9

1100 Words

HELA – Standpunkt Nachdem das Familienessen vorbei war, suchte ich mir eine Ausrede, um auf die Toilette zu gehen. Kaum hatte ich die Tür aufgestoßen, wurde ich von einer kräftigen Hand nach innen gezogen, noch bevor ich den leeren Raum überhaupt erfassen konnte. Die Tür schlug hinter mir zu, das Schloss klickte hörbar. Mein Herz schlug mir bis zum Hals. Es war Franz. Er stand vor mir, sein Gesicht dunkel wie ein aufziehendes Gewitter. Er drängte mich gegen den kalten Marmorwaschtisch, sein Körper schnitt mir den Fluchtweg ab. „Das hast du absichtlich gemacht, nicht wahr?“, zischte er, seine Stimme tief und giftig. „Um dich an mir zu rächen? Du dachtest also, meinen Onkel zu verführen wäre der richtige Weg?“ Ich zwang mich, ruhig zu bleiben, obwohl mein Rücken hart gegen die Kante de

Free reading for new users
Scan code to download app
Facebookexpand_more
  • author-avatar
    Writer
  • chap_listContents
  • likeADD