Der Schrein empfängt sie nicht mit Widerstand, sondern mit Flüstern. Die Dornenzunft hat sich verändert – nicht nur Mörder, sondern Magier jetzt, Spieler mit Erinnerung und Illusion. Sie betreten ihn gemeinsam – Vayens Schritte geschmeidig wie ein Raubtier. Rael dicht an ihrer Seite, die Schatten um ihn in Bewegung. Dann geschieht es. Eine Wand aus schwarzem Licht. Ein Zauber, geflochten aus Blut und Vergangenheit. Sie greifen gleichzeitig – doch werden getrennt. Vayen fällt. Nicht weit. Doch tief. In einen Raum, den sie kennt. Vertraut. Verhasst. Die Wände atmen. Und an ihnen: Gesichter. Ihre alten Opfer. Die Namenlosesten. Die, die sie aus Befehl tötete. Die, die sie aus Lust tötete. Und dazwischen: eine Stimme. „Hast du ihn wirklich verdient, Vayen? Denkst du,

