KAPITEL VIERUNDDREISSIG Selenes Sicht Ich lag im Bett, doch an Schlaf war nicht zu denken. Die ganze Zeit und jetzt merke ich erst, dass ich nichts über mich selbst weiß. Die Ereignisse von heute Morgen gingen mir nicht aus dem Kopf. Ich ging zum Fenster, um meinen Körper zu betrachten. Es gab tatsächlich keine Spuren der Schläge. Kein Blut. Keine Schnitte. Keine Narben. Ich sah meine Arme und Beine im Spiegel an. Freak. Das Wort ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Ich legte mich wieder hin und schlief bald ein. Ich öffnete die Augen und bemerkte, dass ich unter einem silbernen Mond stand. Er füllte den Himmel, größer als jeder Mond, den ich je gesehen hatte, und leuchtete sanft, sodass alles um mich herum in einem fahlen Weiß erstrahlte. Es gab keine Bäume. Keine Mauern. Keine

