Achtzehntes Kapitel.Als Durand von der Mutter und der Braut Malachows schied, fragte ihn letztere ein wenig ängstlich, ob sie in dieser Angelegenheit werde nach Wien reisen müssen. Da lächelte er ganz seltsam und sprach die Vermutung aus, daß diese Reise wohl nicht notwendig werden dürfte. »Und Wasili —« Nadja konnte vor peinvoller Bewegung nicht weitersprechen. Durand zuckte die Achseln. »Wenn er sich nicht mehr hat zu schulden kommen lassen, als was man ihm jetzt schon nachweisen kann, werden Sie ihn bald hier haben,« meinte er und setzte tröstend hinzu: »Vielleicht treibt der furchtbare Ernst, der jetzt an ihn herangetreten ist, ihn zur Umkehr.« Aber Durand glaubte selbst nicht so recht an diesen Trost. Als er — es war schon Nacht geworden — wieder nach Warschau fuhr und sich über

