***Emma***
Ich war wütend. Wütend auf Drake, diesen selbstgefälligen Bastard. Glaubte er wirklich, dass er mich hier, in diesem dunklen Raum, nackt und wehrlos an ein Bett gefesselt lassen konnte? Als sei ich sein kleines, willenloses Spielzeug? Ich zerrte an den Handschellen, die meine Arme und Beine an die massiven Bettpfosten ketteten, und ein kaltes Klirren durchbrach die Stille. Es war vergeblich. Der Mann hatte nicht nur ein Talent für perfide Machtspiele, sondern auch für absolut ausbruchssichere Fesseln.
„Drake! Komm sofort zurück!“, schrie ich, meine Stimme schallte in der Dunkelheit wieder. Es war nicht nur ein Schrei nach Befreiung, sondern ein Ruf der Herausforderung. Eine Provokation. Ich würde ihm zeigen, dass er mich vielleicht für den Moment besiegt hatte, aber niemals meinen Geist brechen konnte. Mein Körper mochte ihm gehören, aber meine Seele – nie.
Der Raum war düster, nur ein schwaches, flackerndes Licht in einer Ecke erhellte die Szenerie. Es war fast zu klischeehaft: Peitschen, Flogger, Klemmen und andere Utensilien lagen ordentlich auf einer Anrichte gegenüber. Ich wollte nicht darüber nachdenken, wofür er das alles benutzte – oder wie viele Frauen vor mir in dieser Lage gewesen waren.
„Der Typ ist krank…“, murmelte ich leise, meine Stimme bebte vor Zorn, doch tief in mir regte sich etwas anderes – eine dunkle, unerbittliche Neugier. Was genau würde er tun? Wie weit würde er gehen? Würde ich standhalten können? Ich biss die Zähne zusammen und zwang mich, ruhig zu atmen. Mein Herz pochte gegen meine Rippen, ein Trommeln aus Angst und einer verdrehten Vorfreude, die ich nicht benennen konnte.
Das leise Knarren der schweren Eichenholztür zog meine Aufmerksamkeit auf sich. Schritte hallten, schwer und sicher, und dann öffnete sich die Tür mit einem Schwung. Da stand er, nackt, als gehöre ihm die ganze Welt. Seine breiten Schultern füllten den Türrahmen aus, seine dunklen Augen fixierten mich mit einer Intensität, die mich erstarren ließ. Es war unmöglich, seinen Körper nicht zu sehen – er war präsent, überwältigend und unerträglich arrogant.
„Na, hast du dich beruhigt?“, fragte er leise, sein Mund verzog sich zu einem süffisanten Lächeln, während er langsam auf mich zukam. Sein Blick war unmissverständlich: hungrig, besitzergreifend, gefährlich. Ich zerrte an meinen Fesseln, mein Herz raste.
„Wenn du glaubst, dass ich mich von deinen kranken Sexspielchen beeindrucken lasse, hast du dich geschnitten,“ zischte ich, mein Tonfall giftig und spottend. „Du bist einfach erbärmlich.“ Ich wollte ihn verletzen, ihn treffen, wollte ihm die Kontrolle entreißen, auch wenn es nur für einen Moment war.
Er blieb stehen, einen Meter von mir entfernt, seine Hände griffen über die hölzerne Verstrebung des Bettes, und lies mich in Ruhe, ob ich wollte oder nicht seinen leicht gebräunten muskulösen Körper begutachten. Jeder Zentimeter pure Perfektion. Muskeln, leichte Brustbehaarung, lange schlanke Beine und dazwischen stand seine Männlichkeit: so d**k wie mein Handgelenk, blassrosa, lang, wie die Kerze auf einem Kuchen. Er lächelte, aber in diesem Lächeln lag keine Freundlichkeit.
„Erbärmlich?“, wiederholte er, sein Tonfall ruhig, fast belustigt. „Emma, du bist an einem Punkt, an dem ich dich in jeder Hinsicht besitze. Dein Körper gehört mir. Deine Zeit gehört mir. Und bald wirst du lernen, dass auch dein Stolz mir gehört.“
Ich lachte kalt. „In deinem Alter? Du solltest dich lieber um dein Stehvermögen sorgen als um meinen Stolz.“ Ich verzog das Gesicht, tat, als sei er kaum einen zweiten Blick wert. „Es ist ein Wunder, dass du überhaupt noch…“
Drakes Augen verengten sich, seine Haltung veränderte sich. Innerhalb eines Augenblicks war er auf dem Bett und über mir, seine Hand packte meine Haare und zog meinen Kopf ruckartig nach hinten. Sein Gesicht war so nah, dass ich seinen Atem auf meinen Lippen spürte.
„Was hast du gesagt?“, zischte er, seine Stimme vor unterdrücktem Zorn vibrierend. Seine andere Hand glitt über meinen Körper, langsam, absichtlich provokant, bis sie sich an meinem Bauch niederließ. Dort verharrte sie, warm, fest, drohend.
„Ich habe gesagt, dass du ziemlich verbraucht aussiehst,“ brachte ich hervor, mein Atem ging schneller, aber ich bemühte mich, ruhig zu bleiben.
Er schlug zu, seine Hand traf meine Wange mit einer kontrollierten Kraft, die nicht schmerzte, aber brannte. „Bitch,“ knurrte er leise, dann drückte er sein Gewicht auf mich, bis ich kaum noch Luft bekam.
„Ich bin achtunddreißig,“ flüsterte er an meinem Ohr, sein Tonfall süßlich und bedrohlich zugleich. „Und mein Stehvermögen ist das eines Achtzehnjährigen. Du wirst es noch herausfinden.“
Mit diesen Worten löste er sich von mir und ging zur Anrichte. Seine Bewegungen waren kontrolliert, fast elegant, doch in ihnen lag eine rohe, ungezügelte Energie, die mich nervös machte. Er griff nach einer Peitsche, hielt sie in der Hand und drehte sich langsam zu mir um.
Meine Augen weiteten sich für einen Moment, bevor ich mich zwang, meinen Ausdruck wieder zu kontrollieren. Ich wollte ihm nicht zeigen, dass mich der Anblick dieser Waffe – und seines Blicks – einschüchterte. Er liebte es, Angst zu riechen, sie zu spüren, und ich weigerte mich, ihm diesen Triumph zu geben.
„Drake…“, begann ich, meine Stimme war leise, aber fest. „Wenn du glaubst, dass eine Peitsche reicht, um mich zu brechen, bist du dümmer, als du aussiehst.“
Sein Lächeln vertiefte sich, und für einen Moment glaubte ich, dass er lächelte, weil er wusste, dass ich log. Tief in mir wusste ich, dass er recht hatte. Aber ich würde es ihm nicht zeigen. Niemals.
„Oh, Emma…“, sagte er leise, während er langsam auf mich zukam. „Das hier ist nicht dazu gedacht, dich zu brechen. Das hier ist dazu gedacht, dich zu formen. Und glaub mir, wenn ich fertig mit dir bin, wirst du um mehr bitten.“
Ich wollte etwas entgegnen, etwas Beleidigendes, etwas, das ihn treffen würde. Doch die Worte blieben mir im Hals stecken, als er die Peitsche auf meine nackte Haut gleiten ließ, nur leicht, ein Test, ein Versprechen. Sein Blick war unverwandt auf mich gerichtet, und in diesem Moment wusste ich, dass das Spiel gerade erst begonnen hatte.
Drake ließ die Peitsche durch die Luft sausen, das leise Zischen der Bewegung ließ mir einen Schauer über den Rücken laufen. "Du glaubst, du bist so unantastbar, nicht wahr?" Seine Stimme war ruhig, fast beiläufig, aber sie trug diesen gefährlichen Unterton, der mich immer wieder an meine Situation erinnerte. "Vielleicht sollte ich dich daran erinnern, Emma, dass du es warst, die mich herausgefordert hat. Die Grenze überschritten hat. Und jetzt werde ich dir zeigen, was es heißt, mit mir zu spielen."
Ich zog an den Fesseln, kämpfte, aber die Handschellen schnitten nur tiefer in meine Haut. Meine Haut war kühl, das Zimmer war nicht warm genug, um die nackte Hilflosigkeit, die ich spürte, zu lindern. Doch ich war nicht bereit, ihm die Genugtuung zu geben, meine Angst zu sehen. Stattdessen richtete ich meinen Blick auf ihn, ließ meine Wut sprechen. "Du bist nichts weiter als ein armseliger, kontrollsüchtiger Bastard. Ist das dein Höhepunkt? Eine Frau ans Bett ketten, weil du sonst keine Macht hast?"
Sein Lächeln wurde breiter, dunkler. Er trat näher, die Peitsche locker in seiner Hand. "Das Problem mit dir, Emma, ist, dass du immer den letzten Zug machen willst. Aber das hier ist mein Spiel, und du wirst nach meinen Regeln spielen."
Er ließ die Spitze der Peitsche über meinen Oberschenkel gleiten, sanft zuerst, fast neckisch. Die Berührung war ein irritierender Kontrast zu seiner Brutalität. Ich biss mir auf die Lippe, weigerte mich, irgendeine Reaktion zu zeigen, und funkelte ihn stattdessen herausfordernd an.
"Du bist abscheulich", spie ich ihm entgegen, mein Atem schneller, mein Herzschlag ohrenbetäubend laut in meinen Ohren. "Du wirst niemals gewinnen. Du kannst meinen Körper brechen, Drake, aber du wirst niemals mehr sein als ein Schatten. Eine hässliche Erinnerung."
Das Lächeln auf seinen Lippen verschwand, und für einen Moment schien er tatsächlich irritiert. Doch dann schüttelte er den Kopf, als ob er sich selbst daran erinnerte, dass er die Kontrolle hatte. "Oh, Emma, wir werden sehen, wie lange deine Überzeugungen halten."
Er ließ die Peitsche mit einem kräftigen Schlag auf meinen Oberschenkel niederfahren, und ich biss mir auf die Lippe, um nicht aufzuschreien. Die Haut brannte sofort, und ich konnte die scharfe Linie fühlen, die sie hinterlassen hatte. Doch ich hielt den Blick auf ihm, unbeugsam, meine Wut wie ein Schild.
"Das ist alles, was du kannst?", fragte ich leise, obwohl mein Körper schmerzte und ich die Kälte des Metalls an meinen Handgelenken immer deutlicher spürte. "Du bist schwächer, als ich dachte."
Drake lachte, ein dunkles, raues Geräusch, das meine Nerven noch mehr reizte. "Du wirst bald verstehen, wie falsch du liegst."
Er ließ die Peitsche erneut zuschlagen, und diesmal traf sie meine Seite. Die Schmerzwelle ließ meine Muskeln sich anspannen, aber ich ließ keinen Ton von mir hören. Nicht für ihn. Nicht für diesen Mann, der dachte, er könnte mich brechen.
"Du bist zäher, als ich gedacht habe", murmelte er und trat einen Schritt zurück, als ob er mich studierte. Seine Augen glitten über meinen Körper, als ob er nach einer Schwachstelle suchte, etwas, das er ausnutzen konnte.
"Und du bist berechenbarer, als ich dachte", erwiderte ich und sah ihn herausfordernd an.
Er kam näher, beugte sich über mich, seine Hand packte mein Kinn und zwang mich, ihn anzusehen. Seine Augen waren wie schwarze Löcher, unergründlich und bedrohlich. "Vielleicht sollte ich dich daran erinnern, dass ich alle Zeit der Welt habe, Emma. Und du? Du bist völlig in meiner Gewalt."
Sein Griff verstärkte sich, und ich spürte, wie seine Nägel sich leicht in meine Haut drückten. Doch ich ließ meinen Blick nicht von seinem abwenden. Ich würde nicht nachgeben.
"Zeit ist alles, was du hast, Drake", flüsterte ich mit einem schiefen Lächeln. "Aber du hast vergessen, dass ich stärker bin, als du es dir je vorstellen kannst."