Treppe zur Sünde-1a

735 Words

Varians Blick fixiert mich, als würde er etwas unter meinen Rippen einhaken und meine Seele nach vorne ziehen. Ich kann nicht atmen. Ich kann nicht blinzeln. Ich kann nicht einmal denken. Claude tritt mit angespannter Stimme zwischen uns. „Varian. Fang nicht an.“ Varian sieht ihn nicht an. Er beachtet den Mann nicht einmal, der mich vor Minuten noch beinahe begrapscht hat. Er mustert nur mich. „Du bist geflohen“, murmelt er erneut, als schmeckten ihm die Worte gut. „Warum?“ Meine Lippen öffnen sich, doch meine Stimme verstummt. Claude versucht es erneut, lauter. „Sie ist meine Gästin. Ich habe sie gebracht. Sie ist heute Nacht in meiner Obhut –“ Varian dreht endlich den Kopf. Langsam. Zu langsam. Der Blick, den er Claude zuwirft, ist kein Ausdruck von Wut. Es ist Faulheit. Als

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