Der gefangene König

1083 Words

Kalin muss untertauchen. Seine Verbündeten lassen ihn im Stich. Konflikt: Macht ohne Loyalität „Sie sind fort.“ Kalin dreht sich nicht um. Die Höhle ist feucht und kalt. Irgendwo hinter uns tropft Wasser. Die Fackel zittert in meiner Hand, nicht vor Angst – vor Wut. „Sag es noch einmal“, sagt Kalin. Der Mann, der am Feuer kniet, schluckt. Seine Rüstung ist verschwunden. Sein Banner auch. „Die östlichen Fürsten zogen sich im Morgengrauen zurück. Sie nahmen ihre Männer mit. Sie nahmen ihr Getreide mit.“ Stille. Kalins Schultern bleiben gerade. Stolz. Er trägt noch immer eine Krone, die nur er sehen kann. „Feiglinge“, sagt er ruhig. „Sie werden zurückkehren.“ Der Mann schüttelt den Kopf. „Sie haben dein Siegel verbrannt.“ Das lässt Kalin sich umdrehen. Langsam. Vorsichtig. „Was?“

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