Dove findet Claude in der Bar. Sie finalisieren ihren Plan. Claude ist voller Tatendrang, Dove ist von Angst gelähmt. Nachrichten über wachsende Unruhen in den Territorien verbreiten sich. Dove denkt an Varian – den Mann, den sie zu verlieren fürchtet, im Krieg wie in der Liebe. Die Bar riecht nach altem Holz, bitterem Bier und Angst. Nicht nach der stechenden Art. So nach der stillen Art. Die Art, die die Menschen in sich tragen und so tun, als wäre sie nichts. Claude ist schon da, als ich ankomme. Er sitzt in der dunkelsten Ecke, einen Stiefel in die Stuhlstrebe gehakt, die Finger trommeln auf einem Glas, das er nicht berührt hat. Sein Mantel ist offen. Seine Augen sind wachsam. Er sieht aus wie ein Mann, der auf ein Messer wartet – oder auf eine Einladung, es zu benutzen. „Du bis

