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Mit dem Eis-Werwolfkönig gepaart

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Prinzessin Seraphina sollte den Eiskönig heiraten, um einen verheerenden Krieg zwischen den Werwolfkönigreichen zu beenden. Stattdessen floh sie – eine Entscheidung, die Tausende von Leben kosten und sie direkt in die Arme des Mannes treiben würde, den sie heiraten sollte.

Kieran, der Eiskönig, ist alles, was die Legenden versprechen: kalt, skrupellos und unversöhnlich. Als er entdeckt, dass Seraphina seine wahre Gefährtin ist, beansprucht er sie in einer leidenschaftlichen Nacht für sich – nur um sie im Morgengrauen zu verstoßen. Für ihn zählt die Pflicht mehr als das Schicksal, und sie ist ihm nicht mehr als die Frau, deren Verrat einen Krieg neu entfacht hat.

Fünf Jahre später führt das Schicksal die beiden erneut zusammen, und Kieran erkennt, dass es Konsequenzen gibt, vor denen niemand fliehen kann – nicht einmal er. Seraphina trägt ein Geheimnis in sich, das die Königreiche vereinen oder völlig zerstören könnte.

Nun muss der Eiskönig sich entscheiden: Wird er für die Gefährtin kämpfen, die er verstoßen hat, oder wird ihn sein gefrorenes Herz alles kosten, von dem er nie wusste, dass er es begehrte?

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Kapitel 1
Ich fahre mit den Händen über die Seide meines smaragdgrünen Kleides. Der Stoff schmiegt sich sanft an meine Haut, während ich durch meine Gemächer schreite. Die späte Nachmittagssonne strömt durch die hohen Fenster des Ostpalastes und wirft goldenes Licht auf die Marmorböden, die seit vierundzwanzig Jahren meine Welt sind. Draußen höre ich die fernen Geräusche des Königreichs – Händler, die ihre Waren anpreisen, Kinder, die in den Höfen lachen, der gleichmäßige Rhythmus eines Lebens, das seinen gewohnten Gang geht. Doch innerhalb dieser Mauern wird sich bald alles ändern. Die schweren Eichentüren zu meinem Zimmer öffnen sich ohne vorheriges Klopfen. Ich drehe mich um und sehe meine Eltern mit ernster Miene eintreten. Mutters nachtblaues Kleid raschelt, ihre silberne Krone fängt das Licht ein, während Vaters tiefviolette, zeremonielle Robe ihn königlich erscheinen lässt. Ihre Gesichtszüge sind bewusst neutral, doch ich sehe die Anspannung in ihren Schultern. „Seraphina", beginnt Vater, seine Stimme trägt das Gewicht seiner Krone. „Bitte setz dich. Wir müssen mit dir über etwas Wichtiges sprechen." Ich lasse mich auf die Samtkissen meines Lesesessels sinken und falte die Hände im Schoß. „Was ist los, Vater? Ihr seht beide aus, als hätte jemand..." Mutter setzt sich mir gegenüber. Ihre hellblauen Augen – so ganz anders als meine violetten – mustern mein Gesicht mit der Intensität einer Person, die ein Gemälde auswendig lernen möchte. „In gewisser Weise ist das auch so, meine Liebe. Die Frau, die du gestern noch warst, existiert nicht mehr." Trotz der Wärme im Zimmer läuft mir ein kalter Schauer über den Rücken. „Ich verstehe dich nicht." Vater stellt sich hinter Mutters Stuhl und legt seine Hände auf ihre Schultern – eine Geste der Verbundenheit, die mich sofort nervös macht. „Der Krieg mit dem Nordkönigreich dauert schon zu lange, Seraphina. Zu viele unserer Menschen sind gestorben. Zu viele Mütter haben ihre Söhne verloren, zu viele Kinder ihre Väter." „Das weiß ich", sage ich vorsichtig, und mein Herz beginnt zu rasen. „Aber was hat das mit mir zu tun?" „Der Eiskönig hat sich auf einen Friedensvertrag geeinigt", unterbricht Mutter sanft, aber bestimmt. „Einen, der dieses Blutvergießen ein für alle Mal beenden wird." Die Worte hängen wie Rauch in der Luft, und ich spüre, wie sich die Welt unter meinen Füßen verschiebt, noch bevor sie die nächsten Worte aussprechen. Irgendwie weiß ich bereits, was kommt. „Ihr werdet König Kieran des Nordens heiraten", verkündet Vater, und sein Tonfall lässt keinen Widerspruch zu. „Die Zeremonie findet in einer Woche statt." Der Atem entweicht mir stoßweise. Ich umklammere die Armlehnen meines Stuhls so fest, dass meine Knöchel weiß werden. Mein Wolf Luna regt sich wie ein Sturm in mir, ihre Wut knistert durch unser gemeinsames Bewusstsein. „Eiskönig", knurrt sie, ihre Stimme in meinem Kopf raue vor Ekel. „Sie wollen uns an dieses gefrorene Ungeheuer ketten. Ich spüre ihre Angst – sie wissen, worauf sie sich einlassen." „Nein." Das Wort ist kaum mehr als ein Flüstern, doch es hallt durch die plötzliche Stille des Raumes und trägt die ganze Ablehnung von mir und Luna in sich. „Seraphina –", beginnt Mutter. „Nein!" Ich springe auf und weiche vor ihnen zurück. Luna tobt in meinem Kopf, ihre Klauen kratzen an meinem Bewusstsein. „Das kann nicht dein Ernst sein. Der Eiskönig? Vater, du kennst die Geschichten – jeder kennt sie. Er ist ein Monster. Kalt, skrupellos, ohne Gnade und Mitleid. Man sagt, er hätte Menschen mit bloßen Händen getötet. Sein Herz ist aus Eis, genau wie sein Königreich." „Tod und Schnee", flüstert Luna, ihre Stimme schwer von uraltem Instinkt. „Das ist alles, was ich rieche, wenn der Nordwind weht. Er ist kein Gefährte – er ist ein Raubtier. Unser Raubtier." „Das sind Geschichten", sagt Vater abweisend, doch etwas in seinen Augen verrät, dass er sie selbst gehört hat. „Kieran ist ein König, Seraphina. Er tut, was nötig ist, um sein Volk zu schützen – genau wie ich." „Indem er durch Angst herrscht?" Ich wende mich zum Fenster um und blicke hinaus auf den Garten, in dem ich unzählige Stunden mit Lesen, Träumen und der Vorstellung einer Zukunft verbracht habe, in der ich aus Liebe heiraten würde. „Das werde ich nicht tun. Ich werde keinen Mann heiraten, der Gefühle als Schwäche betrachtet und mich als politisches Objekt behandelt." „Du bist eine Prinzessin", sagt Mutter und tritt hinter mich. Ihre Hand legt sich warm und vertraut auf meine Schulter. „Das ist unsere Aufgabe, meine Liebe. Wir bringen Opfer für unser Volk." Ich drehe mich in ihrer Umarmung um und sehe für einen Moment nicht die Königin, sondern die Frau, die mir Schlaflieder sang und meine aufgeschürften Knie küsste. „Aber du und Vater habt aus Liebe geheiratet. Du hast mir die Geschichte hundert Mal erzählt – wie ihr euch beim Erntedankfest kennengelernt habt, wie er euch mit Gedichten und Mondscheinspaziergängen den Hof machte." Schmerz huscht über ihr Gesicht. „Wir hatten Glück. Aber selbst wir wussten, dass die Pflicht vor dem Herzen kommt. Wenn unsere Königreiche im Krieg gewesen wären, wenn Tausende von Leben auf dem Spiel gestanden hätten..." Sie beendet den Satz nicht, doch das ist auch nicht nötig. „Der Vertrag ist unterzeichnet", sagt Vater mit schwerer, endgültiger Stimme. „Die Vorbereitungen sind getroffen. Kieran wird in sechs Tagen zur Zeremonie eintreffen." Meine Hände zittern, als ich sie an meine Brust drücke und den schnellen Herzschlag unter meiner Handfläche spüre. „Und wenn ich mich weigere?" Das Schweigen, das folgt, ist Antwort genug. Doch Vater spricht es trotzdem laut aus: „Dann geht der Krieg weiter. Weitere Menschen sterben. Weitere Familien werden zerstört. Das Blut aller im Kampf Gefallenen wird an euren Händen kleben." Das Gewicht seiner Worte lastet wie ein Bleimantel auf meinen Schultern. Ich denke an die Frauen auf dem Marktplatz in Trauerkleidung, an die Söhne und Männer, die nie wieder nach Hause zurückkehren. Ich denke an die Kinder in den Waisenhäusern, deren Eltern dieser Krieg forderte, der schon vor meiner Geburt tobte. Ich denke an die Angst in den Augen der Menschen, wenn sie vom Norden sprechen, von Überfällen und Schlachten und dem endlosen Kreislauf der Gewalt, der mein ganzes Leben bestimmt hat. „Ich brauche Zeit, das zu verarbeiten", flüstere ich, die Worte kratzen an der Enge in meiner Kehle vorbei. „Natürlich", sagt Mutter leise. „Aber Seraphina... du hast keine Wahl. Du musst es akzeptieren." Sie lassen mich allein in meinem Zimmer zurück, während die Sonne hinter den Bergen untergeht und den Himmel in Rosa- und Goldtöne taucht – in all die Schönheit, die ich bald verlieren werde. Ich sinke in meinen Stuhl zurück und lasse den Tränen freien Lauf, still und bitter, während sie meine Wangen hinunterlaufen. Als die Dunkelheit über das Königreich hereinbricht, zünde ich die Kerzen auf meinem Schreibtisch an und starre auf das leere Pergament vor mir. Meine Gedanken wandern zu Marcus, meinem Freund aus Kindertagen, der im letzten Jahr zu etwas Größerem herangewachsen ist. Der süße, sanfte Marcus mit seinen warmen braunen Augen und seinem unbeschwerten Lächeln, der mir Wildblumen bringt und sich mit der Geduld eines Heiligen meine Träume anhört. Marcus, der mich so liebt, wie ich bin – nicht für das, was ich repräsentiere. Langsam, wie die Morgenröte am Horizont, dawnt mir der Gedanke. Ich muss dieses Schicksal nicht akzeptieren. Ich muss mein Herz nicht für Politik und Macht opfern. Es gibt eine andere Wahl – eine, die meine Eltern nicht sehen wollen. Ich kann fliehen. Der Plan nimmt in meinem Kopf mit verblüffender Klarheit Gestalt an. Marcus und ich könnten noch in dieser Nacht aufbrechen und in der weiten Wildnis zwischen den Königreichen verschwinden, wo niemand auf die Idee käme, nach uns zu suchen. Wir könnten ein abgelegenes Dorf finden, in dem niemand den Namen der östlichen Prinzessin kennt – einen Ort, wo ich einfach nur Seraphina sein könnte, eine Frau, die ihren eigenen Weg wählt. Meine Hände zittern, als ich ein Blatt meines feinsten Pergaments herausziehe und zu schreiben beginne. Die Worte kommen zunächst langsam, dann schneller, als mir bewusst wird, was ich im Begriff bin zu tun. Liebste Mutter und Vater, Wenn du das liest, bin ich schon lange fort. Ich kann den Eiskönig nicht heiraten – ich kann mich nicht dazu verdammen, ein Leben ohne Liebe, ohne eigene Wahl, ohne Hoffnung zu führen. Ich weiß, du siehst das als meine Pflicht an, aber ich glaube, dass jeder von uns eine höhere Verpflichtung gegenüber seinem eigenen Herzen hat. Es tut mir schrecklich leid, welchen Schmerz ich euch bereite und welche Komplikationen das mit sich bringt. Aber ich kann nicht in einer Lüge leben und mich nicht aus politischen Gründen verleugnen. Es muss einen anderen Weg zum Frieden mit dem Norden geben. Es muss einfach. Bitte vergebt mir und wisst, dass ich euch beide mehr liebe, als Worte je ausdrücken können. Eure Tochter, Seraphina Ich falte den Brief sorgfältig zusammen und lege ihn auf mein Kissen. Dann gehe ich entschlossen zu meinem Kleiderschrank. Vorbei sind die Zeiten der Seide und des Satins – stattdessen wähle ich ein schlichtes Reisekleid aus dunkelbrauner Wolle, robuste Lederstiefel und einen dunklen Umhang mit tiefer Kapuze. Ich flechte mein langes schwarzes Haar straff. Dann suche ich mir Schmuck zusammen, den ich leicht verkaufen kann. Der Palast schläft um mich herum, während ich durch die Korridore gehe, die ich seit meiner Kindheit in- und auswendig kenne. Jeden Schatten stelle ich mir als Wache vor, jeden Dielen-Laut als Donner – doch ich bewege mich mit der stillen Anmut einer Person, die seit sie laufen kann jeden Geheimgang und jede versteckte Treppe erkundet hat. Der Stall riecht nach Heu und Pferden – warm und vertraut in der kühlen Nachtluft. Marcus erwartet mich wie versprochen. Er hält die Zügel zweier Pferde mit bereits gepacktem Reisegepäck. Im Mondlicht wirkt sein sandfarbenes Haar fast silbern, und sein Lächeln strahlt Verheißung und Hoffnung aus. „Bist du dir da wirklich sicher?", flüstert er und hilft mir auf meine Stute. „Sobald wir los sind, gibt es kein Zurück mehr." Ich setze mich in den Sattel und ziehe die Kapuze über meinen Kopf, sodass mein Gesicht im Schatten liegt. „Ich war mir noch nie in meinem Leben einer Sache so sicher." Wir reiten hinaus in die Nacht und lassen das einzige Leben, das ich je gekannt habe, hinter uns – für die Aussicht auf etwas Besseres. Der Wald verschlingt uns in seiner dunklen Umarmung, und mit jedem Schritt, den unsere Pferde vom Palast wegtragen, spüre ich, wie ein Stück meines alten Lebens wie Herbstlaub von mir abfällt.

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