KAPITEL SIEBENUNDZWANZIG Lyras Sicht Mein Arm schmerzte noch immer, aber nichts im Vergleich zu vorher. Der Heiler sagte, ich würde mich gut erholen. Ich glaubte ihm. Meine Kraft war zurückgekehrt, und mit ihr die Klarheit. Ich stand vor dem Spiegel und richtete meinen Umhang. Ich achtete darauf, dass die Armschlinge sichtbar war. Verletzungen sprachen lauter als Worte. Die Ältesten mussten sehen, was ich durchgemacht hatte. Der Einfluss meines Vaters hatte mir die Türen geöffnet, die ich brauchte. Kein Wächter hielt mich auf, als ich den Ratssaal betrat. Niemand hinterfragte meine Anwesenheit. Sie wussten bereits, warum ich da war. Die Ältesten saßen im Kreis, ihre Gesichter hart und müde. Der Krieg hatte uns alle gezeichnet. Ich senkte leicht den Kopf. „Danke, dass ihr mich seht.“

