Kapitel Einunddreißig Lyras Sicht Ich saß nah bei Damon auf dem Podest vor der Menge. Mein Arm war noch immer in der Schlinge, und mein Körper fühlte sich schwach an, aber mein Geist nicht. Er war hellwach, denn darauf hatte ich gewartet. Selene war an den Rahmen gefesselt, ihr Kopf gesenkt, ihr Rücken entblößt. Der Platz war gefüllt mit Ältesten, Soldaten und ausgewählten Angehörigen der Toten. Damon hatte versucht, ihre Bestrafung so diskret wie möglich zu gestalten, aber die Ältesten waren anderer Meinung. Zufrieden beobachtete ich, wie sie in den Hof geführt wurde. Selene war in einem erbärmlichen Zustand. Ich konnte es kaum erwarten, dass alle sie so sahen, wie sie wirklich war. Ich sah zu, wie der erste Peitschenhieb traf. Sie schrie nicht. Der zweite Hieb ließ sie aufschreien

