MAX – Standpunkt Ich saß allein in meinem Arbeitszimmer. Das Abendessen und die gemischten Reaktionen meiner Familie auf Hela gingen mir noch immer durch den Kopf – doch sie … sie hatte ihre Rolle so ruhig und anmutig gespielt. Was mir jedoch wirklich zusetzte, war ihr Gespräch mit Franz. Zwischen ihnen loderte ein Feuer, das bereit war, sie beide zu verschlingen. Und auf seltsame Weise fühlte ich mich von dieser brennenden Spannung angezogen. Das sanfte, gelbliche Licht der Schreibtischlampe fiel auf den Tisch, während ich auf meinen Laptop starrte. Eine E-Mail-Benachrichtigung blinkte auf. Betreff: „Die Datei, wie gewünscht, Sir.“ Mehrere Anhänge wurden nacheinander heruntergeladen. Ich öffnete sie und ging sie sorgfältig durch. „Hela Krämer. Fünfundzwanzig. Adoptivtochter der Fami

