht der Moment, in dem meine Vergangenheit schnurstracks in meine Gegenwart marschierte – mit Namensschild. Sein Haar war dunkler jetzt, eher tintenschwarz als braun, etwas länger, in einer kalkulierten Unordnung, die lächerlich hätte aussehen müssen und es irgendwie nicht tat. Sein Anzug war alles saubere, dunkle Linien über breiten Schultern und fester Muskulatur – maßgeschneiderte Kompetenz, kein billiger Protz. Dieser Kiefer. Dieser Mund. Diese Augen, die früher immer lachten, bevor seine Worte es taten. Unverändert. Mein Blick wanderte nach unten, bevor ich ihn aufhalten konnte. Ein Stift. Schlank, schwarz, sorgfältig im Brusttäschchen seines Kittels balanciert. Die Art, die nur jemand bei sich trug, dem Details wichtig waren. Das letzte Mal, als ich so einen Stift gesehen hatte, lag er auf dem Tresen eines Münchner Clubs, während ein Mann sich zu mir herüberlehnte und mir erzählte, er komme aus Thüringen. Mein Magen zog sich zusammen. Er war Kardiologe? Was zum …? Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. Eine Hand glitt in seine Hosentasche, lässig, vertraut. Die andere hielt eine Akte – weiß, klinisch, völlig fehl am Platz in seinem Griff. Als er unseren kleinen Halbkreis erreichte, wurde sein Lächeln breiter, mühelos und einstudiert, als hätte es noch nie jemanden etwas gekostet. „Hallo zusammen." „Hallo", kam es im Chor zurück. „Siehst du?" Marlenes Ellbogen bohrte sich noch tiefer in meine Rippen, so scharf, dass ich zusammenzuckte. Sie vibrierte förmlich. „Hab ich doch gesagt, dass er heiß ist." Heiß war nicht das richtige Wort. Katastrophal, vielleicht. Meine Kehle funktionierte nicht. Luft kratzte herein, trocken und nutzlos, und blieb irgendwo oben in meiner Brust stecken. Auf einmal war ich mir meines eigenen Herzschlags schmerzlich bewusst, der gegen meine Rippen hämmerte, als wollte er sich mit Gewalt nach draußen boxen. Ich hätte nie gedacht, dass ich ihn wiedersehen würde. „Kommen Sie bitte kurz mit in diesen Raum." Seine Stimme legte sich über uns – tief, glatter Samt, eingehüllt in diesen unfassbar attraktiven australischen Akzent. Natürlich hatte er einen Akzent. Wir trotteten hinter ihm her in ein kleines Büro, ein weißer Kasten von einem Raum mit zu grellem Licht und zu viel Edelstahl. Er bewegte sich, als gehöre ihm die Luft darin, als hätte sich der Raum allein deshalb neu angeordnet, weil er ihn betreten hatte. Dieselbe Ausstrahlung – Macht, Kontrolle, völlige Gelassenheit. Wir stellten uns in einer losen Gruppe zusammen, und ich blieb ganz hinten, versuchte, mit der Wand zu verschmelzen. Ich sah furchtbar aus. Meine Haare kräuselten sich, mein Oberteil war falsch, mein Make-up hielt sich kaum noch. Am liebsten wäre ich nach Hause gegangen, hätte meinen gesamten Kleiderschrank auf den Boden gekippt und noch mal von vorn angefangen. Mein Gott. Warum hatte ich ausgerechnet das hier angezogen? „Mein Name ist Kilian Peters." Er lehnte sich lässig gegen die Schreibtischkante. „Vielen Dank, dass Sie sich für ein Praktikum bei mir beworben haben. Ich freue mich auf das gemeinsame Jahr mit Ihnen." Kilian. Der Name fiel wie ein Stein in meinen Magen. „Hi, ich bin Marlene", platzte Marlene heraus und trat vor, als hätte sie ihr ganzes Leben auf diesen Moment gewartet. Sie streckte ihm die Hand entgegen, Augen funkelnd. „Ich kann es kaum erwarten, Sie kennenzulernen." Ihr Lächeln war so strahlend, dass es schon fast unanständig war. Ein kurzes Amüsement zuckte über sein Gesicht, bevor er es wieder glättete – professionell. „Ich bin Joris", sagte der große Typ neben ihr. „Freut mich, Joris", erwiderte Kilian mit einem lockeren Nicken. „Ich bin Caspar." „Hallo." Wieder dieses einstudierte, höfliche Lächeln. „Ich bin Silke." Er schenkte ihr ein breiteres Grinsen. „Hallo, Silke." Sie schüttelten sich die Hände. „Ich bin Chase. Es ist mir eine Ehre, Sie kennenzulernen", verkündete er, aufgeplustert, als wäre das hier eine königliche Audienz. Kilians Mundwinkel zuckten. „Ganz meinerseits." Und dann war ich dran. Ich löste mich vom hinteren Rand der Gruppe und trat vor. Meine Beine fühlten sich an, als hätte sie jemand gegen schlecht zusammengebaute Möbelstücke ausgetauscht. Er blickte auf, und sein Gesicht veränderte sich. Nur einen Hauch. Aber genug. Sein Ausdruck wechselte von offen und charmant zu … leer. Seine Augen hefteten sich an meine, und etwas Scharfes flackerte darin auf, bevor er es begrub. Mein Herz setzte aus und schlug dann so heftig wieder los, dass ich beinahe ins Schwanken geriet. „Hallo, ich bin Hannelore", brachte ich heraus. Er runzelte die Stirn, die winzigste Falte zwischen seinen Brauen, den Blick nicht von meinem Gesicht lösend. „Hannelore", wiederholte er, als würde er das Wort schmecken, es bestätigen. Ich streckte ihm die Hand entgegen. Sie zitterte. Ich betete, dass er es nicht sehen konnte. Er nahm sie. Hitze schoss meinen Arm hinauf – elektrisch, sofort, wie eine Berührung mit einem Stromkabel. Mir stockte der Atem so heftig, dass ich beinahe laut nach Luft geschnappt hätte. Für einen Moment vergaß ich, dass überhaupt noch jemand anderes im Raum war. Dann schüttelte er kaum merklich den Kopf, als müsse er sich selbst physisch daraus reißen, und sein Griff wurde sachlich und professionell. „Freut mich, Sie kennenzulernen, Hannelore", sagte er glatt. Lügner. Unsere Blicke blieben ineinander verhakt, sein Daumen strich einmal über meine Knöchel, bevor er losließ. Der Anflug eines Lächelns zupfte an seinen Mundwinkeln, da und im nächsten Herzschlag wieder verschwunden. Ich senkte den Blick, die Wangen glühend. Heiliger Himmel. Wie groß war die Wahrscheinlichkeit, ausgerechnet hier auf ihn zu treffen? In diesem Krankenhaus? „Dr. Peters, Sie haben einen Anruf", sagte eine Schwester von der Tür her. Er sah kurz hinüber, dann wieder zu uns. „Geben Sie mir bitte zehn Minuten." Er schenkte der Gruppe ein entschuldigendes Lächeln, bevor er den Flur hinaufging, die Schultern entspannt, als hätte er nicht gerade mein gesamtes Nervensystem in Brand gesetzt. „Ich geh mal kurz auf die Toilette", platzte ich heraus und wich bereits zurück. Niemand schaute mich wirklich an. Gut. Ich ging in die entgegengesetzte Richtung und lief den Korridor entlang. Meine Handflächen waren feucht. Meine Haut fühlte sich zu eng an. Ich stolperte nach draußen in einen Innenhof und drückte die schwere Tür auf, als würde ich fliehen. Kühle Luft traf mein Gesicht, roch schwach nach gemähtem Gras und Zigarettenrauch. Ein paar traurig aussehende Büsche standen herum, eine Betonbank, ein Stück Himmel, eingerahmt von Backstein. Ich griff nach meinem Handy und rief Kerstin an. „Hey, wie läuft der erste Tag?", meldete sie sich nach dem zweiten Klingeln. „Oh mein Gott." Meine Stimme kam wie abgewürgt heraus. „Du glaubst nicht, bei wem ich mein Praktikum mache." „Häh?" „Dr. München." Einen Moment lang Stille. „Warte. Hast du gerade Dr. München gesagt?" „Im Ernst, Dee. Ich kann das nicht fassen." „Bist du sicher, dass er es ist?" „Er ist es", fauchte ich. „Dasselbe Gesicht, dieselbe Stimme, dasselbe … alles." „Alter." Sie lachte, halb schockiert, halb begeistert. „Wow. Hab dir doch gesagt, du sollst heute den Rock anziehen." Ich schaute an mir herunter. Formlose Hose, langweiliges Oberteil. Meine Sneaker. Meine Null-Aufwand-Frisur. „O Gott, Dee, das ist eine Katastrophe. Ich hab nicht geglaubt, dass er wirklich Arzt ist." „Und was machst du jetzt?" Ich schloss die Augen und lehnte mich gegen die kalte Backsteinmauer. „Keine Ahnung." „Wo bist du gerade?" „Im Innenhof." Ich sah mich um. „Na dann geh wieder rein. Was soll's? Einfach machen. Tu so, als wär alles normal." „Ja." Ich schluckte. „Ja, hast wohl recht." „Soll ich Wein besorgen?", fragte sie, obwohl sie die Antwort schon kannte. „Kauf gleich einen ganzen Karton." Sie lachte leise. „Tschüss. Hab dich lieb." „Ja. Tschüss." Ich legte auf, starrte einen langen Moment auf mein Spiegelbild im dunklen Handybildschirm, schob es dann zurück in die Tasche und zwang mich zu atmen. In weniger als zehn Minuten musste ich zurück in diesen Raum gehen, ihm in die Augen schauen und so tun, als wäre das, was wir in München hatten, nie passiert. Und in weniger als zehn Minuten … musste ich wieder rein. Für ein ganzes Jahr. Meine Hand wanderte zu meinem Bauch – purer Reflex, sinnlos – und ich riss sie weg, ballte die Finger fest an meiner Seite. Für eine Wahrheit, die ich nicht einmal flüstern konnte. Irgendwo hinter mir quietschte die Hoftür auf. Schritte folgten, ruhig, bestimmt, kamen näher. Ich kannte diesen Gang.

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