Kapitel28

1129 Words

KAPITEL ACHTUNDZWANZIG Selenes Sicht Die Zelle war still und leer. Sie war anders als die, in der ich vorher war. Kalter Stein drückte gegen meinen Rücken, als ich auf dem schmalen Bett saß, die Knie an die Brust gezogen. Die Luft roch nach feuchten Wänden und Eisengittern. Die Glühbirne flackerte; ihr Licht war schwach und erhellte den Raum nur spärlich. Tage waren vergangen. Ich wusste nicht genau, wie viele. Ich schlief kaum und aß kaum. Ich bekam keine richtigen Mahlzeiten. Ein Stück Brot. Wasser. Manchmal gar nichts. Draven kam so oft er konnte. Er brachte mir etwas zu essen, während er mich untersuchte. Ich wusste, er wollte nur nach mir sehen, weil meine Wunden bereits verheilt waren. Draven wirkte nicht erleichtert, als er sah, dass ich geheilt war. Etwas anderes lag in sein

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