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1034 Words

Sie berührt das Artefakt. Ein Atemzug. Ein Herzschlag. Die Welt zerreißt in Licht und Schatten. Es dringt in sie ein. Nicht wie ein Objekt. Wie eine Essenz. Ein Strom aus uralter Macht, aus Schmerz, aus Lust, aus allem, was sie je verdrängt hat. Sie schreit – aber nicht vor Schmerz. Sondern, weil sie erkennt. Sie sieht: – Den Moment, in dem sie das Drachentattoo bekam – nackt, gefesselt, in einem Ritual, das sie hätte zerstören sollen, aber ihr stattdessen Flügel schenkte. – Den ersten Kuss mit dem Schattenwolf – nicht zärtlich, sondern fordernd, ein Biss auf ihre Unterlippe, der ihr Blut schmecken ließ und ihr Herz zum ersten Mal schlagen ließ wie ein Kriegerlied. – Die Nacht, in der sie nackt auf ihm saß, mit Händen an seiner Kehle und seiner Stimme heiser unte

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