Sofia Die Sonne begann unterzugehen, und ich ging neben Luca her, meine nackten Füße versanken im gröberen, dunkleren Sand der abgelegenen Bucht auf der Nordseite der Insel. Die Klippen hier waren zerklüftet und ragten wie schwarze Zähne gegen den Himmel, wodurch sie ein natürliches Amphitheater bildeten, das den Wind und den Rest der Welt abhielt. Ich war nackt, die Regel galt immer noch. Mittlerweile, am vierten Tag, war die Scham verflogen. Ich ging mit erhobenem Kopf, die Meeresbrise kühlte meine Haut, Luca trug eine lockere Leinenhose, die an den Knöcheln hochgekrempelt war, aber seine Brust war nackt. In seiner Hand trug er einen harten, schwarzen Polymerkoffer. Er blieb in der Nähe eines großen, verwitterten Stücks Treibholz stehen, das am Fuße der Klippen angespült worden war,

