Die Musik dröhnt durch die Wände wie ein zweiter Herzschlag. Warm. Schwer. Erfüllt von Hitze und Parfüm. Sobald meine Füße den Marmorboden berühren, entziehe ich mich Claude und tue so, als hörte ich ihn meinen Namen nicht rufen. Ich brauche Luft. Ich brauche Abstand. Ich brauche einen Ort, wo meine Lungen sich wieder an das Gefühl des Atmens erinnern können. Ich ducke mich hinter einen Vorhang und gehe einen schmalen Flur entlang, der rot von den Laternen erleuchtet wird. Stimmen dringen aus einem Nebenraum – scharf und aufgeregt, wie kleine Funken, die auf trockenes Holz treffen. Ich bleibe stehen. Nur lange genug, um zuzuhören. „Er hat mich so an der Taille gehalten“, kreischt ein Mädchen. „Von hinten. Alpha Varian mag das. Richtig grob.“ Grob? Meine Augen weiten sich. Das hat das

