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711 Words

HELA – Standpunkt Ich saß auf der Bettkante und starrte mein Spiegelbild im Kosmetikspiegel an. Unter dem Nachthemd, das ich trug, spürte ich manchmal noch einen dumpfen Schmerz an den Operationsnarben. Eine bleibende Erinnerung an ein Opfer, das letztlich sinnlos gewesen war. Doch dieser Schmerz war nichts im Vergleich zu dem, was ich jetzt empfand. „Oh mein Gott“, flüsterte ich leise. Was vor ein paar Tagen mit Franz passiert war, kam mir wieder in den Sinn. Mir wurde übel bei dem Gedanken daran, doch ich hatte es nicht gewagt, es Max zu erzählen. Statt mich erleichtert zu fühlen, war ich nun unruhig und verunsichert. Ich konnte Franz zwar aus dem Weg gehen, ja – aber wie lange noch? Wie lange sollte ich noch Katz und Maus mit ihm spielen? Ich stand auf und ging zum Bett. Zwei Nach

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