In der Nacht veränderte sich der Rhythmus. Liora erwachte nicht durch ein Geräusch – sondern durch Stille. Das Netz war noch da. Aber etwas fehlte. Sie setzte sich abrupt auf. Ihr Atem ging flach. „Tarek“, flüsterte sie. Kein Echo. Kein heller, neugieriger Ton. Nur Leere. Sie sprang auf. Kael war sofort wach. „Was ist passiert?“ „Er ist weg.“ Mira stolperte aus ihrem Zelt. „Weg?“ Corvin trat langsam näher, sein Gesicht bereits ernst. „Nicht tot“, murmelte er nach einem Moment des Lauschens. „Gedämpft.“ Liora schloss die Augen erneut. Sie tastete sich durch das Netz. Alena – da. Corvin – stabil. Mira – unruhig, aber verbunden. Doch dort, wo Tarek gewesen war, lag ein dünner, kalter Schatten. „Er hat ihn nicht zerstört“, sagte Liora leise. „Er hat ihn verschoben.“ Kaels

